SP derweil gleich wieder 4-stellig.
Junge, Junge, dass ich das noch erleben darf...
ha, was ein Comeback!
Ich persönlich habe meine Verluste von der Vorwoche egalisiert und denke derzeit nicht daran auszusteigen (es sei denn, die Stopp-Kurse werden erreicht ;-)) In der Tat, einige Marktteilnehmer waren am heutigen Tage nicht präsent (Columbus-Day) und werden morgen nachziehen wollen. Aber mal realistisch bleiben: Die positive Marktreaktion kann aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Börsen weltweit in der vergangenen Woche einen beispiellosen Absturz erlebten. Für den S&P 500 war das Minus von 18 Prozent das schlechteste Wochenresultat seit 1933. Der „Weltleitindex" Dow Jones fiel erstmals seit 2003 wieder kurzzeitig unter die Marke von 8.000 Punkten und auch der Nikkei 225 erreichte das tiefste Kursniveau seit fünf Jahren. Der DAX sackte zeitweise am Freitag unter 4.400 Punkte ab. Kräftige Kurseinbußen gab es ebenfalls an den Börsen der Emerging Markets. Die Aktienmärkte in Asien erlebten die schwärzeste Woche seit der Asienkrise 1987. Umso stärker fiel allerdings die Kurserholung am Montag aus. Allein der Hang Seng China Enterprises Index startete mit einem Plus von mehr als 13 Prozent in die neue Woche. Hauptgewinner in Asien, USA und in Deutschland sind Finanzwerte. Und das ist auch gut so - das letzte was wir brauchen können ist ein Zusammenbrechen des Finanzsystems. Eine Plage sind wir aber dennoch los: Die Investmentbanker.
Ausblick :
In dieser Woche werden zahlreiche Konjunkturdaten aus den USA veröffentlicht. Ich bin gespannt. Insgesamt dürften die Zahlen das Bild einer in die Rezession taumelnden US-Wirtschaft bestätigen. Besonders zu achten ist auf die Zahlen zu den Einzelhandelsumsätzen am Mittwoch und zur Industrieproduktion am Donnerstag. Zu rechnen ist mit weiteren Rückgängen. Daneben kommt die Quartalssaison in den USA so richtig in Fahrt, eine Fülle wichtiger Unternehmen wird berichten, darunter Intel, IBM, J.P. Morgan, Citigroup und Google. Zu rechnen ist vor allem mit verhaltenen Ausblicken. Immerhin konnte General Electric mit seinen Quartalszahlen am Freitag die Erwartungen erfüllen: Es gab zwar einen Gewinnrückgang, aber kein Desaster - eben: Better than Expected!
Fazit:
Die schlimmsten Weltuntergangsszenarien wurden ad acta gelegt. Dennoch stehen noch schwere Zeiten bevor. Kurzfristig kann man auf die Erleichterungsrally setzen - aber Vorsicht, das Blatt kann sich sehr schnell wenden. Und wenn schon - Shorting Gelegenheiten lassen grüßen. I.d.S. einen schönen Abend noch.
wird im Übrigen entschärft: Vielmehr wird die Umwidmung der Wertpapiere aus dem Handelsbestand ins langfristige Finanzanlagen erlaubt. Na na, ein Schelm wer dabei böses denkt. Der Clou: Wertansatz der Wertpapiere wird gem. den Anschaffungskosten bestimmt, eine Gewinn/Verlustanpassung erfolgt demnach ausschließlich bei Realisierung (oder nie ;-)) und wird, man sage und schreibe, nicht über die Neubewertungsrücklage EK angepaßt sondern im Jahr der Realisierung die G&V belasten.
Auswirkung: Luftschlösser in der Bilanz. Konsequenz: Keine. Der Staat hat's erlaubt (abgesegnet).
Tja, das ist Krisenmanagement per excellence!
|