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... meistgelesene Artikel in den (relevanten) deutschen Online-Medien über die Deutsche Bank am heutigen Tag in diesem Thread nicht einmal mit einer Silbe erwähnt wird. Bei Bloomberg zerreissen sie sich bereits seit den Morgenstunden den Mund über die Unzulänglichkeiten der DeuBa in Sachen Risikomanagement ...
https://www.trading-treff.de/wirtschaft/...utsche-bank-ag-und-das-var
... und dann erwarten einige von Euch, dass die Bank den Stresstest in den USA schadlos übersteht? Bei der FED reiben sie sich noch heute die Augen über die mehr als $300 Mio. Verlust an nur einem Tag in Q1/2018. Selbst theoretisch hätte so etwas nie passieren dürfen. Das will schon etwas heißen ...
Das passt dann aber auch ganz gut zur "Meldung des Tages" am gestrigen Tag, dass man zukünftig mit einem professionellen Anbieter für den Zahlungs- und Kontenabgleich (SmartStream) zusammenarbeiten wird, der sich mit der Verarbeitung gewaltiger Datenmengen (Big Data) besser auskennt. Risikomanagement ohne eine Realtime-Verarbeitung relvanter Datenströme ist nun einmal nicht möglich. Zusätzlich sollen so (angeblich) auch Kosten gespart werden. Auch hier gab es gestern hier im Thread keinen Hinweis auf diese (eigentlich positive) Nachricht ...
https://www.finanznachrichten.de/...ocessing-and-reduce-costs-004.htm
... aber dafür noch etwas nachhallendes Bashing gegen mich. Würfelt Ihr aus, in welche Werte ihr wann einsteigt, oder interessieren Euch relevante Nachrichten schlichtweg nicht die Bohne?
@RPM: Ja, Deine Ertragsprognosen für das operative Geschäft finde ich schon witzig, denn die durchschnittlich erwarteten 6,4 Mrd. Euro beinhalten selbstverständlich auch die Sondereffekte. Jeder Cent über diesem Wert wäre schon eine faustdicke Überraschung und - wie Du es richtig analysiert hast - nur durch positive Währungseffekte möglich. Vielmehr muss man aber davon ausgehen, dass mit den bereits freigesetzten Mitarbeitern auch der eine oder andere Euro an Ertrag ausbleiben wird. Das muss ja nicht zwingen schlecht sein, wenn gleichzeitig (zukünftige) Kosten eingespart werden. Ich schätze, dass ich bis zur Veröffentlichung der Zahlen wieder long sein werde, deshalb würde mich ein Eintreffen Deiner Prognose auch sehr freuen, aber mehr als 5% Eintrittswahrscheinlichkeit würde ich hier nicht annehmen. Ab Juli wird es (hoffentlich) wieder etwas bergauf gehen mit der DeuBa, aber erst einmal sehen wir wohl neue ATLs und das könnte bereits morgen beginnen ...
So, jetzt wo der "Spielverderber" doch wieder seinen Senf dazugegeben hat, seid Ihr wieder dran! Ich gehe jetzt noch eine Runde schwimmen und überlege dabei, meine ShortPosition von heute Vormittag möglicherweise doch noch ein wenig weiter auszubauen. AQR hat zwar seine Short-Position bei der DeuBa etwas abgebaut, aber nur um bei der CoBa um so deutlicher nachzulegen. Es gibt also gar keinen Grund zur Entspannung ...
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über die mehr als $300 Mio. Verlust an nur einem Tag in Q1/2018
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Letztlich sagt der VaR etwas über das Marktrisiko, nicht aber über das Kredit- oder Liquiditätsrisiko aus.
https://www.wallstreet-online.de/nachricht/...en-teil-fed-stresstests
... enthält aber nicht die Prüfungsergebnisse für "interne Kontrollen" und "Risikomanagement".
