Ich habe den CC gehört.
Du irrst in eingen deiner Ausführungen. Generell gebe ich dir recht, auch ich war von dem Quartalsbericht massiv enttäuscht.
Falsch ist allerdings, wenn du behauptest, Centrosolar würde nicht wachsen. Das mag am Bruttoergebnis liegen da hat Centrosolar verloren, nicht aber an der MW-Leistung, die ist gewachsen.
Die US-Tochter ist sogar richtig gut gelaufen, ist in Arizona bei den Projektierern Marktführer.
Grund für die Umsatzschwäche ist, Centrosolar hat nicht solch massive Inventarposten aufgebaut wie andere Anbieter und bietet diese, um Liquidität zu generieren, zu Kampfpreisen ihre Moduke auf dem Markt an. Die Modulpreise sind laut Centrosolar im letzten Quartal allein um 17% noch einmal gefallen.
Dazu fügt Kirsch an, würden insolvente Hersteller wie Q-Cells nun unter Insolvenzrecht wettbewerbsverzerrend produzieren, da ja Forderungen gestundet werden und Gehälter nicht mehr vom Unternehmen sondern aus Nürnberg gezahlt werden. Da können die mit ganz anderen Stückkosten produzieren und ihre Produktion mit Kampfpreisen anbieten und laut Insolvenzverwalter noch operativen Gewinn vermelden - allerdings eben nur drei Monate lang. Das Thema ist also zeitlich begrenzt.
Es gab bei der Präsentation auch einen Chart in dem im Vergleich Q1/11 zu Q1/12 die Ebit-Margen der internationalen Peer-Group benannt wurden. Da ist Centrosolar mit +7 auf -4% noch am wenigsten gebeutelt. Die Einsparungsprogramme zeigen da im Vergleich zu den Konkurrenten wirkung, die teilweise von +10% auf -15% eingebrochen sind (ich glaube Solarworld war ein solcher Fall...)
Da sie bis auf die Abschreibung auf Q-Cells offenbar Zellen nicht über langfristige Lieferabkommen beziehen, sondern auf dem Spotmarkt einkaufen, können sie nun von dem schon bei Polysilicium angefangenen Preisverfall am meisten profitieren.
Ein weiterer Punkt bei dem schlechteren Ergebnis: Die börsennotierte Anleihe musste erstmals mit Kupon (3,5 Millionen Euro) bedient werden und ca. 300.000 Euro waren Abschreibungen auf die Vorzahlungen an Q-Cells.
Dadurch sieht das Ergebnis schon wieder etwas besser aus. Damit will ich hier nichts rosarot sehen, aber ich warte mal das nächste Quartal noch ab, ob dann schon die von Kirsch in Aussicht gestellte Besserung in Sicht ist, zumal er von einem ermutigenden April gesprochen hat und der Preisverfall derzeit nicht mehr in dem Tempo weiter zu sehen ist, wie es bislang für Module war.
Und wenn man nun als Kapitalanlage Strom selbst für ca. 20c / KW errichten kann, mag das für manche Betriebe (sagen wir kleine Molkereien mit entsprechend Strombedarf oder Schwerreiche mit eigenem beheizten Swimming Pool) auch ein Argument für Dachanlagen sein,.