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Inzwischen pfeifen's nicht nur die Spatzen von den Dächern, sondern sondern das in Deutschland vielleicht für die Kleinanleger "führende" Medium. Dennoch teile ich eher die (kurzfristige) Einschätzung von Malka (#5900).
07.09.2007 17:55 - Börse ARD
von Karsten Leckebusch Die Arbeitsmarktdaten aus den USA malen ein schwarzes Bild der amerikanischen Konjunktur. Zum ersten Mal seit 2003 wurden keine neuen Stellen geschaffen, die geschockten Aktionäre gingen auf Tauchstation.
Die Hiobsmeldung kam um 14:30 Uhr und erschütterte die Börsen: Im Juli schuf die US-Wirtschaft nicht wie erwartet 110.000 neue Stellen, sondern sie verlor 4.000. Allein in der Industrie gingen 46.000 Arbeitsplätze verloren, so viele wie seit Juli 2003 nicht mehr. In der Bau-Branche gingen 22.000 Arbeitsplätze verloren. Dagegen schaffte der Dienstleistungssektor 60.000 Stellen, teilte das Arbeitsministerium mit.
Auch die Zahlen für Juni und Juli revidierte das Ministerium. Im Juni wurden nur 69.000 statt wie bislang vermutet 126.000 Stellen geschaffen und im Juli lediglich 68.000 statt 92.000. Die Arbeitslosenquote im August entsprach mit 4,6 Prozent allerdings den Erwartungen und dem Wert des Vormonats.
Der Dax rutschte sofort nach Bekanntgabe der Zahlen um ein Prozent ab. Nachdem die Wall Street ebenfalls mit empfindlichen Verlusten öffnete, weitete sich das Dax-Minus noch weiter aus, bei Xetra-Handelsschluss stand ein Tagesminus von fast 200 Punkten und 2,4 Prozent zu Buche.
Im Leitindex verloren wegen hartnäckiger Spekulationen über die Auswirkungen der Hypothekenkrise vor allem die Banktitel. Die Aktie der Commerzbank gab 5,4 Prozent ab, die Deutsche Bank ging mit einem Minus von 2,9 Prozent aus dem Handel und die Aktie der Postbank verlor 3,6 Prozent.
Bei der Deutschen Bank belastete auch eine Studie der Dresdner Bank, wonach der deutsche Branchenprimus weiter als "Key underweight" mit der Einschätzung "Reduce" bewertet wird. Ferner belasteten Gerüchte über ein möglicherweise schwächeres Geschäftsquartal der französischen Großbank Société Générale.
Quelle: http://boerse.ard.de/content.jsp?key=dokument_250072
Heut früh hat das "Börsen-Massenmedium" ebenfalls in dieser Richtung "laut nachgedacht":
07.09.2007 08:06 - Börse ARD
Die US-Hypothekenkrise hat den Hedge-Fonds ihre Lizenz zum Gelddrucken gekostet. Sie rentieren nur noch schlecht. Wenn nervöse Anleger ihnen das Geld entziehen, könnte das eine Abwärtsspirale an den Finanzmärkten auslösen. Das könnte ein paar Dollar kosten: Vielen Hedge-Fonds geht die Puste aus
Das Geld sprudelt nicht mehr. Wegen der Turbulenzen an den Finanzmärkten haben die Hedge-Fonds im August im Schnitt 3,2 Prozent verloren, wie das Handelsblatt berichtet. Experten rechneten bereits damit, dass in den nächsten Wochen weitere Hedge-Fonds die Segel streichen werden. 2006 hatten laut Handelsblatt 717 dieser Investmentvehikel dicht gemacht, im laufenden Jahr sagen Experten 1.000 Hegde-Fonds das Ende voraus.
Nachdem vor einigen Wochen die US-Investmentbank Goldman Sachs einen Hedge-Fonds mit einer Milliardensumme stützen musste, habe nun auch die weltgrößte Bank Citigroup ihren Fonds Tribeca geschlossen, schreibt die Zeitung. Die schwache Wertentwicklung der Fonds zwinge immer mehr Großbanken dazu, ihre Strategie in diesem Marktsegment zu überdenken.
Ernste Folgen befürchtet
Die Entwicklung könnte ernste Folgen für den gesamten Markt haben: Zögen Investoren wegen der sinkenden Rendite der Hedge-Fonds massiv Gelder aus ihnen ab, wären die Fonds ihrerseits zu Verkäufen gezwungen. Diese Verkäufe wiederum beträfen wiederum nicht nur den Bereich der Hedge-Fonds selbst – diese investieren schließlich auch in der realen Wirtschaft und weiteren Anlageformen. Die Folge könnte ein globales Absacken der Kurse an den Kapitalmärkten sein.
Noch seien die Investoren allerdings nicht in Panik verfallen, schreibt das Handelsblatt unter Berufung auf ein Investorentreffen am Genfer See. Das Risiko aber bleibt.
wf - Quelle: http://boerse.ard.de/...p?key=dokument_249804&go=Hypotheken-Krise
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