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Bush flirtet mit dem Nuklearfeuer


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DeathBull:

Bush flirtet mit dem Nuklearfeuer

 
21.06.02 06:54
Bush flirtet mit dem Nuklearfeuer

Von Severin Weiland

Mit Hochdruck arbeitet der Nationale Sicherheitsrat der USA an einer neuen Sicherheitsdoktrin. Sollte Präsident George W. Bush sie umsetzen, könnten amerikanische Truppen künftig mit konventionellen und nuklearen Waffen auch präventiv gegen Terrorstaaten vorgehen.

 
REUTERS

Berlin - Als George Bush im Mai vor dem Bundestag in Berlin sprach, hatte er für die Abgeordneten aus Deutschland eine eher verschwommene Botschaft parat. Wenn die Welt die "neue totalitäre Bedrohung" ignoriere, "fordern wir zu einer Art Erpressung auf und bringen Millionen von Bürgern in ernsthafte Gefahr".
Was der US-Präsident im Reichstag damals noch nebulös umschrieb, nimmt in diesen Wochen konkrete Formen an: Die USA sind dabei, ihre auf dem Kalten Krieg aufbauende Sicherheitsdoktrin einschneidend zu verändern. Nicht mehr die gegenseitige Abschreckung mit konventionellen und nuklearen Waffen steht im Mittelpunkt. Die beiden Stichworte der neuen Strategie, die derzeit vom Nationalen Sicherheitsrat erarbeitet und dem Präsidenten voraussichtlich im August vorgelegt wird, lauten: "Pre-emptive Action" und "Defensiv Intervention".

US-Truppen könnten demnach sowohl mit konventionellen als auch nuklearen Mitteln präventiv gegen Staaten vorgehen, die aus Sicht Washingtons eine Bedrohung durch atomare, biologische oder chemische Waffen darstellen. Direkte Interventionen bis hin zu einzelnen Kommandoaktionen und zivilen Druckmitteln sollen zu einer Strategie gebündelt werden. Es gehe um ein "breites Konzept", betont die Sicherheitsberaterin des Präsidenten, Condoleezza Rice.

Umrisse seiner neuen Doktrin hatte Bush auf einer Veranstaltung der Militärakademie in West Point Anfang Juni preisgegeben. "Unsere Sicherheit verlangt eine Transformation des Militärs, welches Sie führen werden - einer Streitmacht, die bereit sein muss, in kürzester Zeit in jeder dunklen Ecke der Welt zum Einsatz zu kommen." Notfalls, so Bush weiter, müsse das Militär bereit sein, "für unsere Freiheit und die Verteidigung unseres Lebens präventive Aktionen durchzuführen".

Der Irak als erstes Opfer der Bush-Doktrin?

Bushs Ankündigung überrascht nicht. Die Rolle des US-Militärs wird - nicht erst seit dem 11. September - seit geraumer Zeit überdacht. Nur das Tempo, mit dem an die Neuformulierung der Doktrin gegangen wird, hat sich seit den Terrorangriffen gegen die USA beschleunigt. Seit Monaten spekulieren Analysten und Medien in den USA in aller Offenheit über einen Militärschlag gegen den Irak. In immer neuen Varianten wird dabei von der Bush-Regierung die Rechtfertigung für einen Angriff in die Öffentlichkeit gestreut: Diktator Saddam Hussein, den Bushs Vater 1990 während des Golfkrieges aus Angst vor einem Zerbrechen der arabischen Alliierten schonte, sei eine der Hauptgefahrenquellen für die Welt.

In öffentlichen und privaten Reden formulierte Bush in den letzten Monaten seine neue Sicherheitsdoktrin: Die USA wüssten zwar nicht mit letzter Sicherheit, ob Saddam Hussein bereits über biologische und atomare Waffen verfüge. Die Vorsicht gebiete es aber, so zu tun, als hätte er sie bereits.

