DVD - Recorder: Fehlende Standards bremsen noch den Siegeszug
(dpa-AFX/ de.internet.com) Die Digital Versatile Disk setzt fünf Jahre nach ihrer Markteinführung ihren Siegeszug unbeirrt fort und hat sich zu einem der großen Hoffnungsträger der weltweiten Branche der Unterhaltungselektronik entwickelt. Mit den weltweit ersten DVD-Rekordern mit Preisen die sich dem Endverbrauchermarkt annäehrn, verdrängt das Turbo-Speichermedium auch zunehmend die alte VHS- Kassette. Der Verkauf von Kinofilmen auf DVD erreicht zum ersten Mal Zahlen in Höhe der VHS-Umsätze. Doch die Uneinigkeit bei Geräte- und Medienherstellern über einen einheitlichen Standard könnte sich deutlich zum Nachteil für die Verbraucher auswirken.
Nicht jedes Gerät akzeptiert jede DVD, und eine mit dem Rekorder eines Herstellers aufgenommene Scheibe lässt sich keineswegs mit jedem anderen Player abspielen. "In den kommenden Jahren werden die Verbraucher eine Revolution im digitalen Video erleben", versprach Tom Pratt, Senior-Technologe des Computerherstellers Dell dennoch zur IFA in Berlin. Nach Angaben der DVD-Arbeitsgemeinschaft sollen Ende des Jahres bereits 2,8 Mio. DVD-Player in den Haushalten stehen. In Sachen Standard wird der Verbraucher noch von den Elektronik-Unternehmen mit einem Begriffs-Wirrwarr herausgefordert: Schließlich muss er sich zwischen DVD-RAM, DVD-R, DVD-RW und DVD+RW entscheiden.
DVD-RAM kann bis zu zwölf Stunden verarbeiten
Das DVD-RW-Format wird unter anderem von den Herstellern Pioneer, Sharp und JVC unterstützt. Panasonic setzt bei seinem neuen Videorekorder DMR-E20 dagegen auf das DVD-RAM-Format. Die Speichertechnik ähnelt eher die einer Computer-Festplatte, soll aber vielseitige Einsatzmöglichkeiten bieten, sich am PC bearbeiten lassen und sich vor allem durch eine hohe Aufnahmegeschwindigkeit auszeichnen. Für die DVD-RAM spräche auch die lange Aufnahmedauer von bis zu zwölf Stunden, die DVDs sind allerdings nicht auf jedem Player abspielbar.
Eine Reihe anderer Unternehmen hat sich dagegen zu einer Allianz zusammengeschlossen, um einen einheitlichen Standard für Geräte und Medien zu entwickeln, mit dessen Hilfe der Verbraucher die DVD als universelles Speichermedium nutzen kann. Die Unternehmen Philips, Sony, HP, Mitsubishi, Ricoh, Thomson multimedia, MCC/Verbatim und Yamaha setzen mit dem von ihnen unterstützten Format DVD+RW auf Kompatiblilität sowohl der Medien als auch der Abspiel- und Aufnahmegeräte. Auch Dell, weltweit führender PC-Hersteller, unterstützt inzwischen das Format mit dem Pluszeichen.
"Die Verbraucher werden DVD+RW wegen seiner Kompatibilität wählen", ist Sonoda von Sony sicher. Philips will in diesem Herbst seinen auch auf der Ifa vorgestellten DVD-Rekorder DVDR 1000 zur Marktreife bringen. Mit dem Gerät aufgenommene Filme sollen von nahezu jedem DVD-Player abspielbar sein. "Unser DVDR 1000 ist auf der Ifa in Berlin auf hervorragendes Zuschauerinteresse gestoßen", sagte Klaus Petri von Philips. Dass sich der DVD+RW-Standard durchsetzten wird, sind sich die Unternehmen sicher. Die Allianz besetze bereits ein Drittel des Verbraucher-Marktes, die Konkurrenz liege lediglich bei rund 15 Prozent, sagte Petri.
