Als Yuppi-Krise würde ich 2002 nicht bezeichnen. Es handelte sich um eine echte Krise mit deutlich höherer Arbeitslosigkeit als heute. Die Stimmung im Land war katastrophal, auch durch 9/11, zumindest meiner Erinnerung nach. Wer erinnert sich nicht an die Sonntäglichen Sabine Christiansen-Shows, in denen die Politiker (und Norbert Walter) und volljammerten, was passieren würde, wenn wir nicht schleunigst ganz viel am Sozial- und Bildungssystem änderten.
Die Arbeitslosigkeit ist ein Schlüsselfaktor für die gefühlte Krisenhaftigkeit einer Krise. Zur Zeit haben wir den Schweinegrippen-Effekt: Alles spricht davon, aber keiner weiß wo sie ist, bis auf uns Finanzexperten natürlich. Draußen im Lande wird viel über Kurzarbeit aufgefangen, die die Leute aber nur als vorübergehende Maßnahme begreifen. Das macht sie erträglich, auch finanziell. Zudem wird die Kurzarbeit zur Zeit eher runtergefahren, es ist also der Frühling spürbar. Siehe auch Einkaufsmanager Deutschland.
Was Quelle betrifft, so sind das Einzelschicksale, so brutal das klingt. Verursacht nicht durch die Finanzkrise, sondern durch die Stümperhaftigkeit eines Middelhoff und seiner Nachfolger. So begreifen es auch die Menschen, nicht umsonst gibt es keinen Rettungsschirm für Quelle und Forderungen der Gewerkschaften nach Staatshilfe klangen ja auch sehr rethorisch. Die Zahl 7000 ist übrigens gering gegenüber in ihrer Summe vielen weiteren Firmenschließungen im Lande, die durch Mißwirtschaft passierten. Hier in der Nähe muss man nur Bremer Vulkan und Olympia erwähnen.... Quelle hat schlicht den Internet-Zug verpasst und konnte sich - weil Kredite nicht mehr locker sitzen - nicht mehr über Wasser halten.
Der Mann auf der Straße zieht übrigens seinen Vorteil aus der Krise, was nebenbei bemerkt zum Wohlbefinden beiträgt. Als Beispiele seinen nur Abwrackprämie und Schnäppchenjagd bei Quelle genannt. Kann man eklig finden, muss man aber nicht.
Hier jetzt der aktuelle Arbeitsmarktbericht. Die Arbeitslosigkeit geht zur Zeit zurück! Dies stimmt mit meinem "Feel-the-Street"-Indikator ("Frag den kleinen Mann") überein.
Zitat aus: www.pub.arbeitsagentur.de/hst/services/...rt/monat/aktuell.pdf
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Anhaltende Herbstbelebung reduziert Arbeitslosigkeit
Die deutsche Wirtschaft hat sich weiter stabilisiert. Die Aufwärtsbewegung der konjunkturellen Frühindikatoren
– wie Auftragseingänge und ifo-Geschäftsklimaindex – setzte sich in den aktuellen Daten fort. Allerdings
wird das Produktionsniveau des vergangenen Jahres nach wie vor in erheblichem Maße unterschritten,
mit deutlichen negativen Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt vor allem in der ersten Jahreshälfte.
Nach den aktuellen Arbeitsmarktdaten hat sich die Entwicklung tendenziell beruhigt. So nahmen nach den
vorliegenden saisonbereinigten Daten Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung
zuletzt nicht mehr ab. Die Arbeitslosigkeit ist in den letzten vier Monaten saisonbereinigt sogar gesunken.
Auch wenn man den Sondereffekt infolge der Neuausrichtung der arbeitsmarktpolitischen Instrumente in
Rechnung stellt, war die Entwicklung deutlich günstiger als im ersten Halbjahr und wesentlich besser als
angesichts des massiven Einbruchs der Produktion erwartet wurde. Nach wie vor stabilisiert die Inanspruchnahme von Kurzarbeit in erheblichem Umfang den Arbeitsmarkt.
Die Arbeitslosigkeit ist ein Schlüsselfaktor für die gefühlte Krisenhaftigkeit einer Krise. Zur Zeit haben wir den Schweinegrippen-Effekt: Alles spricht davon, aber keiner weiß wo sie ist, bis auf uns Finanzexperten natürlich. Draußen im Lande wird viel über Kurzarbeit aufgefangen, die die Leute aber nur als vorübergehende Maßnahme begreifen. Das macht sie erträglich, auch finanziell. Zudem wird die Kurzarbeit zur Zeit eher runtergefahren, es ist also der Frühling spürbar. Siehe auch Einkaufsmanager Deutschland.
Was Quelle betrifft, so sind das Einzelschicksale, so brutal das klingt. Verursacht nicht durch die Finanzkrise, sondern durch die Stümperhaftigkeit eines Middelhoff und seiner Nachfolger. So begreifen es auch die Menschen, nicht umsonst gibt es keinen Rettungsschirm für Quelle und Forderungen der Gewerkschaften nach Staatshilfe klangen ja auch sehr rethorisch. Die Zahl 7000 ist übrigens gering gegenüber in ihrer Summe vielen weiteren Firmenschließungen im Lande, die durch Mißwirtschaft passierten. Hier in der Nähe muss man nur Bremer Vulkan und Olympia erwähnen.... Quelle hat schlicht den Internet-Zug verpasst und konnte sich - weil Kredite nicht mehr locker sitzen - nicht mehr über Wasser halten.
Der Mann auf der Straße zieht übrigens seinen Vorteil aus der Krise, was nebenbei bemerkt zum Wohlbefinden beiträgt. Als Beispiele seinen nur Abwrackprämie und Schnäppchenjagd bei Quelle genannt. Kann man eklig finden, muss man aber nicht.
Hier jetzt der aktuelle Arbeitsmarktbericht. Die Arbeitslosigkeit geht zur Zeit zurück! Dies stimmt mit meinem "Feel-the-Street"-Indikator ("Frag den kleinen Mann") überein.
Zitat aus: www.pub.arbeitsagentur.de/hst/services/...rt/monat/aktuell.pdf
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Anhaltende Herbstbelebung reduziert Arbeitslosigkeit
Die deutsche Wirtschaft hat sich weiter stabilisiert. Die Aufwärtsbewegung der konjunkturellen Frühindikatoren
– wie Auftragseingänge und ifo-Geschäftsklimaindex – setzte sich in den aktuellen Daten fort. Allerdings
wird das Produktionsniveau des vergangenen Jahres nach wie vor in erheblichem Maße unterschritten,
mit deutlichen negativen Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt vor allem in der ersten Jahreshälfte.
Nach den aktuellen Arbeitsmarktdaten hat sich die Entwicklung tendenziell beruhigt. So nahmen nach den
vorliegenden saisonbereinigten Daten Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung
zuletzt nicht mehr ab. Die Arbeitslosigkeit ist in den letzten vier Monaten saisonbereinigt sogar gesunken.
Auch wenn man den Sondereffekt infolge der Neuausrichtung der arbeitsmarktpolitischen Instrumente in
Rechnung stellt, war die Entwicklung deutlich günstiger als im ersten Halbjahr und wesentlich besser als
angesichts des massiven Einbruchs der Produktion erwartet wurde. Nach wie vor stabilisiert die Inanspruchnahme von Kurzarbeit in erheblichem Umfang den Arbeitsmarkt.
Denn was neu ist wird alt und was gestern noch galt, stimmt schon heut‘ oder morgen nicht mehr.
