„Die Frauen sind eine Einkaufsmacht“
Die bekannte US-Trendforscherin Faith Popcorn weilte am Dienstag zum Vortrag in Wien. Und konnte sich dabei auch überzeugen, dass man ihren Bestseller über „die neue Macht des Weiblichen“ in der modernen Konsum- und Informationsgesellschaft auch in Österreich gelesen hat.
Frauen achten auf Qualität
So zeigte ihr der Gastgeber, Boris Nemsic, Generaldirektor der Mobilkom Austria, zunächst ein Video von einer Umfrage auf der Mariahilfer Straße. Die vor das Mikrofon gebetenen Frauen gaben dabei fast einheitlich an, dass sie zumindest beim Bekleidungskauf nicht mehr so sehr auf die Marke achten, sondern in erster Linie auf die Qualität und die Passform.
Schnelle Bedienung gefordert
Anders die befragten Männer: Sie wollen in erster Linie schnell bedient werden. In der Eile des Einkaufs, für den nur wenig Zeit einkalkuliert wird, vertrauen sie gerne auf die ihnen geläufigen Marken. Und auf das, was ihnen „die Verkäuferin“ so erklärt. Popcorn sah sich durch den Film durchaus bestätigt: „Die Firmen müssen sich heute darauf einstellen, dass Frauen und Männer als Konsumenten sehr unterschiedlich handeln.“
Thesen bestätigt
Mobilkom-Chef Nemsic, der auf die Popcorn-Prognosen offensichtlich voll vertraut, konnte seinem Gast aus Amerika auch noch ein zweites heftiges Kopfnicken abringen. Im Auftrag seiner Firma wurden 300 erwachsene Österreicher in so genannten Mann-Frau-Haushalten befragt. Das Ergebnis bestätigt – fast erwartungsgemäß – die Thesen der Trendforscherin.
142 Milliarden Schilling
„Auch in Österreich sind die Frauen eine Einkaufsmacht“, schlussfolgert der oberste A1-Mann. Immerhin 38 Prozent aller Kaufentscheidungen treffen laut Studie die Frauen alleine. Pro Jahr sind das immerhin 142 Milliarden Schilling bzw. 10,3 Milliarden €.
80 Prozent der Einkäufe von Frauen getätigt
Der Anteil der Frauen-Einkäufe ist demnach fast doppelt so hoch wie jener der Männer (22 Prozent). Wobei Österreichs Ehegatten und Lebensgefährten weiterhin das meiste Geld in ihr Auto und in Kfz-Zubehör stecken. Amerikanische Verhältnisse sind damit allerdings noch lange nicht hergestellt. Popcorn berichtet in ihrem Buch „EVAlution“, dass in den USA bereits 80 Prozent aller Einkäufe von Frauen alleine getätigt werden. Dennoch rät die (Selbst-)Vermarktungs-Expertin auch den Marketingstrategen in Österreich, mehr auf die Bedürfnisse der weiblichen Kunden Rücksicht zu nehmen.
Sieben Generationen vertrauen einer Marke
Noch immer werde unterschätzt, dass Frauen als Konsumentinnen weit mehr über den Erfolg eines Produktes entscheiden. Sind sie damit zufrieden, lassen sie das nicht nur ihre Freundinnen wissen, sondern auch ihre Eltern, Großeltern und Kinder. In manchen Familien geht das sogar so weit, dass auf ein und dieselbe Waschmaschinen-Marke bis zu sieben Generationen vertrauen.
Verfassen von Bedienungsanleitungen
Bei einem Anbieter von Mobiltelefonen tat sich Popcorn mit Ratschlägen besonders leicht: „Beim Verfassen von Bedienungsanleitungen sollte man sich ein bisschen mehr Zeit nehmen. Wir wissen aus unseren Interviews, dass Frauen auch eine andere Sprache sprechen und verstehen als die technisierte Sprache der Ingenieure.“
Offen für Fragen und Beschwerden
Und noch etwas wollte die US-Fachfrau ihrem österreichischen Gastgeber gesagt haben: „Come on, Boris, komm’ hinter deinem Firmenlogo hervor. Als Chef eines Dienstleistungsunternehmens musst du vor allem für die Fragen und Beschwerden der Frauen ständig erreichbar sein.“ Was blieb ihm anderes übrig? Der Mobilkom-Chef tat so, als würde er die Popcorn-Lektion sehr ernst nehmen. Mal sehen, ob er Wort hält.
Wie Männer ansprechen?
Eine zentrale Frage auch bei ihren Interviews sei die Frage, ob denn die Konsumenten mit einem Produkt zufrieden sind. Vor allem Produktentwickler könnten sich da einiges anhören. Daher der Schluss der bekannten Forscherin: „Bindet die Frauen mehr in Forschung und Entwicklung ein!“ Immerhin gibt es auch Fragen, auf die Frau Popcorn nicht gleich eine Antwort weiß. Zum Beispiel: Müssen und wenn ja, wie müssen Marketing-Experten künftig die Männer ansprechen
Die bekannte US-Trendforscherin Faith Popcorn weilte am Dienstag zum Vortrag in Wien. Und konnte sich dabei auch überzeugen, dass man ihren Bestseller über „die neue Macht des Weiblichen“ in der modernen Konsum- und Informationsgesellschaft auch in Österreich gelesen hat.
