Ja, auch die Italiener haben viel mitgemacht...
Italien und die Rolle des CIA nach 1945
"Im Kalten Krieg war Italien neben der Bundesrepublik wegen seiner strategischen,
politischen und ökonomischen Bedeutung für die USA und die NATO der wichtigste
Frontstaat. Daraus ergaben sich vor allem in den ersten Nachkriegsjahrzehnten eine
starke Abhängigkeit der Innen- von der Außenpolitik und massive Interventionen
der USA in die italienische Innenpolitik.
Eine weitere Besonderheit, die die Nervosität in Washington und bei der NATO
verstärkte, war der Erfolg der Kommunistischen Partei (PCI). Durch eine geschickte
Taktik entwickelte sie sich schnell zum großen Gegenspieler der Democrazia
Cristiana. Mit einem moderaten Kurs reihte der PCI Wahlsieg an Wahlsieg, erreichte
in westlichen Demokratien beispiellose Stimmenzahlen und schien von
einer Klassen- zu einer Volkspartei zu werden. Während in Deutschland mit dem
»Wirtschaftswunder« die kommunistische Massenbasis in der Arbeiterklasse verschwand,
stabilisierte sie sich in Italien und weitete sich sogar in die Mittelschichten
hinein aus. In vielen Städten übernahm der PCI die Regierung – und zwar gerade
in reichen und wirtschaftlich erfolgreichen Regionen. Der PCI entwickelte sich
von einer fundamentaloppositionellen Partei des Klassenkampfs zu einer Partei
der materiell Abgesicherten, nur politisch-kulturell Oppositionellen."
Hochinteressant in diesem Zusammenhang übrigens das Video "Dienstbereit" in # 2627!
"Die CIA rekrutierte zahlreiche ehemalige Nazigrößen und italienische Faschisten als Agenten für ihre weltweiten Operationen gegen den Kommunismus. Sie organisierten Folter, Todesschwadronen und Geheimdienste in den pro-amerikanischen Militärdiktaturen Südamerikas. Sie waren beteiligt an Putschversuchen in Italien und sie etablierten Machtstrukturen in Europa. Das offiziell verschwundene Gold des "Dritten Reiches" finanzierte einen Teil dieser Arbeit. Wie weit reichte die Zusammenarbeit der CIA mit den Henkern der Nazis? "