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Nun ja duftpapst2, dass habe ich mir bisher auch gedacht, dass ein Unternehmen nur eine Dividende zahlt, wenn es Gewinne erwirtschaftet. Aber ich denke jeder kennt hier die letzte Geschichte von SW.
Sie erinnert mich an ein kleines klebriges Gerät. Ich denke man nennt es Fliegenfänger. Fliegen die meinen, dass der süßliche Duft dieses Gerätes Anlass zum probieren gibt, werden dann aber eines besseren belehrt. Aber zu spät.
Manche Anleger werden leider in eine ähnliche Situation versetzt. Vor allem jene die ihr Wissen aus der Märchenstunde haben. Und jene die diesen auf den Leim gehen. Die nur eine Richtung kennen. Die jahrelang von einem Schloss träumen, da sie ihre Verluste, nur als Buchwerte sehen dürften, auch wenn man sie in roter Farbe darstellt. Aber leider erlebe ich es immer wieder, die Dümmsten kennen eben nur Schwarz auf weißem Untergrund. Für die Vielfalt hat sie die Natur nicht vorgesehen.
Und so gesehen, las ich sogar von einem Märchenerzähler, wie gut Conergy aufgestellt sei, alle Restrukturierungsmaßnahmen erfolgreich abgeschlossen habe, also fehlt doch wohl nur noch die Dividende (und wir sind wieder beim Fliegenfänger)!
Mit jedem Auftrag den Conergy erhaschte dürften die Großanleger und vielleicht auch der Bearbeiter der DB, in dessen Bereich dieses Papier fällt, mehr und mehr feuchte Hände bekommen haben.
Wer sich noch ein bisschen zurückerinnert, und vielleicht noch weiß, wie niedrig die Rohertragsmargen waren. Weit, weit unter 20 %. Inzwischen hat sich die Marktsituation noch mehr zugespitzt. Solarunternehmen hängen mehr den je von ihren Geldgebern (sprich Banken) ab. Solaris die diesen Verdrängungswettbewerb überstehen wollen brauchen gute Nerven und viel Geld. Diejenigen die noch mit ihrer Kriegskasse im Spiel sind, drücken natürlich ordentlich auf den Preis. Jene die ihre finanziellen Probleme bisher noch nicht im Griff haben, wie es ja bei Conergy zu sein scheint, können solche Hürden praktisch nicht schaffen. Kurz um, es wird in Wahrheit wohl nahezu bald jeder Auftrag ein Verlustgeschäft sein. Zudem kommt ja noch, dass es mit den Innovationen schon lange zurück liegt. Also wie lange kann ich noch Module verkaufen, die jahrein jahraus dieselben sind?
Ich würde sagen, summa summarum ein lupenreines „No Future Program“!
Also einen Auftrag als gute Nachricht zu bezeichnen, ist dann wohl nur die Darstellung eines Märchenerzählers an seine gläubigen Zuhörer (selbstverständlich (aus rein buchhalterischer Sicht) in rot geschrieben!).
In der Solarbranche kann man leicht nachvollziehen, welche Vorteile für Vorstände, Großaktionäre etc. eine Unternehmensform wie es eine Aktiengesellschaft darstellt, haben kann.
Wohl wissend, dass ein bei einer Bank aufgenommener Kredit zurückgezahlt werden muss (außer der Insolvenzfall tritt vorher ein), geht man bei einer AG gerne den gesicherten „Zurückzahlungsfreien“ Weg.
SW das gerade zu einer KE ansetzt, hat uns das ja gerade überzeugend vorgeführt. Der Vorstand und Großaktionär, hat sich dank seiner „wirtschaftlichen Geschicklichkeit“, doch ein kleines Reich aufbauen können. Als Maserati-Fahrer erwarb er sich nun sein zweites Schloss, und dazu möchte man im wohl gratulieren. Nicht der Neid sollte hier Platz greifen, nein, sondern seine Geschicklichkeit und die Fähigkeit mehr richtige Entscheidungen (aus Sicht der eigenen Geldvermehrung) zu treffen als umgekehrt, sollten den Applaus motivieren. Das ist auch alles legitim. Unser Rechtsstaat ist so eingerichtet. D.h. das Volk hat seine Vertreter gewählt um diese Gesetze zu beschließen.
