Der Bund-Future sorgte im Juni für Aufregung


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EinsamerSam.:

Der Bund-Future sorgte im Juni für Aufregung

 
05.07.05 13:31
von Jens Oliver Kreiter, ICF Kursmakler AG

Der Bund-Future sorgte im Juni für Aufregung

Der Sommer hat nun richtig Einzug gehalten und die grossen europäischen Indizes haben ihre im Mai begonnene Sommerrallye fortgesetzt. Der DAX-Index verbesserte sich im Juni um knapp neun Prozent.

Diese Entwicklung geht mit einer geringen Schwankungsintensität einher. Ausgedrückt wird diese Grösse durch den Volatilitätsindex. Der VDAX-NEW bewegt sich immer noch auf einem Neun-Jahres-Tief, zwischen elf und zwölf Prozent.

Das hat mehrere Auswirkungen: Zum einen sind Plain Vanilla Optionsscheine relativ günstig bewertet. Bei einem Anstieg der Volatilität und einer geeigneten Auswahl von Strike – dem Preis, zu dem die Option ausgeübt werden kann – und Laufzeit, kann eine Überrendite gegenüber dem Gesamtmarkt erzielt werden. Zum anderen sind derzeit sind kaum attraktive Risikoniveaus bzw. Rabatte über Discountzertifikate zu erwerben. Trotzdem investierten Anleger im vergangenen Monat verstärkt in Anlageprodukte auf dem Frankfurter Parkett.

Der Fokus im Börse Frankfurt Smart Trading lag bei den Garantiezertifikaten. Diese Zertifikate eignen sich für konservative Anleger, die zwar langfristig optimistisch für den Markt gestimmt sind, jedoch das Verlustrisiko minimieren wollen. Bei Fälligkeit erhält der Anleger einen vorher feststehenden Rückzahlungsbetrag. Wohlgemerkt, erst bei Fälligkeit. Investoren, deren Markterwartung sich gerade erfüllt, sollten – bevor sie sich in den Urlaub verabschieden – ihre Positionen über ein Stop-Limit absichern.

Für Umsätze in Knock-Out-Produkten sorgten die wirren und unbestimmten Kursauschläge beim Bund Future. Diesen Monat war es absolut notwendig mit Stop-Loss-Limits zu arbeiten. Bullishe wie bearishe Produkte wurden ausgestoppt, nachdem die Messlatte für die zukünftige Zinsentwicklung in der Eurozone im Juni zunächst auf ein neues Hoch von knapp 123,7 Prozent gestiegen war. Anschließend sackte er auf 121,3 Prozentpunkte ab, nur um sofort wieder an die vorherigen Hochs anzuknüpfen. Die Emittenten reagierten unmittelbar, und zahlreiche Neuemissionen erfüllten die Bedürfnisse der spekulativ orientierten Anleger.

Bezogen auf den Gesamtmarkt konnten wir feststellen, dass für einen Sommermonat relativ hohe Umsätze auf dem Frankfurter Parkett zu verzeichnen waren. Gegenüber dem Vorjahresmonat steigerten die Investoren bei den Anlageprodukten ihre Aktivität um 142 Prozent, bei den Hebelprodukten um 58 Prozent zu.

Quelle: deutsche-boerse.de

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