Deutsche Börse: Verdacht auf Insidergeschäfte


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draki:

Deutsche Börse: Verdacht auf Insidergeschäfte

 
20.04.01 18:16
Deutsche Börse: Verdacht auf Insidergeschäfte
Von Thorsten Kramer, Hamburg

Die Staatsanwaltschaft Mannheim und das Bundesaufsichtsamt für den Wertpapierhandel (BaWe) haben Räume der Deutschen Börse und mehrerer Banken durchsucht. Der Verdacht lautet auf Insiderhandel.



 

Deutsche Börse


Eine Sprecherin des BaWe bestätigte dies gegenüber der Online-Ausgabe der Financial Times Deutschland, ohne Details zu nennen. Ermittelt werde zunächst gegen unbekannt. Bei der Staatsanwaltschaft Mannheim sei zuvor eine Anzeige eingegangen. Die beschlagnahmten Unterlagen werden nun ausgewertet, hieß es von Seiten der Staatsanwaltschaft. Oberstaatsanwaltschaft Hubert Jobski sagte, dass sich die Untersuchungen nicht gegen die Börse richten.

Der Vorwurf des Insiderhandels bezieht sich auf den Handel mit Aktien des Finanzdienstleisters Marschollek, Lautenschläger und Partner (MLP), die im Nebenwerteindex MDax gelistet sind. Im Frühjahr galt MLP als aussichtsreicher Kandidat, als die Deutsche Börse turnusgemäß darüber zu entscheiden hatte, welche Unternehmen in den Index für die 30 größten Unternehmen (Dax 30) aufrücken.


Für die Aufnahme in den Dax ist im wesentlichen der vorwiegend aus Finanzexperten bestehende Arbeitskreis Aktienindizes verantwortlich. Aus diesem Grund zielten die Untersuchungen der Staatsanwaltschaft wohl auch auf Mitglieder des Arbeitskreises ab, meldete die Nachrichtenagentur Reuters. Die Staatsanwaltschaft wollte dies nicht kommentieren.


Zum Arbeitskreis Aktienindizes gehört jeweils ein Vertreter von Allianz, BHF-Bank, BNP Paribas, Commerzbank, Deutsche Bank, DG-Bank, Dresdner Bank, HypoVereinsbank, UBS Warburg, West LB und Deutscher Börse.


Die Nachrichtenagentur vwd meldete unter Berufung auf Informationen aus Finanzkreisen, dass Mitarbeiter der Deutschen Börse Leerverkäufe von MLP-Aktien getätigt haben. Sie sollen gewusst haben, dass MLP nicht in den Dax aufrücken wird, bevor dies von der Deutsche Börsen offiziell bekannt gegeben wurde. Uwe Velten, Sprecher der Deutschen Börse, wies die Vorwürfe als haltlos zurück.


Die Deutsche Börse wies die Vorwürfe entschieden zurück. Sprecher Uwe Velten betonte, alle Mitarbeiter seien an die Compliance-Richtlinie des Unternehmens gebunden. Danach gelte für Mitarbeiter, die über vertrauliche kursrelevante Informationen verfügen, eine Mitteilungspflicht für ihre Aktiengeschäfte.



© 2001 Financial Times Deutschland , © Illustration:  FTD
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schnee:

na bin mal

 
20.04.01 20:01
gespannt was dabei herauskommt ...
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