Optionsbrief
Unter dem Strich betrachtet, brachte die vergangene Woche für die US-Konjunktur mehrheitlich positive Signale, die allerdings durch teilweise schlechte Unternehmensmeldungen und die anhaltende Furcht vor einer kriegerischen Auseinandersetzung mit dem Irak überkompensiert wurden, so der Optionsbrief in seiner Montagmorgen-Ausgabe.
Charttechnisch hätten sich S&P 500 und auch Dow Jones nun auf langfristig relevante, waagerechte Unterstützungslevels zurückgezogen, die jedoch weit weniger tragfähig erschienen als die vom Beginn der historischen Hausse bzw. dem 1987er-Crash aus etablierten Aufwärtstrendlinien. Ähnlich präsentiere sich die Lage auch im DAX, der aus charttechnischer Perspektive nun immer näher an seine Zielmarke von 2.500 Punkten vorrücke.
Chart- und markttechnisch fänden sich im DAX aktuell noch keinerlei Hinweise auf eine Bodenbildung. Einzige Ausnahme sei der positiv divergente RSI, dem für sich allein jedoch eher „akademischer“ Charakter zuzumessen sei. Das Ausloten der Zielzone von 2.500 Punkten könne jedoch (ebenso wie das korrespondierende Abwärtspotential im S&P 500) dermaßen schnell ausgelotet werden, dass die Handelsexperten vom Optionsbrief erst einmal in deren DAX-Calls investiert bleiben.
Augenmerk verdiene nach deren Überzeugung in dieser Woche unbedingt der Nikkei, der sich per Freitag nur mit Mühe wieder über das kritische 9.000er Level habe ziehen können. Falle dieses Niveau nachhaltig, sei wegen der involvierten Banken mit sofortigen Auswirkungen auf die anderen Börsen zu rechnen.