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Profitieren werden von dem Niedergang sicherlich die wichtigsten Wettbewerber, Hochtief sowie Bilfinger und Berger. Jede Konsolidierung auf dem siechen deutschen Baumarkt kann den Überlebenden auf Teilmärkten nur nutzen. Profitieren dürften aber auch der Bund, die Länder und die Deutsche Bahn AG, deren Vorsitzender, Hartmut Mehdorn, sich heftig gegen die Kritik aus der Walter Bau wehrt, er zahle seine Rechnungen nicht. Eine Umfrage des Düsseldorfer Betriebswirtschaftlichen Instituts der Bauwirtschaft (BWI Bau) bei fast 600 Unternehmen zur Zahlungsmoral der Bauherren kommt allerdings zu dem Ergebnis, daß Bund, Länder und die Bahn eine miserable Zahlungsmoral haben. Während die Bauindustrie 2004 mit einem durchschnittlichen Zahlungsziel von 46 Tagen geplant hat, ließ sich die Deutsche Bahn mit der Bezahlung ihrer Rechnungen durchschnittlich 99 Tage Zeit, der Bund 82 und die Länder 80 Tage. Die privaten Bauherren warteten dagegen nur 47 Tage. Der Niedergang von Walter gibt allen säumigen Zahlern weitere Zeit. Und schließlich dürften letztlich auch die Banken profitieren, denn die Vermögensmasse des Konzerns ist etwa dreimal so hoch wie seine Schulden. Darüber hinaus kommt eine weitere Bereinigung des Marktes den Kreditinstituten durchaus zu paß, denen die Schieflage so vieler Baubetriebe große Sorgen bereitet. Wenn jetzt Walters Insolvenz beklagt wird, dürfte in Bankenkreisen auch manche Krokodilsträne fließen.
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2003 dann verlangten die Banken, daß Walter Bau seine Beteiligung von 54 Prozent an der Ed. Züblin AG verkaufen sollte. Das ging schief, worauf die Banken zunächst zur Fusion mit Züblin rieten, diese Idee dann aber wieder verwarfen.
Im Januar 2005, unmittelbar vor der Insolvenz, stellt sich die Lage so dar, daß Walter Bau ohne die Züblin-Anteile eine Jahresleistung von etwa 2,9 Mrd. Euro verzeichnet. Das Avalvolumen lag dagegen bei etwa 1,5 Mrd. Euro. Das werthaltige Vermögen der Walter Bau AG lag trotz aller Probleme mit 550 bis 650 Mio. Euro weit höher als die derzeitigen Bankkredite von 212 Mio. Euro. Die Außenstände und Forderungen betragen nach gut gesicherten Quellen 400 bis 450 Mio. Euro. Damit wäre das Vermögen der Walter Bau AG weit höher als die Bankkredite. Es stellt sich vor diesem Hintergrund die Frage, ob die Insolvenz wirklich unumgänglich war, oder nicht letztlich von den Kreditinstituten erzwungen worden ist.
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