.... bin ich wie du:
Geil darauf den richtigen Weg an der Börse zu finden. Geil darauf, im Wettbewerb zwischen Käufen und Verkäufen zu bestehen und geil darauf mich von anderen dafür bezahlen zu lassen (mein Gewinn ist der Verlust eines Anderen).
Wie du lese ich, lerne ich, trainiere ich,...., wie du verliere ich.
Ich habe dir bereits einige Kommentare in deinen Thread geschrieben und denke, dass die Einsicht der Sinnhaftigkeit eines Stop-Losses dich irgendwann auch noch erreichen wird.
Wenn ich mir herausnehme deinen Gefühlszustand zu beurteilen, dann erging es mir genauso vor 8 Wochen.
Um nicht verrückt zu werden, habe ich mir geschworen 6 Wochen nicht zu traden. Damit meine ich nicht, keine Börse zu verfolgen. Sondern zu beobachten und NICHT zu handeln. Denn blinder Aktionismus ist das Schlimmste ander Börse. Ich schwor mir, dass ich nur wenn ich diese 6 Wochen aushalte (das Jucken in den Fingern überstehe) in der Lage bin, etwas ruhiger weiterzutraden. --- Es hat geklappt und ich fühle mich wesentlich besser. Distanz zu dir selber kann eine weitreichende Erfahrung sein.
Jetzt werde ich dreist: Deine letzte Erkenntniss (gewinne 1x in beide Richtungen) ist blinder Aktionismus in seiner reinsten Form!!!!!!
Erklärung:
1. Wie wilslt du 2x gewinnen, wenn du es schon in eine Richtung nicht schaffst?
2. Theoretisch kannst du sofort 1x long und 1x short auf einen Wert gehen und pyramidisierst dann. Aber wie definierst du das "dann"..., wann erhöhst du warum deine Einsätze? Kneisl, du musst dir Regeln aufstellen, klare eindeutige mathematische Gesetzte. Anstelle long UND short solltest du neutral bleiben (spart dir die Gebühren!) und erst traden wenn die Richtung erkannt ist!
Ein beispiel:
K+S liegt bei 56, deine Meinung ist long. Du machst also einen Papiertrade(!). Bestätigt sich der Trade mit 5% PLUS eröffnest du einen Realtrade. Läuft der Papiertrade ins Minus, so denkst du über deine Annahmen nach, sowie über einen evtl. Shorteinstieg.
Also: 1. Meinung bilden
2. Im inneren den Trade eröffnen (Papiertrade)
3. Bei Bestätigung des Trades (5% Gewinn) einen Realtrade ausführen. Somit hättest du Regeln für den Einstieg, aber Gewinne entstehen erst durch richtigen Ausstieg (und darin liegt die Kunst). Ich bin kein Ausstiegskünstler und wähle den langweiligen und simplen trailing-Stop....
Ich bleibe bei dem, was ich dir seit jeher sage: Erst wenn du Verluste als Teil des Spiels akzeptierst, erst wenn du die Verluste beherrscht (sie niedrig hälst und Super-Gaus ala Margin Call für VW-Wahnsinn der Vergangenheit angehören), erst wenn du innerlich bereit bist zu verlieren, wirst du auch gewinnen.
In diesem Sinne weiterhin alles Gute.
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Ein permanentes Schwimmen gegen den Strom führt an der Börse nicht zum Erreichen der Quelle sondern unweigerlich zum Ertrinken.