ADAC testet Raststätten
Deutsche Autohöfe fallen durch
Wenige Wochen vor der Sommerreisezeit hat der ADAC erstmals die Autohöfe an den deutschen Autobahnen unter die Lupe genommen. Dabei wurden die Erwartungen von Autofahrern, die sich den gleichen Service wie an den Raststätten und deutlich billigeres Benzin erhoffen, bitter enttäuscht: "Das Abschneiden der Autohöfe ist ein Skandal. Familien mit Kindern fahren dort besser vorbei", sagte ADAC-Vizepräsident Max Stich. Aber auch die deutschen Raststätten schnitten nur sehr mäßig ab: "Nur zwei erreichten die Note gut. Das ist ein peinliches Ergebnis", sagte Stich.
Raues Truckerklima und teures Benzin
Der Autoclub testete 20 der rund 200 deutschen Autohöfe, die meist nahe den Autobahnausfahrten liegen, und kam zu einem "erschreckenden Ergebnis": Zu wenig Tische und Bänke, kaum Kinderspielplätze, zu laut und verraucht. 13 Autohöfe fielen mit den Noten "mangelhaft"oder "sehr mangelhaft"glatt durch. Nur jeder dritte Autohof erfüllt die Mindestanforderungen an eine Rastanlage für Familien, "gut"war kein einziger.
Zum Teil auf den letzten Plätzen
Das Benzin sei an den Autohöfen während der Testzeit im besten Fall zwei Cent billiger gewesen. Die Autohöfe könnten "nicht im entferntesten halten, was man sich vielfach von ihnen erwartet", sagte Stich. Die Autohöfe Raubing an der A93 zwischen dem Inntaldreieck und Kiefersfelden sowie Kleinostheim an der A3 Würzburg - Frankfurt waren neben einer ungarischen Raststätte die Schlusslichter des Raststätten-Test in acht europäischen Ländern.
Lob für Raststätte Dresdner Tor
Testsieger wurde die französische Raststätte Montélimar Ost an der A7 Valence - Orange, gefolgt von der Schweizer Anlage Gunzgen Süd an der A 1 Bern - Zürich und der Raststätte Dresdner Tor Süd an der A 4 Chemnitz - Dresden. Der ADAC lobte am Dresdner Tor "moderne Außenanlagen mit Bänken unter Kastanienbäumen und einem schönen Spielplatz".
Frankreich und Schweiz vorn
Im Ländervergleich schnitten die Schweiz und Frankreich am besten ab. Im Mittelfeld landeten die Raststätten in Deutschland, Österreich, Slowenien und Italien. Häufige Schwachpunkte seien die Sicherheit im Außenbereich, die Hygiene und in zwei Dritteln aller Anlagen die Kinderspielplätze gewesen. "Zum Teil sind die Preise an der Autobahn eine Unverschämtheit", sagte Stich.
Schlechte Noten für Tschechien und Ungarn
In Ungarn und Tschechien seien sämtliche getesteten Raststätten mangelhaft oder sehr mangelhaft gewesen. Die ADAC-Tester kritisierten mangelnde Sauberkeit der sanitären Anlagen, zu wenig behindertengerechte Einrichtungen, mangelhaftes Umweltbewusstsein, Angebot und Service und zu hohe Preise. Auf dem letzten Platz landete die ungarische Raststätte Obarok Nord an der M 1 Budapest - Györ. "Die Anlage erinnerte eher an eine dunkle verrauchte Kneipe", sagte Testberater Michael Bauer. Von einem Gang auf die Toilette riet er ab: "Tanken Sie und fahren sie dann bitte schnell weiter!"

bye peet
Deutsche Autohöfe fallen durch
Wenige Wochen vor der Sommerreisezeit hat der ADAC erstmals die Autohöfe an den deutschen Autobahnen unter die Lupe genommen. Dabei wurden die Erwartungen von Autofahrern, die sich den gleichen Service wie an den Raststätten und deutlich billigeres Benzin erhoffen, bitter enttäuscht: "Das Abschneiden der Autohöfe ist ein Skandal. Familien mit Kindern fahren dort besser vorbei", sagte ADAC-Vizepräsident Max Stich. Aber auch die deutschen Raststätten schnitten nur sehr mäßig ab: "Nur zwei erreichten die Note gut. Das ist ein peinliches Ergebnis", sagte Stich.
Raues Truckerklima und teures Benzin
Der Autoclub testete 20 der rund 200 deutschen Autohöfe, die meist nahe den Autobahnausfahrten liegen, und kam zu einem "erschreckenden Ergebnis": Zu wenig Tische und Bänke, kaum Kinderspielplätze, zu laut und verraucht. 13 Autohöfe fielen mit den Noten "mangelhaft"oder "sehr mangelhaft"glatt durch. Nur jeder dritte Autohof erfüllt die Mindestanforderungen an eine Rastanlage für Familien, "gut"war kein einziger.
Zum Teil auf den letzten Plätzen
Das Benzin sei an den Autohöfen während der Testzeit im besten Fall zwei Cent billiger gewesen. Die Autohöfe könnten "nicht im entferntesten halten, was man sich vielfach von ihnen erwartet", sagte Stich. Die Autohöfe Raubing an der A93 zwischen dem Inntaldreieck und Kiefersfelden sowie Kleinostheim an der A3 Würzburg - Frankfurt waren neben einer ungarischen Raststätte die Schlusslichter des Raststätten-Test in acht europäischen Ländern.
Lob für Raststätte Dresdner Tor
Testsieger wurde die französische Raststätte Montélimar Ost an der A7 Valence - Orange, gefolgt von der Schweizer Anlage Gunzgen Süd an der A 1 Bern - Zürich und der Raststätte Dresdner Tor Süd an der A 4 Chemnitz - Dresden. Der ADAC lobte am Dresdner Tor "moderne Außenanlagen mit Bänken unter Kastanienbäumen und einem schönen Spielplatz".
Frankreich und Schweiz vorn
Im Ländervergleich schnitten die Schweiz und Frankreich am besten ab. Im Mittelfeld landeten die Raststätten in Deutschland, Österreich, Slowenien und Italien. Häufige Schwachpunkte seien die Sicherheit im Außenbereich, die Hygiene und in zwei Dritteln aller Anlagen die Kinderspielplätze gewesen. "Zum Teil sind die Preise an der Autobahn eine Unverschämtheit", sagte Stich.
Schlechte Noten für Tschechien und Ungarn
In Ungarn und Tschechien seien sämtliche getesteten Raststätten mangelhaft oder sehr mangelhaft gewesen. Die ADAC-Tester kritisierten mangelnde Sauberkeit der sanitären Anlagen, zu wenig behindertengerechte Einrichtungen, mangelhaftes Umweltbewusstsein, Angebot und Service und zu hohe Preise. Auf dem letzten Platz landete die ungarische Raststätte Obarok Nord an der M 1 Budapest - Györ. "Die Anlage erinnerte eher an eine dunkle verrauchte Kneipe", sagte Testberater Michael Bauer. Von einem Gang auf die Toilette riet er ab: "Tanken Sie und fahren sie dann bitte schnell weiter!"

bye peet