Ich hatte bereits am 22.11. hier im Thread gepostet, dass sich zurzeit fast alle Assetklassen im Gleichschritt bewegen. Ohne Aktienrallye daher auch keine Öl-, Gold-, Rohstoff-, EUR/USD-, Weihnachtsmann-Rallye. Diese Korrelationen scheinen weiterhin Bestand zu haben. Fundamental macht das Sinn, weil - wenn Geld knapp ist - egal ist, wohin es nicht fließen kann oder will ;-)
fragt sich nur in welche Richtung ;-)) Nachdem die Amerikaner ihren Thanksgiving-Truthahn verdaut haben (anscheinend mti heftigen Blähungen), scheint es auch mit der guten Stimmung wieder vorbei zu sein. Und wenn an der Wall Street der Pessimismus die Oberhand gewinnt, dann vergeht auch den deutschen Börsianern die Kauflust.
Ohnehin waren während der Kursgewinne der letzten Woche die Umsätze relativ dünn. Für eine nachhaltige Kursrallye bräuchte es jedoch wachsendes Kaufinteresse und steigende Umsätze.
Wenn man den Bock zum Gärtner macht... Ich liebe diesen Paulson - gerade spricht er auf CNBC. Ein Szenario Keynes, wie hier propagiert wird dürfte kaum Früchte tragen. Es wird vielmehr zu einer weiteren Verschuldung der US-Privathaushalte führen und was das bedeutet, muss ich in diesem Thread nicht erläutern.
Grund des erneuten Verkaufsdrucks ist mMn die Erkenntnis, dass trotz der Zinssenkungen durch die Notenbanken und der Konjunkturprogramme der Regierungen der Weg aus der Rezession lange und steinig sein wird. Länger und steiniger, als anscheinend manche derzeit immer noch hoffen. Deutliches Indiz dafür ist, dass immer mehr Unternehmen über eine sinkende Nachfrage berichten und daher Sparprogramme/Entlassungen/Kapazitätsanpassungen ankündigen. Welche Dimensionen der gesamtwirtschaftliche Nachfrageeinbruch hat, zeigt sich z.B. daran, dass Daimler die Fertigung von LKWs deutlich einschränkt. Konjunktur? Es lohnt sich derzeit fast nicht, die Konjunkturindikatoren im Einzelnen unter die Lupe zu nehmen: Sie sind durch die Bank weg einfach schlecht! DAX fiel erneut unter die Unterstützung bei 4.500/4.600 Punkten zurück. In den nächsten Tagen muss sich entscheiden, ob sich die Bodenbildung fortsetzt oder gar ein Fall unter die Unterstützung bei 4.000 Punkten droht. Short-Kandidaten: SAP, Deutsche Post und Neu-DAX-Mitglieder Beiersdorf und Salzgitter.
|