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Hi, vielleicht kann mir hier jemand ne Antwort geben auf folgende Frage:
es wurde diskutiert, dass die Aktien vermehrt nachgefragt würden, wenn der Staat sie verkauft. Ich glaube es sind 7,7 Mrd. in Aktien (vielleicht auch mehr, auf jeden Fall n Haufen Zaster), die sie damals für nen guten Kurs gekauft haben und jetzt mit Gewinn verkaufen wollen.
Ist es nicht so: Der Staat bietet Aktien, aber die Nachfrage ist zu dem Kurs nicht so groß, also muss der Staat auch auf Gebote reagieren, die unterhalb des momentanen Kurs sind. Voraussichtlich wird also er Kurs erst mal fallen.
Ich bin nich so gut in Logik, also sobald euch ein Fehler auffällt, bitte sofort melden. Das hilft mir dann, die Situation besser zu verstehen.
Also der Staat will bis Ende des Jahres sein ganzes Aktienpaket abstoßen, das schien mir jetzt beschlossene Sache zu sein, stimmt das?
Der Staat will auch auf die momentane Marktlage Rücksicht nehmen.
Was heißt das konkret? Dass sie nicht verkaufen solange es Citigroup schlecht geht?
Sollte die Citigroup aber ne Talfahrt hinlegen (Quartalszahlen), dann geht der Staat eher langsamer als schneller raus, oder?
Manche schreiben hier, dass Privatanleger (also Institutionen mit nem haufen Zaster) in der nächsten Zeit diese Papiere, die der Staat verkauft, vermehrt nachfragen werden.
Warum sollten sie das genau tun, wenn sie die Papiere bisher auch nicht nachgefragt haben?
Okay, also nochmal zusammengefasst:
Der Staat will das Zeug loshaben und verkauft auch mal zu nem etwas schlechteren Kurs.
Der Großanleger war auch bisher garnicht interessiert, zu kaufen.
Sollte er nun wirklich einkaufen wollen, dann bietet er doch nen ganz schlechten preis und der staat geht auf jeden fall drauf ein.
Würde das nicht heißen, dass der Aktienkurs in diesem Jahr nicht wesentlich steigt, sondern eher sinkt bzw. dass dieses ständige Auf und Ab dieses Jahr noch weiter geht?
jetzt verkaufen, warten, kaufen, warten, verkaufen etc....
das könnte sich ja jetzt noch ein ganzes Jahr hinziehen.
Oder?
also die Meldung bezüglich Warren Buffet würde ich zunächst mal dem 1. April zuschreiben, denn Buffet hat ganz spezielle, strenge Kriterien für Aktieninvestments und es ist fraglich, ob die citi derzeit alle erfüllen kann- aber wenn er irgendwann einsteigt, wird das das Signal schlechthin für alle institutionellen Anleger sein.
@papierchen- man muss wissen, dass für gewöhnlich täglich einige 100 Millionen citi- Aktien alleine in New York gehandelt werden- wenn über 7 Mrd Papiere verkauft werden sollen, dann braucht man einen professionellen Broker (Morgan Stanley), der täglich immer nur so viele Aktien zusätzlich in den Markt stellt- und zwar jeweils zum richtigen Zeitpunkt, wie es auf der Kaufseite auch problemlos verkraftet werden kann. Der Kurs wird sich bis zum vollständigen Verkauf aller Tranchen eher seitwärts entwickeln und darüber hinaus weniger volatil sein, als bisher- jedenfalls meiner Meinung nach. Diese damit verbundene relative Kurssicherheit wird von vielen institutionellen Anlegern genutzt werden. Und diese Käufer großer Aktienpakete werden sich zudem untereinander sehr genau im Auge behalten- und wenn dann einer gleich in Milliardenhöhe zuschlägt...... . Aber der wird vielleicht gesondert mit dem Staat verhandeln- und eventuell außerhalb des Marktes mit einem Rabatt kaufen.
das mit dem Verkaufen, um bei einem tieferen Kurs wieder einzusteigen, würde ich speziell bei der citi nicht mehr wagen wollen, denn während alle Risiken im Kurs eingepreist sind- und ein Rückkauf bei einem etwas niedrigerem Kurs ohnehin nicht sooo viel bringen- es sei denn, man bewegt 10.000 und mehr Papiere absichern, kann in der Zukunft jeden Tag die Meldung kommen, dass der Staat einen besonderen deal mit einem Großinvestor ausgehandelt hat, oder dass der Verkauf früher abgeschlossen wierden kann, als beabsichtigt, oder ähnlich gute Nachrichten, von denen jede für sich, den Kurs der Aktie deutlich nach oben heben könnte- und dann wäre man eben mit der Anzahl der verkauften Papiere nicht mehr dabei. Aber wer sich halt diesen Kick geben will...., warum nicht- ich wünsche viel Glück dabei.
Der HB- Artikel war mal eine schöne Zusammenfassung von dem, was hier tatsächlich schon seit Dezember 2009 ab und an (gegen viel Widerstand übrigens) prognostiziert wurde.
@ aktiennase.