Erstschlagsideen bereits in den sechziger Jahren

Es gebe Zeiten, ergänzte jüngst Sicherheitsberaterin Rice Bushs Gedankengänge, da könne man nicht einfach darauf warten, "angegriffen zu werden, sondern müsse selbst zuschlagen". Auch wenn Rice offiziell erklärt, es gebe keine konkreten Länder, auf die sich die neue Doktrin beziehe - Kommentatoren in den USA sprechen offen aus, dass der erste Adressat der Bush-Doktrin der Irak sein wird.

Überlegungen, mit einem Ersteinsatz einer möglichen Gefahr zuvorzukommen, sind in der US-Geschichte keineswegs neu. Vor 40 Jahren, während der Kuba-Krise, drängten US-Militärs den damaligen Präsidenten John F. Kennedy, die im Aufbau befindlichen atomaren Raketenbasen der Sowjets auf Kuba zu bombardieren. Kennedy widerstand den Forderungen seiner Militärs - und entschied sich stattdessen, über Kuba eine Blockade zu verhängen. Sein Gegenspieler im Kreml, Nikita Chruschtschow, gab in dem Nervenkrieg nach - die sowjetischen Schiffe mit den Raketen drehten ab, ein atomares Inferno war verhindert worden.

Pearl Harbour als Trauma

Die Idee, Staaten durch einen Präventivschlag unter Druck zu setzen, geisterte auch unter Kennedys Nachfolger Lyndon B. Johnson durch die Korridore des Weißen Hauses. Der Mann aus Texas erwog, China anzugreifen, um so Mao Tse-tung an der Entwicklung atomarer Waffen zu hindern. Die Pläne wurden fallengelassen.

Tief sitzt bis heute in den Vereinigten Staaten das Trauma von 1941, als japanische Kampfflugzeuge am 7. Dezember einen Großteil der amerikanischen Pazifikflotte außer Gefecht setzten. Der 11. September 2001 hat diese Urangst wieder aufkommen lassen: Kaum eine Fernsehsendung in den USA, die neben den einstürzenden Türmen von New York nicht auch die Bilder der brennenden US-Schiffe im Hafen von Pearl Harbour zeigte.

 
AP

Die Angriffe vom 11. September gegen New York und Washington haben die Überarbeitung der US-Militärdoktrin nicht erst ausgelöst - sie haben sie nur beschleunigt. Dreimal in der Woche trifft sich Bush mit seinen engsten Sicherheitsberatern - wiederholt sei dabei über die Ausarbeitung einer präventiven Strategie debattiert worden, schrieb kürzlich die "New York Times".

Im Januar hatte Bush in seiner "State of Union"-Rede einen Hinweis gegeben, als er den Iran, Nordkorea und den Irak als "Achse des Bösen" bezeichnete. Die USA würden es nicht zulassen, von diesen Ländern mit Massenvernichtungswaffen bedroht zu werden. Im März zitierte dann die "Los Angeles Times" aus einem 56-seitigen Geheimpapier des Pentagon, das den Einsatz von so genannten Mini-Nuklearbomben vorsah. Zwar dementierte US-Außenminister Colin Powell umgehend, dass es dementsprechende Pläne gebe - doch die öffentliche Debatte war damit eröffnet und nimmt seitdem kein Ende. So wird auch in diesen Wochen im Zusammenhang mit der neuen Doktrin der Einsatz von Nuklearwaffen nicht ausgeschlossen. Ein Dementi gibt es nicht.

Die neue Doktrin hätte unabsehbare Folgen für die internationale Staatengemeinschaft. Denn völlig unklar sind die Antworten auf die Fragen: Auf welcher Grundlage will der US-Präsident bestimmen, wann eine Gefahr mit einem unangekündigten Militärschlag begegnet wird? Auf welche Quellen stützt er sich dabei? Und wird eine solche Doktrin noch vom "Recht auf Selbstverteidigung" in der Uno-Charta gedeckt?

Folgt die Nato der neuen Doktrin?

