NEW YORK (dpa-AFX) - Die Bank of America (Profil) will einem Zeitungsbericht zufolge Teile der erhaltenen Staatshilfe zurückzahlen.
Es gehe zunächst nur um die 20 Milliarden Dollar, die die Bank of America im Zuge der Übernahme von Merrill Lynch erhalten habe, schreibt das "Wall Street Journal" am Dienstag unter Berufung auf Kreise. Außerdem wolle die Großbank auch andere Abkommen mit dem Finanzministerium beenden, um sich aus dem Griff von Regulierung und Kongress zu befreien. Mit der Rückzahlung der 20 Milliarden Dollar könnte die Bank den Kreisen zufolge unter Umständen das Stigma des "außerordentlichen" Hilfsempfängers ablegen. An der Bezeichnung hängt eine strengere Beobachtung der Bank und ihrer Vorstandsgehälter durch Kongress und Regulierungsbehörden. Ganz einig seien sich Verhandlungsparteien allerdings noch nicht, hieß es in den Kreisen. Unter Umständen müsse die Bank auch erst noch jeden Cent der insgesamt 45 Milliarden Dollar zurückgeben, mit der sie von der US-Regierung gestützt wurde. Für ein Abkommen, unter dem die US-Regierung sich an Wertpapier-Verlusten beteiligte, soll die Bank of America außerdem bis zu 500 Millionen Dollar zahlen. Der Staat hatte der Bank im Zuge der Merrill-Lynch-Übernahme im Januar zugesagt, sich an Verlusten aus einem rund 118 Milliarden Dollar schweren Wertpapierportfolio zu beteiligen - allerdings zu zu teuren Bedingungen. Allein die Dividende für die Vorzugsaktien, die das US-Finanzministerium damals erhalten hatte, koste die Bank of America jährlich 320 Millionen Dollar./gr/zb/nl
