DGAP-News: Allianz SE deutsch
07:30 21.02.08
Quartalsergebnis/Jahresergebnis
Allianz SE: 2007 höchstes Ergebnis der Geschichte trotz schwierigen Umfelds
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- Jahresüberschuss deutlich um 13,5 Prozent auf 8 Milliarden Euro erhöht
- Operatives Ergebnis steigt auf 10,9 Milliarden Euro
- Dividendenerhöhung um 45% auf 5,50 Euro wird Hauptversammlung
vorgeschlagen
Das Geschäftsjahr 2007 war ein weiteres sehr erfolgreiches Jahr für die
Allianz Gruppe. Auf Basis vorläufiger Zahlen konnte die Gruppe Umsatz,
operatives Ergebnis und Jahresüberschuss im Vergleich zum Vorjahr erhöhen,
trotz eines schwierigen Finanzmarktumfelds in der zweiten Jahreshälfte
2007. Alle Geschäftssegmente konnten zu diesem erfolgreichen Gesamtergebnis
beitragen, jedoch waren Teile des Investment-Bankings spürbar von der
Kreditkrise betroffen. Sowohl das Lebens- und Krankenversicherungssegment
als auch das Asset Management sind profitabel gewachsen, während das
operative Ergebnis im Schaden- und Unfallgeschäft stark blieb. Der gesamte
Umsatz der Allianz Gruppe erhöhte sich auf 102,6 Milliarden Euro von 101,1
Milliarden Euro im Vorjahr. Das operative Ergebnis stieg in 2007 um 9
Prozent auf 10,9 Milliarden Euro, gegenüber einem aufgrund des günstigen
Naturkatastrophenverlaufs adjustierten Vorjahreswert von 10,0 Milliarden
Euro. Der Jahresüberschuss wuchs um 13,5 Prozent von 7 Milliarden Euro in
2006 auf 8 Milliarden Euro. Das Eigenkapital lag mit 48 Milliarden Euro
erneut auf einem hohen Niveau nach 50 Milliarden Euro in 2006. Die Anzahl
der Kunden weltweit stieg um 7 Prozent von 75 Millionen auf 80 Millionen in
2007.
'Trotz der herausfordernden Bedingungen in 2007 konnten wir unsere
operative Effizienz und das profitable Wachstum weiter steigern und
erzielten ein Rekordergebnis', so Michael Diekmann, Vorstandsvorsitzender
der Allianz SE. 'Dank der gut diversifizierten Geschäftsaktivitäten der
Gruppe waren wir weniger anfällig für Erschütterungen und Zyklen in
einzelnen Märkten und Segmenten', fügte er hinzu.
Geschäftsergebnisse
In der Schaden- und Unfallversicherung stiegen die Prämieneinnahmen von
43,7 Milliarden Euro 2006 auf 44,3 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis
lag mit 6,3 Milliarden Euro auf dem Vorjahresniveau. Die Combined Ratio
erreichte 93,6 Prozent in 2007, im Vergleich zu 92,9 Prozent in 2006. Damit
blieb die Combined Ratio unter dem Zielwert von 94 Prozent, trotz 774
Millionen Euro an Schadenaufwendungen für Naturkatastrophen. 'Nachhaltiges
profitables Wachstum bleibt unser Fokus. Wir erzielten 2007 hohe
Wachstumsraten in Mittel- und Osteuropa, der Region Asien-Pazifik sowie
Südamerika und konnten gleichzeitig unsere Stellung in gesättigten Märkten
halten, ohne Kompromisse hinsichtlich der Profitabilität einzugehen',
erklärte Helmut Perlet, Vorstandsmitglied der Allianz SE.
In der Lebens- und Krankenversicherung stieg das operative Ergebnis von 2,6
Milliarden Euro in 2006 auf ein Rekordniveau von fast 3 Milliarden Euro.
