Frankfurt (vwd) - Das Aktiensparen wird in Deutschland zwar immer populärer, spielt im Geldvermögen der privaten Haushalte aber weiterhin eine nachgeordnete Rolle. Dies stellt das Deutsche Aktieninstitut (DAI) in einer am Mittwoch veröffentlichten Studie fest. Im ersten Halbjahr 2000 gab 11,2 Millionen direkte Aktionäre und Fondssparer, deren Zahl damit "rapide" gestiegen sei, so die Studie ohne Vergleichsangaben.
Den ersten Rang im Geldvermögen der privaten Haushalte (per ultimo 1999 insgesamt 7.034,4 Mrd DEM) hatten weiterhin Versicherungen (1.495 Mrd DEM), gefolgt von den Spareinlagen, die erstmals 1999 absolut rückläufig waren, und zwar auf 1.185,1 (Vorjahr: 1.375,9) Mrd DEM. An dritter Stelle stehen Aktienanlagen, die seit Beginn des Jahrzehnts von 255,5 Mrd DEM um 250,7 Prozent auf rund 896 Mrd DEM gestiegen sind. Dies entspricht einer durchschnittlichen jährlichen Steigerung von 17,99 Prozent.
Ein stärkeres Wachstum als die Aktienbestände wiesen nur die Anlagen in Investmentfonds auf. Sie nahmen von 163,6 Mrd DEM 1991 auf 737,5 Mrd DEM 1999 zu (plus 20,97 Prozent p.a.). Die Aktienbestände der Publikumsfonds wuchsen sogar im Durchschnitt um 44,25 Prozent p.a. auf 262,2 (17,2) Mrd DEM. Der Anteil der Aktie am Geldvermögen der Privatanlager stieg auf 12,73 Prozent (1999) von 6,46 Prozent (1991), Publikumsfonds erhöhten ihren Anteil auf 3,73 (0,44) Prozent.
Damit sei zwar noch nicht wieder der hohe Anteil der Aktien am Geldvermögen erreicht, den diese Anlageform bereits einmal vor Jahrzehnten hatte (1960 = 24,2 Prozent), doch der Tiefpunkt (1980 = 4,8 Prozent) sei eindeutig überwunden, konstatiert das DAI. Kurssteigerungen und Bestandsveränderungen seien die zwei Hauptursachen für die Veränderung der Aktienbestände im Geldvermögen der Privatanleger.
+++ Gerhard Salomon
vwd/12/22.11.2000/sa/ptr
Den ersten Rang im Geldvermögen der privaten Haushalte (per ultimo 1999 insgesamt 7.034,4 Mrd DEM) hatten weiterhin Versicherungen (1.495 Mrd DEM), gefolgt von den Spareinlagen, die erstmals 1999 absolut rückläufig waren, und zwar auf 1.185,1 (Vorjahr: 1.375,9) Mrd DEM. An dritter Stelle stehen Aktienanlagen, die seit Beginn des Jahrzehnts von 255,5 Mrd DEM um 250,7 Prozent auf rund 896 Mrd DEM gestiegen sind. Dies entspricht einer durchschnittlichen jährlichen Steigerung von 17,99 Prozent.
Ein stärkeres Wachstum als die Aktienbestände wiesen nur die Anlagen in Investmentfonds auf. Sie nahmen von 163,6 Mrd DEM 1991 auf 737,5 Mrd DEM 1999 zu (plus 20,97 Prozent p.a.). Die Aktienbestände der Publikumsfonds wuchsen sogar im Durchschnitt um 44,25 Prozent p.a. auf 262,2 (17,2) Mrd DEM. Der Anteil der Aktie am Geldvermögen der Privatanlager stieg auf 12,73 Prozent (1999) von 6,46 Prozent (1991), Publikumsfonds erhöhten ihren Anteil auf 3,73 (0,44) Prozent.
Damit sei zwar noch nicht wieder der hohe Anteil der Aktien am Geldvermögen erreicht, den diese Anlageform bereits einmal vor Jahrzehnten hatte (1960 = 24,2 Prozent), doch der Tiefpunkt (1980 = 4,8 Prozent) sei eindeutig überwunden, konstatiert das DAI. Kurssteigerungen und Bestandsveränderungen seien die zwei Hauptursachen für die Veränderung der Aktienbestände im Geldvermögen der Privatanleger.
+++ Gerhard Salomon
vwd/12/22.11.2000/sa/ptr