Frauen achten auf Qualität
So zeigte ihr der Gastgeber, Boris Nemsic, Generaldirektor der Mobilkom Austria, zunächst ein Video von einer Umfrage auf der Mariahilfer Straße. Die vor das Mikrofon gebetenen Frauen gaben dabei fast einheitlich an, dass sie zumindest beim Bekleidungskauf nicht mehr so sehr auf die Marke achten, sondern in erster Linie auf die Qualität und die Passform.
Schnelle Bedienung gefordert
Anders die befragten Männer: Sie wollen in erster Linie schnell bedient werden. In der Eile des Einkaufs, für den nur wenig Zeit einkalkuliert wird, vertrauen sie gerne auf die ihnen geläufigen Marken. Und auf das, was ihnen „die Verkäuferin“ so erklärt. Popcorn sah sich durch den Film durchaus bestätigt: „Die Firmen müssen sich heute darauf einstellen, dass Frauen und Männer als Konsumenten sehr unterschiedlich handeln.“
Thesen bestätigt
Mobilkom-Chef Nemsic, der auf die Popcorn-Prognosen offensichtlich voll vertraut, konnte seinem Gast aus Amerika auch noch ein zweites heftiges Kopfnicken abringen. Im Auftrag seiner Firma wurden 300 erwachsene Österreicher in so genannten Mann-Frau-Haushalten befragt. Das Ergebnis bestätigt – fast erwartungsgemäß – die Thesen der Trendforscherin.
142 Milliarden Schilling
„Auch in Österreich sind die Frauen eine Einkaufsmacht“, schlussfolgert der oberste A1-Mann. Immerhin 38 Prozent aller Kaufentscheidungen treffen laut Studie die Frauen alleine. Pro Jahr sind das immerhin 142 Milliarden Schilling bzw. 10,3 Milliarden €.
80 Prozent der Einkäufe von Frauen getätigt
Der Anteil der Frauen-Einkäufe ist demnach fast doppelt so hoch wie jener der Männer (22 Prozent). Wobei Österreichs Ehegatten und Lebensgefährten weiterhin das meiste Geld in ihr Auto und in Kfz-Zubehör stecken. Amerikanische Verhältnisse sind damit allerdings noch lange nicht hergestellt. Popcorn berichtet in ihrem Buch „EVAlution“, dass in den USA bereits 80 Prozent aller Einkäufe von Frauen alleine getätigt werden. Dennoch rät die (Selbst-)Vermarktungs-Expertin auch den Marketingstrategen in Österreich, mehr auf die Bedürfnisse der weiblichen Kunden Rücksicht zu nehmen.
Sieben Generationen vertrauen einer Marke
Noch immer werde unterschätzt, dass Frauen als Konsumentinnen weit mehr über den Erfolg eines Produktes entscheiden. Sind sie damit zufrieden, lassen sie das nicht nur ihre Freundinnen wissen, sondern auch ihre Eltern, Großeltern und Kinder. In manchen Familien geht das sogar so weit, dass auf ein und dieselbe Waschmaschinen-Marke bis zu sieben Generationen vertrauen.
Verfassen von Bedienungsanleitungen
Bei einem Anbieter von Mobiltelefonen tat sich Popcorn mit Ratschlägen besonders leicht: „Beim Verfassen von Bedienungsanleitungen sollte man sich ein bisschen mehr Zeit nehmen. Wir wissen aus unseren Interviews, dass Frauen auch eine andere Sprache sprechen und verstehen als die technisierte Sprache der Ingenieure.“
Offen für Fragen und Beschwerden
Und noch etwas wollte die US-Fachfrau ihrem österreichischen Gastgeber gesagt haben: „Come on, Boris, komm’ hinter deinem Firmenlogo hervor. Als Chef eines Dienstleistungsunternehmens musst du vor allem für die Fragen und Beschwerden der Frauen ständig erreichbar sein.“ Was blieb ihm anderes übrig? Der Mobilkom-Chef tat so, als würde er die Popcorn-Lektion sehr ernst nehmen. Mal sehen, ob er Wort hält.
Wie Männer ansprechen?
Eine zentrale Frage auch bei ihren Interviews sei die Frage, ob denn die Konsumenten mit einem Produkt zufrieden sind. Vor allem Produktentwickler könnten sich da einiges anhören. Daher der Schluss der bekannten Forscherin: „Bindet die Frauen mehr in Forschung und Entwicklung ein!“ Immerhin gibt es auch Fragen, auf die Frau Popcorn nicht gleich eine Antwort weiß. Zum Beispiel: Müssen und wenn ja, wie müssen Marketing-Experten künftig die Männer ansprechen