Nicht schlecht für's erste, aber die Terminierung der Veröffentlichung des 2. Teils (kommenden Donnerstag um 22:30 Uhr) passt ganz gut zu meinem "Matchplan". Ich würde mich daher noch nicht zu doll freuen, aber immerhin ... ;-)
... DeuBa zwischen 7,80 und 8,20 am 29.06.2018. Nichts anderes habe ich gesagt und der Stresstest ist mit diesem 1. Teil noch nicht fertig, daher würde ich (an Deiner Stelle) erst einmal die Bälle weiter flachhalten. Tut mir ja leid für Dich, dass Du schon seit 6 Monaten so etwas von daneben liegst mit Deinen Prognosen, aber offenbar macht Dich das zu einem Experten, was die weitere Kursentwicklung der DeuBa angeht!? Nun ja, die kurzfristige Freude sei Dir gegönnt, aber erst ab Juli wird es dazu ausreichende Gründe geben und dann sitze ich möglicherweise auch mit im Boot ... ;-)
https://www.finanznachrichten.de/...tlicher-eigenkapitalquote-015.htm
... aber die Kapitalausstattung war auch nicht Grund für die letzten öffentlichen Kritiken an der Deutschen Bank. Die Änderung des Ausblicks von Fitch wird diese postive Nachricht möglicherweise egalisieren, ...
https://www.finanznachrichten.de/...deutsche-bank-auf-negativ-015.htm
... aber wenn erst einmal keine Abstufung des aktuellen Ratings droht, könnte dieser "Negativ-Effekt" demnächst auch wieder verschwinden. Eine Abstufung hätte tatsächlich fatale Folgen, denn das würde Anleihen der Deutschen Bank auf ein "echtes Ramsch-Niveau" senken und eine angemessene Refinanzierung nahezu unmöglich machen.
Es geht nicht darum, was Trader-123 oder ich über die Deutsche Bank als Unternehmen oder dessen Perspektiven denken, sondern es geht darum zu begreifen (und vor allem zu akzeptieren), wohin "der Markt" den Aktienkurs eines börsennotierten Unternehmens treiben möchte. Möglicherweise sollte man dabei auch in Betracht ziehen, dass es (auch) im betroffenen Unternehmen selbst treibende Kräfte gibt, die das 'Spiel' (und um nichts anderes geht es hier) unterstützen, und sei es durch ausbleibende Dementis oder das Zurückhalten von Informationen. Elon Musk ist z. B. ein CEO, der sich aktiv gegen neagtive Presse zur Wehr setzt und so den Shorties das Leben zur Hölle macht, aber das darf man so auch nur von inhabergeführten Unternehmen erwarten. Unternehmen mit angestellen CEOs ohne nennenswerte Unternehmensbeteiligung verhalten sich da eher wie Schafe, die man nach belieben in die eine oder andere Ecke scheuchen kann. Wenn es nur um Bilanzen und Quartalsergebnisse ginge, dann könnten auch Computer den aktuellen Wert eines Unternehmens und damit den Aktienkurs festlegen, aber darum geht es doch gar nicht, denn sonst würde eine DeuBa eher um die 28,00 kosten und eine Amazon (mit viel Wohlwollen) nur $250.
... Kernkapitalquote und nicht um irgendwelche suspekten Kennzahlen, die Cryan im September 2016 bei einem geheimen Meeting aus New York in einem Koffer mitbrachte und die Deiner Meinung nach der Grund für die jüngste Abstufung durch S&P gewesen sind:
https://www.zeit.de/wirtschaft/unternehmen/...tskrise-federal-reserve
Ich ("der Basher") lag also völlig richtig mit meiner Einschätzung, dass die von Dir als notwendig erachtete Kapitalerhöhung von mindestens $8 Mrd. nicht nötig ist und dass die Kapitalausstattung der Bank im Moment vollkommen ausreichend und nicht der Grund für die Abstufung war, sondern ausschließlich "qualitative Gründe" hierfür maßgeblich waren. Natürlich sind diese auch ein wenig an den Haaren herbeigezogen, aber das muss man dann eben auch so akzeptieren und in seine Anlageentscheidungen einfließen lassen, ...
... ebenso wie massiv rückläufige Erträge auf Jahresbasis seit 2016: In den letzten 4 Quartalen lagen die (nicht bereinigten) Erträge jeweils deutlich hinter den Vorjahresquartalen (-5,4%; -10,0%; -11,7% und zuletzt -6,9%) und jetzt soll dieser Wert plötzlich bei 0% liegen (Vorjahresquartal: $6,94 Mrd.), obwohl im 2. Quartal Niederlassungen geschlossen und Geschäftsbereiche aufgegeben wurden?
Im Grunde genommen passt doch alles ganz wunderbar zusammen, wenn man sich die Kursentwicklung der letzten Monate nüchtern vor Augen führt. Sewing unternimmt ja schon einiges und was er gerade tut, könnte auch irgendwann Früchte tragen, aber solange hierfür die entsprechenden Nachweise fehlen oder eben eine entsprechende Kommunikation seitens der Bank ausbleibt, wird man sich eben noch ein wenig gedulden müssen.
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