Die Krise im Nahen Osten könnte sich ganz schnell zu einem Flächenbrand ausweiten. "Ich kann niemanden raten in diese Märkte zu investieren, vor allem Privatanleger sollten sich aus den Devisenmärkten raushalten, sagt Michael Blos, Europäisches Institut für Financial Energineering Der Euro startet am Dienstag etwas fester zum Dollar in den europäisch dominierten Handel. Die Aufwärtsbewegung startete bereits am Montag, als die Teuerungsraten aus der Eurozone oberhalb der Zielbandbreite der Europäischen Zentralbank (EZB) ausgefallen waren. Daraufhin wird im Devisenhandel verstärkt davon ausgegangen, dass die europäischen Währungshüter eher als bisher erwartet die Zinsen anheben dürften. Trotz der recht hawkischen Pressekonferenz von EZB-Präsident Jean-Claude Trichet bleiben die Devisenstrategen vorerst noch skeptisch. Ob die EZB tatsächlich über die Probleme in den Peripherieländern hinwegsieht, muss sich erst noch beweisen. Denn letztlich würde sie sich mit einer Zinserhöhung auch dem Vorwurf aussetzen, die konjunkturelle Lage dort weiter zu dämpfen und ein Gelingen der Sparbemühungen damit zu unterlaufen. Die Entwicklung in Ägypten hat weiterhin einen Einfluss auf die Entwicklung im Währungspaar Euro/Dollar über den Öl-Preis. Der Ölpreis zieht auf Grund der Unruhen in Nordafrika deutlicher an, der Preis für einen Barrel der Sorte Brent kostet über 100 USD. Ein steigender Öl-Preis sorgt in der Regel für einen schwächeren Greenback, und umgekehrt. Ansonsten sorge die Nachrichtenlage aus Ägypten für eine leichte Entspannung an den Kapitalmärkten. Ägyptens neuer Vizepräsident Omar Suleiman hat der Opposition am Montagabend Gespräche über eine Verfassungsreform angeboten. Zudem wird das ägyptische Militär nach eigenen Angaben nicht gewaltsam gegen die Demonstrationen vorgehen. Datenmäßig steht für die Commerzbank der ISM-Index aus den USA im Mittelpunkt des Tages. Für den wichtigsten amerikanischen Frühindikator wird für Januar allgemein mit einem Anstieg auf 58 von 57 Punkte gerechnet. Dabei dürfte sich der Blick allerdings nicht nur auf den Gesamtindex, sondern vor allem auch auf die Komponente Beschäftigung richten. Immerhin waren die letzten Daten vom Arbeitsmarkt eher enttäuschend und haben den Dollar belastet, da die Unzufriedenheit der Fed so geschürt wird. Die Feinunze Gold wird im frühen Handel mit 1.337,35 USD gehandelt nach einem Londoner Nachmittags-Fixing von 1.319 USD am Montag. === Europa New York Europa (7.45) (Late Trad.) (Mo., 17.10) EUR/USD 1,3718 1,3694 1,3705 USD/JPY 81,89 82,04 81,99 EUR/JPY 112,33 112,35 112,50 EUR/GBP 0,8539 -- 0,8560 EUR/CHF 1,2919 -- 1,2881
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