Sollte jemand zu viel Zeit haben, müsste hier mal die Post pro Tag Ratio analysiert und in Relation zum Dax-Kurs gesetzt werden.
Meine Wahrnehmung:
1. Periode: Einige Postings zu metros genereller Theorie (Abverkauf und Bärenralley)
2. Periode: Viele Postings während der Verkaufspanik
3. Periode: Extrem viele Postings in mitten des temporären Up-Moves bis 5300
4. Periode: Einige Postings bei dezent zurückziehenden Märkten
5. Periode: Sehr wenige Postings im aktuellen Umfeld
Diese Wahrnehmung deckt sich mit den Flur- und Kantinengesprächen in unserem Unternehmen. (Habe das Wort Börse seit 2 Tagen nciht mehr gehört, vor einer Woche gab es kein anderes thema).
Meine Posi liegt weiterhin mit SL auf maximalem verlust bei ca. 4400. Meine Analogieschlüsse aus den obigen Erfahrungen sagen mir, dass Rationalität einsetzt.
Sollten die großen Fische sich ähnlich verhalten wie wir Poster und meine Kollegen, so werden sie nun Börse wieder als das sehen was es ist:
Ein Spielplatz für große Jungen, deren Trieb nach einem Positionsedge in diversen Strategien ausartet. JETZT wird wieder getradet weil Indikatoren eine Richtung vorgeben, weil Fundamentaldaten gut oder schlecht sind, weil Divergenzen interpretierbar werden. GESTERN wurde getradet weil große Fische Risikoanpassungen vornehmen mussten, weil Geldabflüsse zu Zwangsliquidationen führten und weil Angst herrschte.
Meine Interpretation: Wenn rational getradet wird, dann geht es up und down und up und down und up. In der Summe (mittelfristig) geht es jedoch up. Und zwar so lange bis wieder wie GESTERN getradet wird.
Das war jetzt eine Menge komischer Gehirnschmalz. Eventuell sogar ein verzweifelter Versuch zu begründen, warum ein Markt "hoch will" (metros Aussage). Vielleicht ist es auch nur der funken Hoffnung meine Posi im gewinn aufzulösen. Aber alles in allem ist es nur ein Statement gegen die Random-Walk-Theorie.
Für Positionierungsentscheidungen ist dieses Gefühlsgelaber völlig ungeeignet. Für bestehende, mittelfristige Long- Positionen hält es mich aber von einer Glattstellung ab.
Ein permanentes Schwimmen gegen den Strom führt an der Börse nicht zum Erreichen der Quelle sondern unweigerlich zum Ertrinken.