Für einen Aktionär gibt es ebenfalls eine Menge Rechte. Aber auch er muss seine Entscheidungen selbst treffen, was er hinter seine Order stellt. Die Geschickten werden auch hier wissen, wie sie zu entscheiden haben.
Wenn man nun jedoch die Situation bei Conergy betrachtet, da denke ich könnte auch Herr Asbeck noch was lernen. Hier ist es der Unternehmensführung seit vielen Jahren immer wieder gelungen, den Aktionär, also vor allem den lang Investierten, zu erklären, welch „tolle Gewinne“ in Aussicht wären. Ich will hier gar nicht mehr aufzählen, wie oft und brav die Investierten zur „Schlachtbank“ gebeten wurden um ihr Erspartes in Form von KE’s ordentlich in die leeren Kassen des Unternehmens zu legen.
Nun ja, das war so und ist auch immer noch so. Wieder leere Kassen. Also wird wieder erklärt, wie toll die Klitsche aufgestellt ist und die Zukunft wird rosig sein. Ja alle kommen in den „Himmel“, wenn sie nur vorher ihren Obolus recht brav abliefern. Übrigens das nennt sich „Weitblick“!
Oje, oje, da scheint es wohl, dass sich jemand auf den Schlips getreten fühlt. Aber nicht doch wegen so ein bisschen Geld. Die Geldverbrennung bei Conergy liegt ja so um die Milliarde Euro. Das werden wohl einige „Langinvestierte“ wissen, wer den nun ihr Geld hat.
Hierzu ein kleiner Auszug aus dem Handelsblatt vom 25.11.2011 (Es handelt sich um Conergy)
Zitat:
Die Staatsanwaltschaft hatte vergangene Woche Anklage gegen sechs ehemalige Topmanager des angeschlagenen Solarenergiekonzerns erhoben, weil sie unter anderem mit falschen Firmeninformationen den Kurs der Aktie hochgetrieben haben sollen. Die Hamburger Staatsanwaltschaft wirft ihnen Insiderhandel, Bilanzfälschung und Marktmanipulation vor, wie ein Sprecher mitteilte.Zitat Ende:
Aber Geldbeschaffung war bei Conergy nie ein Problem. Ammer war ja ein wahrer Künstler. Er konnte um die zwanzig Banken dazu bringen, Conergy Kredite zukommen zu lassen. Und dazwischen dann wieder die nächste KE usw. Also bitte Respekt.
Wie Comberg zu Geld kommen will, hat er ja noch nicht wirklich verraten. Er versucht halt nur in regelmäßigen Abständen von einem Investor zu träumen.
Wenn dann so „Weitblickende Langinvestierte“ meinen jetzt geht’s gleich aufwärts und sich schon wieder bei der nächsten KE anstellen, dann darf man wohl sagen, gute Entscheidung (natürlich vom Vorstand)!
www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/...eck/4430670.html
Es ist ja immer dasselbe. Kleinanleger versuchen mal ihr Glück auf der Börse und es funktioniert. Der nächste Schritt lässt nicht lange auf sich warten und es wird investiert. Aber siehe da, das Geld wird weniger. Und dann das Gejammer. Und es ist genauso wie duftpapst2 gerade geschrieben hat. Es wird nachgekauft. Nachkaufen ist gegenüber einem Einstieg in ein anderes (aussichtsreicheres) Papier, immer die schlechtere Option, nachweislich. Nur die „Verschworenen Kenner“ der Materie kleben auf ihren Entscheidungen und verteidigen diese, man ist versucht zu sagen: „Bis in den Tod“.
Wenn dann noch die Moralkeule geschwungen wird, dann wird es ja wirklich lächerlich. Es glaubt doch niemand, dass der Handel an der Börse irgendetwas mit Moral (was immer das ist) zu tun hat. Hier geht es simple um Geld und aus. Dafür gibt es Regeln und die werden eben ausgereizt. Wem das nicht gefällt (dafür gibt es viele Gründe), der soll dann seine Stimme erheben.
Aber eine Aktie wie Conergy täglich gesund beten, wird demjenigen seine Verluste auch nicht mehr zurück bringen!
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