Vor 2 Tagen war unklar wie ich mich mit meinem Dax-Hebel 3 positioniere (halten, SL herabsetzen, verkaufen). Die Entscheidung fiel auf SL-Absetzung. Mein SL liegt aktuell bei ca. 4450 Punkten, der Einstandspreis bei 4870. Anlagehorizont sind Wochen unter der Prämisse, dass wir die diesjährigen(!!!) Tiefs gesehen haben.
Tja, gestern Abend sagte ich zu mir:
"Du blöder, naiver, junger Trottel. Hättest du einfach die Gier beiseite gelegt und z.B. so wie Metro den ersten Long-Gewinn bei 5200 oder 5300 veräußert. Aber nein, ich wollte ja unbedingt über die 5500. Nach der rasanten Talfahrt gestern, konnte ich mir heute sehr gut ein neues LOW vorstellen und habe innerlich bereits die Posi "abgeschrieben" (Abschreibungen sind ja beliebt in solchen Zeiten... ;-))."
Eben schaue ich mir den Kurs an und denke:
"Auf dem Weg zur Schalchtbank drehen wir evtl. ja doch noch eine Ehrenrunde zurück in höhere Gefilde...". Es keimt Hoffnung. Und wenn Hoffnung beim traden keimt, ist dies das beste Zeichen dafür, dass man aktuell überhaupt keine Ahnung vom Markt hat...
Erkenntnis:
Wie immer dieser trade ausgeht, erneut bestätigt sich die Maxime des Kapitalerhalts als oberstes Ziel des Tradens. Denn wie Metro bereits gesagt hat, am Ende des Bärenmarktes (wann immer es in den nächsten 12 Monaten kommen mag) möchte man auf gar keinen Fall pleite sein.
Ein permanentes Schwimmen gegen den Strom führt an der Börse nicht zum Erreichen der Quelle sondern unweigerlich zum Ertrinken.