Mir persönlich ist es zu nervenaufreibend mit Infineon und HRE zu zocken (keine Ahnung ob die auf Katjuschas Watchlist sind). Na ja, auf der Watchlist schon, wie alle DAX-Aktien (HRE einfach nur weil sie ständig in den Medien ist), aber im realen Depot hätte ich diese beiden Werte nie angefasst und werde ich in absehbarer Zeit auch nicht tun. Ich trade nur Aktien long (also auch unter sehr kurzfristiger Hinsicht), die ich für fundamental abgesichert halte. So kann ich auch eine weitere Übertreibung noch aussitzen. In diesen Zeiten bleib ich aber auch selten langfristig drin. Kommt halt auf jede Aktie individuell an. HRE hab ich hier im ariva-Musterdepot mal kurz getradet, weil es da ne Sondersituation vor der Entscheidung zur Privatisierung gab, aber im realen Depot wäre mir sowas zu heiß.
Meine Frage ist dann, warum die Aktien nicht sanken, als diese Fondsmanager die Aktien einkauften (verkaufte da nicht auch bereits jemand?), sondern nur, als sie verkauften. - Ich vermeine, dass die Aktien so niedrig bewertet werden, weil auf die betreffenden Unternehmen dieses Jahr viele Probleme zukommen. Der Bärenmarkt ist für mich nicht nur so etwas wie eine grandiose Fehlbewertung ohne wirklichen Grund.Das läuft ja letztlich auf die ewig (aus meiner Sicht falsche) Ansicht hinaus, der Markt hätte immer recht. Du meinst also, Fondsmanager verkaufen ihre Aktien zurecht, weil die entsprechenden Unternehmen dieses Jahr in viele Probleme kommen werden.
mmmmmhh, also ich seh das viel differenzierter. Natürlich wird es nur wenige Unternehmen geben, die auch 2009 in Umsatz und Gewinn wachsen werden. Alles keine Frage. Natürlich betrifft das auch 70-80% der Aktien, die ich trade. Aber du verstehst die entscheidenen Sätze in meinen Postings irgendwie nicht oder überliest sie einfach. Es kommt auf das in Beziehung setzen zur Bewertung an. Wenn beispielsweise die Fondsmanager in der heutigen Zeit krampfhaft aus Nebenwerte raus müssen (das denk ich mir nicht aus, sondern das ist oftmals Tatsache, weil von den Managern bestätigt), dann ergeben sich zeitweise unfassbare Unterbewertungen. In dem Moment wo sich eine Lösung abzeichnet, weil andere Fonds oder Insider diese Stücke der Verkäufer als Paket abkaufen, ist dieser Verkaufsdruck auf einen Schlag weg, und wenn man da mit dem richtigen Timing reingeht, ergeben sich durchaus mal 50%-Chancen in kurzer Zeit. Da muss man gar nicht mit irgendwelchen total spekulativen Aktien wie der HRE oder Infinion zocken. Letzteres ist nunmal einfach zocken, weil die beiden Unternehmen für mich kein Investment darstellen. Solche Aktien würden niemals auf meine Watchlist gehören, wenn sie nicht zufällig im Dax notieren würden oder sich wie die HRE häufig in den Medien befinden würden.
Jedenfalls halte ich gar nichts von dieser Meinung, Aktien würden schon aus gutem Grund fallen. Wenn diese Ansicht stimmen würde, könnten wir den Aktienhandel abschaffen, denn das würde bedeuten, es gäbe niemals kaufchancen oder Verkaufschancen. Überbewertungen und Unterbewertungen wird es immer geben bzw. gibt es zu jedem Zeitpunkt.
Terroristen aus Liebe