Unklar ist auch, welche Rolle die Nato im Gefüge der neuen Doktrin noch spielen würde. Erst 1999 hatte sie in ihrem "Neuen Strategischen Konzept für die Allianz" die alte Strategie bestätigt, wonach Nuklearwaffen nur als allerletztes Mittel und im äußersten Notfall zum Einsatz kommen sollen. Wenn die USA aber künftig Mini-Nuklearbomben zum Ausräuchern von Terroristenhöhlen nicht ausschließen - gilt dann noch die Nato-Doktrin? Koppeln sich die USA von ihren europäischen Verbündeten ab? Oder folgen diese notgedrungen der neuen Bush-Doktrin?

Im vielstimmigen Chor der Ansichten, die derzeit aus den USA zu vernehmen sind, ist ein schlüssiges Konzept noch nicht auszumachen. US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld erklärte Anfang Juni auf einer Nato-Konferenz in Brüssel, die Allianz könne künftig nicht länger darauf warten, bis "absolute Beweise" vorlägen, um gegen terroristische Gruppen oder Länder mit Massenvernichtungswaffen vorzugehen. Condoleezza Rice wiederum fällt die Rolle zu, die Aufregung zu zügeln, die die Überlegungen aus dem Weißen Haus auslösen. Gegenüber der "New York Times" nannte sie die Kuba-Krise von 1962 als Beispiel eines breiten Ansatzes: Die damalige US-Regierung "stützte sich auf eine präventive Strategie, aber nutzten keine militärische Macht und ermöglichten so den Sowjets den Abzug".

 
AFP/DPA

Indische Truppen an der pakistanischen Grenze: Wer folgt der neuen US-Doktrin?


Doch die Ausgangslage von 1962 unterscheidet sich grundsätzlich von der von 2002. Eine Reihe neuer und heimlicher Nuklearstaaten sind seitdem hinzugekommen. Was geschieht, wenn andere Atommächte die US-Doktrin kopieren? Peter Galbraith, Professor am National War College und Befürworter eines präventiven Krieges mit konventionellen Waffen gegen den Irak, weist voller Besorgnis auf Südasien, wo Pakistan und Indien im Streit um Kaschmir mit dem atomaren Feuer spielen: "Sollte Indien die amerikanische präventive Doktrin übernehmen, riskiert es einen Nuklearkrieg, mit zerstörerischen Konsequenzen für die Welt."



Bush flirtet mit dem Nuklearfeuer 698410
DeathBull:

Weltgericht ja, aber nur für andere

 
21.06.02 06:55
Die Vereinigten Staaten haben im Weltsicherheitsrat einen eigenwilligen Resolutionsentwurf eingereicht. Danach unterstützen sie die Schaffung eines Internationalen Strafgerichtshof - aber nur, wenn Amerikaner davor Immunität haben. Ihre Forderung unterstrichen die USA mit einer Drohung an die Uno.

 
REUTERS

Nicht für meine Amerikaner: US-Präsident Bush hält nichts von dem Internationalen Strafgerichtshof


New York - Indirekt drohten die USA mit einem Rückzug aus Friedensmissionen der Vereinten Nationen, sollten sich die Uno ihrem Wunsch entgegenstellen. Der stellvertretende US-Botschafter Richard Williamson erklärte am Mittwoch in New York, Washington werde US-Bürger während Uno-Friedensmissionen nicht dem Zugriff des Strafgerichtshofs aussetzen.
An dieser Haltung werde sich nichts ändern. "Die Quintessenz ist, dass die Vereinigten Staaten US-Bürger keiner Gefahr aussetzen werden." Der Schutz vor Festnahme und Verfolgung durch das Gericht soll sich nach dem Willen der USA auf alle Teilnehmer - auch Nicht-Amerikaner - an Missionen erstrecken, die vom Uno-Sicherheitsrat gebilligt wurden. Dies würde auch für die Teilnahme an Einsätzen wie in Bosnien und im Kosovo oder die Schutztruppe in Afghanistan gelten.

