der Negativzinsen ganz gut erklärt. Aufgrund der relativen Bonitätsstärke der deutschen Geldmarktpapiere und der schnellen ziemlich kursstabilen Handelbarkeit dieser Titel, können die Investoren schnell und kursschonend aus den Papieren wieder heraus. Im Falle steigender Marktrenditen kann unter Umständen auch noch ein kleiner Kursgewinn entstehen, der den jetzt zu zahlenden Negativzins schnell wieder ausbügeln kann.
Fazit: Da die deutschen Geldmarkttitel gut handelbar sind, momentan als kursstabil angesehen werden und bei weiter fallendem Zinsniveau ein kleiner Kursgewinn winkt, sind die Investoren momentan bereit, auch einen minimalen Negativzins in Kauf zu nehmen, da das Vertrauen in Kurzfristanlagen von europäischen Banken oder anderen europäischen Staatsschuldner momentan scheinbar absolut am Boden liegt. Ich weiß nicht, ob eventuell auch deflationäre Tendenzen eine Überlegung sein können. Die Japaner hatten, glaube ich, in den 80ern auch schon einmal Negativzinsen, da man sich nicht mehr sicher war, angelegte Gelder fristgemäß bei Banken zurückzubekommen. Der letzte Satz ist aber ohne Gewähr, dass muss ich erst einmal nachprüfen bei Gelegenheit. Ich glaube, dieses Jahr wird nochmal richtig lustig. Die Krise ist in meinen Augen noch nicht vorbei und ausgestanden.
Hätten Analysten ein Loch im Kopf, könnten sie wenigstens als Nistkasten dienen!