Der Effekt aus Trumps "epochaler" Steuersenkung sollte angeblich riesig sein. Bis zu 6 % BIP-Wachstum hatte Trump als Folge versprochen. Doch jetzt, ein Jahr später, kehrt Ernüchterung ein. Das zusätzliche BIP-Wachstum infolge der Steuersenkung war nur mickrig. Lediglich die Börsen wurden im Hype (und auch dies nur temporär bis Oktober) aufgeblasen. Zudem war der BIP-Schub ein Einmaleffekt, der inzwischen wieder verpufft: Aktuell sinkt in USA das BIP-Wachstum wieder, während die für Trumps Reichen-Sause aufgenommenen Neuschulden ächzender drücken denn je.
Die Fed muss nun erneut "dovish" Herumeiern (Zinserhöhungen werden verlangsamt, Bilanzabbau der Fed wird zeitlich gestreckt), um wenigsten die Börsen-Hausse über die Runden zu retten.
Ich hatte Trumps durch Neuverschuldung finanzierte Steuersenkungen bereits vor einem Jahr als zweiten Aufguss von Reagan's Voodoo-Ökonomik bezeichnet - wie sich nun zeigt zu recht.
Der besser dazu passendere Börsen- bzw. Bären-Song wäre übrigens: "Spiel mir das Lied vom Tod" ;-)
www.marketwatch.com/story/...-tax-cuts-were-a-bust-2019-01-30
Right before Congress passed the Tax Cuts and Jobs Act in December 2017, President Trump proclaimed:
“It’ll be fantastic for the middle-income people and for jobs, most of all ... I think we could go to 4%, 5% or even 6% [GDP growth], ultimately. We are back. We are really going to start to rock.”
A year later, it’s very clear that the tax cuts boosted gross domestic product and jobs a bit — and just for one year. Its effects are fading as U.S. GDP growth appears likely to weaken in 2019. The only thing that “rocked” were corporate profits and the stock market. And we’re facing trillion-dollar deficits as far as the eye can see....