Der Sicherheitsrat reagierte zurückhaltend auf den Vorstoß der USA. Der norwegische Uno-Botschafter Ole Peter Kolby erklärte, der Rat werde sich bemühen, auf die US-Bedenken einzugehen. "Ich weiß aber nicht, ob das möglich ist", fügte er hinzu. Der kolumbianische Botschafter Alfonso Valdivieso sagte, der Antrag der USA untergrabe den Geist und die Formulierungen des Vertrags zur Schaffung des Gerichtshofs. Der Direktor des Programms für Internationale Justiz der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch, Richard Dicker, erklärte, die USA versuchten nun, durch die Hintertür zu bekommen, was sie bei den Verhandlungen über die Schaffung des Gerichtshofs nicht erreicht hätten: eine Ausnahme für US-Bürger. `"Diese Art von Immunität widerspricht dem einfachsten Rechtsprinzip, nämlich dass das Gesetz für jedermann gleichermaßen gilt."

Der 1998 in Rom ausgehandelte Vertrag wurde inzwischen von genügend Uno-Mitgliedsländern ratifiziert, um am 1. Juli in Kraft zu treten. Der frühere US-Präsident Bill Clinton hatte sich seinerzeit der Idee eines Internationalen Strafgerichts für Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit angeschlossen. Das entsprechende Abkommen wurde während seiner Regierungszeit aber nicht mehr dem Senat zur Billigung vorgelegt.

Clintons Nachfolger George W. Bush hatte sich von Anfang an gegen das neue Rechtsgebilde ausgesprochen. Die USA haben stets befürchtet, amerikanische Soldaten könnten dort aus politischen Motiven heraus willkürlich angeklagt werden. Die Befürworter des Strafgerichtshofs weisen jedoch darauf hin, dass der Vertrag dem Gericht nur dann die Rechtsprechung über Bürger eines anderen Staates einräumt, wenn dieser sich weigert, einem Verdacht nachzugehen


Bush flirtet mit dem Nuklearfeuer 698411
DeathBull:

Ist Bush gefährlicher als Bin Ladin ?

 
21.06.02 06:57
Pate100:

dieser Mann ist doch ein absoluter krank

 
21.06.02 10:27
im Kopf!!! ist ja unglaublich der Artikel!! Wenn distanziert sich Europa endlich
von diesem fanatischen Drecksstaat?? Die welt kann nur hoffen das dieser Penner nicht wieder gewählt wird sonst kanns echt eng für den weltfrieden werden.
besonders erschreckend fand ich diesen Teil: "Die USA wüssten zwar nicht mit letzter Sicherheit, ob Saddam Hussein bereits über biologische und atomare Waffen verfüge. Die Vorsicht gebiete es aber, so zu tun, als hätte er sie bereits."
Bedeutet das jetzt das wenn die scheiss Ammis einen staat auf der schwarzen Liste haben, sei es aus politischen Gründen oder wirtschaftlichen Gründen(z.B Öl,gas...), das sie ohne jegliche beweise diese land Angreifen dürfen?? wo soll das hinführen? Ich bin sehr gespannt wie sich Europa verhällt!

so und jetzt bin ich mal gespannt wieviele schwarze ich dafür bekomme...:-) (zu dehnen ich aber 1000% ig stehe!)
Antworten
Homer S:

deutschland....

 
21.06.02 10:34
wird mit seiner erstklassigen regierung bestimmt wieder uneingeschränkte solidarität bekunden.
man muß sich nur wundern was aus diesen postkutschenräubern geworden ist.

gruß
homer
Antworten
Kicky:

Persilschein

 
21.06.02 10:45
Persilschein

Amerikaner müssen etwas gleicher sein: Wenn es nach den Vorstellungen der Amerikaner ginge, wäre vor dem internationalen Gerichtshof ein gültiges US-Personaldokument wirksamer, als es ein Rechtsschutzbrief je sein könnte

Von Karl Grobe

Bei der Bewältigung des NS-Regimes kam leichter davon, wer sich schriftlich bestätigen lassen konnte, dass er an den Untaten des Regimes nicht beteiligt war, obwohl er dieser oder jener Organisation angehört hatte. Ein solches Papier nannte man damals wegen seiner politischen Reinigungskraft einen Persilschein. Es gab auch Missbrauch. Das ist Geschichte.

