Hier sieht man wieder: Die Analysen richten sich nach den Kursen ... (Auszug)
Die Kreditversicherungskosten in den USA steigen weiter.
Das lässt sich an den „credit default swaps" (kurz CDS) ablesen.
Das ist ein Wertpapier, mit dem sich sozusagen das Ausfallrisiko eines Kredits handeln lässt.
Wenn z.B. eine Bank das Risiko des Kredits einer anderen Bank übernehmen will, bekommt Sie dafür einen Ausgleichbetrag. Muss im Fall des Kreditausfalls allerdings das Risiko tragen.
Vereinfacht gesagt, entspricht der CDS der Höhe des Ausgleichsbetrags.
Nun ist es so: Je höher der Ausgleichsbetrag, desto höher das Risiko.
Das bedeutet wiederum: Wenn die CDS teurer werden, steigt das Ausfallrisiko.
Und die CDS werden teurer.
Gerade habe ich mir das einmal für das US-Finanzunternehmen Washington Mutual angesehen. Das Ergebnis:
Die Kosten für die Kreditvesicherung sind für Washington Mutual in den letzten Wochen um über 20% gestiegen. Vor wenigen Wochen musste Washington Mutual für die Absicherung des Ausfallrisikos ihrer Kredite 1,35 Mio. auf den Tisch legen (+500.000 für jedes weitere Jahr), jetzt sind es schon 1,8 Mio. (+500.000 für jedes weitere Jahr).
Fazit: Wenn die Kosten für die Versicherung gegen Ausfallrisiken steigen...
...dann hat sich die Wahrscheinlichkeit für Ausfälle erhöht, oder die Marktteilnehmer sind deutlich vorsichtiger (Fachbegriff: „risikoaverser") geworden. Das hat seinen Grund.
Jedenfalls kein Zeichen dafür, dass wir die Krise nun schon hinter uns haben.
Mit herzlichem Gruß,
Ihr
Michael Vaupel
Man muß ein Schwein sein