Die Zurückhaltung muss m.E nicht sein :-) Wenn da etwas in diese Richtung passiert wäre, dann hätte Dialog das m.E. schon vor längerer Zeit melden müssen. Und für mich ein ganz klares JA, dass Dialog das in einem solchen Falle auch machen muss:
- Ich gehe davon aus, dass Dialog zwischen 40-50% seines gesamten Konzernumsatzes nur mit einem Produkt, dem iPhone, macht. Wenn es hier einen Design Out gegeben hätte, ist so etwas auf jeden Fall kapitalmarktrelevant und somit meldepflichtig, weil sich das Management sonst strafbar macht. Gibt es nicht sogar eine Grenze für den erwarteten/möglichen Kurseinfluss, ab dem man adhoc melden muss, kennt die jemand? Sprich: wenn ein Management davon ausgehen muss, dass der Kurs bei einer bestimmten Info mindestens zwischen 3-5% (?) in eine Richtung ausschlagen wird, dann muss man sofort melden. Frage an Dich: wie glaubst Du würde der Markt reagieren wenn er erfährt, dass man einen Design Out beim iPhone kassiert hat? Selbst bei einem teilweise Design Out (also wenn Dialog drin bleibt, aber ein Teil der iPhones auch mit anderen PMICs ausgestattet wird), wäre das eine signifikant neue und kapitalmarktrelevante Info.
- Auch durch Zahlen kann man das begründen: es wird erwartet, dass ca. 80-85 Mio iPhones 6s in 2015 verkauft werden (www.digitimes.com/news/a20150911PD202.html). Werden die nicht mit Dialogs Chips bestückt, so fehlen Dialog rund 250 Mio USD Umsatz, die bisher erwartet wurden. Zum einen könnten sämtliche Analystenschätzungen nicht mehr erreicht werden (auch ad hoc pflichtig m.E.) und zum anderen würden Dialogs kommunizierte Ziele nicht mehr realistisch sein (Umsatzwachstum, gutes zweites Halbjahr, Bruttomarge, etc.).
Also für mich völlig unrealistisch, dass demnächst das neue iPhone aufgeschraubt wird und da kein Dialog inside ist.