Das gesamte Umsatzwachstum lag – angepasst um Wechselkurseffekte – bei 6,3
Prozent gegenüber dem Vorjahr. Hohe Prämieneinnahmen wurden in 2007
insbesondere in Deutschland, Frankreich und Italien erzielt. In den
Regionen Asien-Pazifik und Mittel- und Osteuropa wuchs der Umsatz um
beinahe 27 Prozent gegenüber 2006. 'Wir haben im
Lebensversicherungsgeschäft außerordentliche Fortschritte gemacht und
konnten damit das operative Ergebnis in drei Jahren durchschnittlich um 20
Prozent steigern', betonte Perlet.
Die Dresdner Bank erzielte einen operativen Ergebnisbeitrag von 730
Millionen Euro, verglichen mit 1,4 Milliarden Euro in 2006. Während das
Geschäft in allen anderen Unternehmensbereichen gut verlief, waren nur
Teile des Investment Banking von den Turbulenzen auf dem Kreditmarkt
betroffen. Es wurden umfassende Bewertungskorrekturen in Höhe von 1,3
Milliarden Euro im ABS-Handelsbuch der Investment Bank vorgenommen. Dadurch
wurde die Cost-Income Ratio deutlich beeinträchtigt und betrug 89,0 Prozent
in 2007 verglichen mit einem Vorjahreswert von 79,7 Prozent. 'Wir legen den
Fokus auf unsere langfristige Fähigkeit zur Wertschöpfung und sind
zuversichtlich, dass unser Bankgeschäft diese Anforderung erfüllen wird',
betonte Perlet.
Im Asset Management setzte sich die seit einigen Jahren positive
Entwicklung auch in 2007 fort. Sowohl die langfristige Orientierung des
Segments als auch die wachsende Nachfrage nach innovativen Produkten trugen
hierzu bei. Das operative Ergebnis stieg erneut von 1,29 Milliarden Euro
2006 auf 1,36 Milliarden Euro im Jahr 2007. Bereinigt um Wechselkurseffekte
entspricht dies eine Steigerung von 12,8 Prozent. Die Cost-Income Ratio
betrug 58,3 Prozent gegenüber 57,6 Prozent im Vorjahr. 'Diese hervorragende
Cost-Income Ratio zeigt, dass wir fokussiert, effizient und für die Zukunft
gut aufgestellt sind', sagte Perlet. Die Kapitalanlagen für Dritte stiegen
von 764 Milliarden Euro zum Jahresende 2006 auf 765 Milliarden Euro zum
Jahresende 2007. Bereinigt um Wechselkurseffekte betrug das interne
Wachstum 8,1 Prozent.
Dividende
Der Vorstand wird dem Aufsichtsrat der Allianz SE eine Erhöhung der
Dividende von 3,80 Euro um 45 Prozent auf 5,50 Euro pro Aktie vorschlagen.
'Zum vierten Mal hintereinander erhöhen wir die Dividende und zeigen damit,
dass wir unsere Versprechen einhalten. Sofern die Hauptversammlung dem
Vorschlag zustimmt, ist dies ein wichtiger Schritt, um die
Ausschüttungsquote auf das Niveau unserer Wettbewerber anzuheben', sagte
Michael Diekmann.
Ausblick
'Wir haben 2007 ein qualitativ hochwertiges Ergebnis erzielt, trotz eines
turbulenten Finanzmarktumfelds. Dies stellt unsere grundlegende Ausrichtung
auf nachhaltige Profitabilität unter Beweis. Die Allianz ist in einer
starken Position, um die Herausforderungen im Jahr 2008 zu meistern und
ihre mittelfristige Ziele zu erreichen. In stärkerem Maße als üblich
beeinflussen aber die Finanzmärkte und ihre weitere Entwicklung unsere
Geschäftsergebnisse', sagte Michael Diekmann.
Diese Aussagen stehen unter dem Vorbehalt, dass keine außergewöhnlichen
Naturkatastrophen oder widrige Entwicklungen an den Kapitalmärkten die
Profitabilität einschränken.