[Mon, 03.09.2001] - © 2001 de.internet.com
(dpa-AFX/ de.internet.com) Die Digital Versatile Disk setzt fünf Jahre nach ihrer Markteinführung ihren Siegeszug unbeirrt fort und hat sich zu einem der großen Hoffnungsträger der weltweiten Branche der Unterhaltungselektronik entwickelt. Mit den weltweit ersten DVD-Rekordern mit Preisen die sich dem Endverbrauchermarkt annäehrn, verdrängt das Turbo-Speichermedium auch zunehmend die alte VHS- Kassette. Der Verkauf von Kinofilmen auf DVD erreicht zum ersten Mal Zahlen in Höhe der VHS-Umsätze. Doch die Uneinigkeit bei Geräte- und Medienherstellern über einen einheitlichen Standard könnte sich deutlich zum Nachteil für die Verbraucher auswirken.
Nicht jedes Gerät akzeptiert jede DVD, und eine mit dem Rekorder eines Herstellers aufgenommene Scheibe lässt sich keineswegs mit jedem anderen Player abspielen. "In den kommenden Jahren werden die Verbraucher eine Revolution im digitalen Video erleben", versprach Tom Pratt, Senior-Technologe des Computerherstellers Dell dennoch zur IFA in Berlin. Nach Angaben der DVD-Arbeitsgemeinschaft sollen Ende des Jahres bereits 2,8 Mio. DVD-Player in den Haushalten stehen. In Sachen Standard wird der Verbraucher noch von den Elektronik-Unternehmen mit einem Begriffs-Wirrwarr herausgefordert: Schließlich muss er sich zwischen DVD-RAM, DVD-R, DVD-RW und DVD+RW entscheiden.
DVD-RAM kann bis zu zwölf Stunden verarbeiten
Das DVD-RW-Format wird unter anderem von den Herstellern Pioneer, Sharp und JVC unterstützt. Panasonic setzt bei seinem neuen Videorekorder DMR-E20 dagegen auf das DVD-RAM-Format. Die Speichertechnik ähnelt eher die einer Computer-Festplatte, soll aber vielseitige Einsatzmöglichkeiten bieten, sich am PC bearbeiten lassen und sich vor allem durch eine hohe Aufnahmegeschwindigkeit auszeichnen. Für die DVD-RAM spräche auch die lange Aufnahmedauer von bis zu zwölf Stunden, die DVDs sind allerdings nicht auf jedem Player abspielbar.
Eine Reihe anderer Unternehmen hat sich dagegen zu einer Allianz zusammengeschlossen, um einen einheitlichen Standard für Geräte und Medien zu entwickeln, mit dessen Hilfe der Verbraucher die DVD als universelles Speichermedium nutzen kann. Die Unternehmen Philips, Sony, HP, Mitsubishi, Ricoh, Thomson multimedia, MCC/Verbatim und Yamaha setzen mit dem von ihnen unterstützten Format DVD+RW auf Kompatiblilität sowohl der Medien als auch der Abspiel- und Aufnahmegeräte. Auch Dell, weltweit führender PC-Hersteller, unterstützt inzwischen das Format mit dem Pluszeichen.
"Die Verbraucher werden DVD+RW wegen seiner Kompatibilität wählen", ist Sonoda von Sony sicher. Philips will in diesem Herbst seinen auch auf der Ifa vorgestellten DVD-Rekorder DVDR 1000 zur Marktreife bringen. Mit dem Gerät aufgenommene Filme sollen von nahezu jedem DVD-Player abspielbar sein. "Unser DVDR 1000 ist auf der Ifa in Berlin auf hervorragendes Zuschauerinteresse gestoßen", sagte Klaus Petri von Philips. Dass sich der DVD+RW-Standard durchsetzten wird, sind sich die Unternehmen sicher. Die Allianz besetze bereits ein Drittel des Verbraucher-Marktes, die Konkurrenz liege lediglich bei rund 15 Prozent, sagte Petri.
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