Vielen Dank für Deine Antwort. Einiges ist jetzt klarer. Allerdings schriebst du:
"Der Kurs wird sich bis zum vollständigen Verkauf aller Tranchen eher seitwärts entwickeln und darüber hinaus weniger volatil sein, als bisher- jedenfalls meiner Meinung nach. Diese damit verbundene relative Kurssicherheit wird von vielen institutionellen Anlegern genutzt werden."
Warum ist sowas für institutionelle Anleger interessant? Das verstehe ich nicht.
- nichts ist so schlecht für den Aktienmarkt, wie Unsicherheit- gleiches trifft für die großen institutionellen Anleger und Vermögensverwalter zu- hinsichtlich der citi ist nun mit der Ankündigung des Verkaufes der Staatsanteile und auch des Zeitraumes, in dem das paasieren soll, nahezu jede Unsicherheit weg- sind die Papiere verkauft, wird das Unternehmen wieder völlig eigenständig und unbeeinflusst agieren können. Dadurch, dass die große Stückzahl vorsichtig in kleineren Tranchen plaziert werden wird, wird das dem Kurs zu relativer Stärke, sprich geringer Volatilität verhelfen- bei geringer Nachfrage hält man Aktien zurück, bei großer Nachfrage, wird diese durch entsprechende Verkäufe aus dem Staatsanteil befriedigt. Das wissen diese Anleger genau- und werden also völlig entspannt in den nächsten Monaten einkaufen können. Und kaufen werden sie, weil nun die weitere positive Entwicklung der citi quasi nicht mehr zu verhindern ist und somit nach dem Verkauf des Staatsanteiles wesentlich höhere Kurse zu erwarten sind. Und sie haben sich vorab eher zurückgehalten, weil sie gegenüber ihren Kunden rechenschaftspflichtig sind und gegebenenfalls hätten erklären müssen, wieso sie die Gelder ihrer Klientel in ein (noch) unsicheres Unternehmen investieren. Jedenfalls ist das meine Meinung.
:-) danke nochmal für diese ausführliche Anwort!
Glaubst Du, die Aktie kann sich verzehnfachen?
also diese großen aktienpakete werden nicht über die börse gehandelt....aber was ist das dann, was da abgebildet ist als kurs?
sind das die kleinanleger, die da handeln?
wer beeinflußt denn den kurs?
...ja ich weiß ich nerve bestimmt schon, aber diese Nachricht verunsichert mich doch:
"New York, NY (aktiencheck.de AG) - Die Citigroup Inc. hat am Dienstag bekannt gegeben, dass Edward Skyler, der stellvertretende Bürgermeister von New York, künftig für das Unternehmen arbeiten wird.
Einer Unternehmensmeldung zufolge wird Edward Skyler das neu geschaffene Amt des Executive Vice President im Bereich Global Public Affairs Anfang Mai übernehmen. In dieser Funktion werde er sowohl die interne als auch externe Kommunikation leiten und für einen effektiven und nachhaltigen Dialog mit der Öffentlichkeit, Regierungen und Investoren sorgen. Dabei wird er Citigroup-CEO Vikram Pandit direkt unterstehen."
Heisst das jetzt doch Chapter 11?
Edward Skyler ist einfach eine Person mit unheimlichen Einfluss auf einen für die citi maßgeblichen Personenkreis (in Politik, Industrie und Gesellschaft)- ergo sehr, sehr nützlich.
Wenn Teile des Aktienbestandes des Staates nicht über die Börse gehandelt werden, was zwar so nicht mitgeteilt wurde, aber durchaus möglich ist, dann erfolgt in diesen Fällen schlicht ein Eigentumsübertrag- so, als würde ich dir mein Auto ohne Händler verkaufen. Der neue Eigentümer wird der citi benannt, und in den Registraturen umgetragen- Aktienbestände liegen in der Depotbank ja nicht als einzelne Scheine rum, sondern existieren als Datenblatt. Auf die Kursbildung an der Börse hat so ein Eigentumsübertrag keinen Einfluss- die Kurse dort werden immer durch Vermittlung zwischen Verkäufer an der Börse und Käufer an der Börse gebildet, bzw. wenn das nicht möglich ist, getaxt.
ob sich die citi- Aktie verdoppelt oder verzehnfacht- ist zunächst mal eine Frage der Relation zwischen Unternehmensgewinn und Aktienzahl und dann natürlich eine Frage der Zeit. Ohne RS halte ich auf Sicht von 12 Monaten einen Kurs zwischen 6 und 10 Dollar für durchaus erreichbar- Bedingung- siehe oben!
http://www.cnbc.com/id/36116922/for/cnbc/
Aus dieser Nachricht kann man entnehmen, dass sowohl der direkter Verkauf an der Börse elektronisch als auch andere Verkaufsvarianten(auch außerbörslich) vorgesehen sind.
Es ist sogar so dass Morgan Stanley vielmehr verdient, wenn Sie es nicht an der Börse elektronisch platzieren.
Treasury will pay Morgan Stanley $0.003 for each Citi share sold electronically and $0.0175 for each share sold otherwise.
prima- ich danke dir- den Artikel kannte ich noch nicht, mir war lediglich klar, dass es nicht verboten ist, jemandem, der anklopft und einen entsprechenden deal aushandeln kann- seine Aktien zu übertragen.
Irgendwie habe ich das Gefühl, als würden wir diesbezüglich wirklich noch eine positive Überraschung erleben- spannend ist es allemal, stimmts?
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