Die USA verlangen nun - ohne dass man sie im Entferntesten mit jenem System des Verbrechens vergleichen kann - den Persilschein vorweg. Sie wollen vom Sicherheitsrat garantiert haben, dass keiner ihrer Bürger, der an UN-Einsätzen ziviler und militärischer Art beteiligt ist, vom Internationalen Gerichtshof belangt werden kann, wenn es allen guten Vorsätzen zum Trotz etwa doch zu Kollateralschäden kommen sollte. Stimmt der UN-Sicherheitsrat zu, so ist ein gültiges Personaldokument der USA wirksamer, als es ein Rechtsschutzbrief je sein könnte. Anders als ein Ablass schützt es vor dem (fehlbaren?) irdischen Richter. Den wollen George W. Bush und seine Leute sowieso nicht über sich wissen.

Der Gerichtshof nimmt am 1. Juli seine Arbeit auf. Er wird auch Verstöße gegen die militärisch-technischen Abkommen ahnden, welche neben anderem die Rechtsstellung von UN-Personal in Uniform regeln. Sie gewähren Vorrechte, wahren aber den Gleichheitsgrundsatz. Nur Amerikaner müssen etwas gleicher sein.

Wenige Tage, bevor der Internationale Strafgerichtshof (ICC) am 1. Juli seine Arbeit im niederländischen Den Haag aufnehmen wird, haben die USA ihren Widerstand verschärft: Washington fordert Immunität für Friedenstruppen mit UN-Mandat und droht, sich anderenfalls nicht mehr an solchen Missionen zu beteiligen.
WASHINGTON/FRANKFURT A. M., 20. Juni. Da die US-Regierung eine Zuständigkeit des ICC für US-Bürger generell und vor allem für im Ausland eingesetzte Soldaten bestreitet, musste es wegen der UN-Friedensmissionen fast zwangsläufig zum Streit kommen. Nun hat Washington das Thema anlässlich der anstehenden Verlängerung des Bosnien-Einsatzes im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen vorgebracht: Die USA, die an der Bosnien-Truppe mit 46 Polizisten beteiligt sind, wollen einer Mandatsverlängerung nur zustimmen, wenn ihre Einsatzkräfte vor einer möglichen Strafverfolgung durch den ICC geschützt werden. "Wir werden keine amerikanischen Frauen und Männer bei Friedenseinsätzen haben, wenn sie dabei der Reichweite des Internationalen Strafgerichtshofs ausgesetzt sind", sagte der US-Vertreter im Sicherheitsrat, Richard Williamson.
frankfurter Rundschau heute
Antworten
pusherman:

@Pate100

 
21.06.02 10:47
Der Einzige der krank im Kopf ist bist Du. Es ist wirklich beängstigend wie ein grosser Teil im Board hier über die Amis denkt. Ihr verbreitet eine Panik, die ich einfach nicht nachvollziehen kann. Aber schreibt doch was ihr wollt, ich werde heute mit meinen amerikanischen Freunden feiern. Bin halt naiv und blauäugig und total verblendet und habe von Politik und der Welt im allgemeinen keine Ahnung.
Mein Gott ist das hier ein Board. Mein Gott seid ihr teilweise drauf. Echt unglaublich. Warum schreibe ich überhaupt noch irgendwelche Postings hat sowieso keinen Zweck.
Hiiiiiiiiiiiiiiiiiilfe!!!


Pusherman
Antworten
pusherman:

@DeathBull

 
21.06.02 10:51
Bush gefährlicher als Bin Laden!!!!!!!!!!!!!
Du bist nicht ganz dicht!

Pusherman
Antworten
Homer S:

@pusherman

 
21.06.02 10:58
so klingt m.m. nach der durchschnittliche spd-wähler, der im westen der republik wohnt.

gruß
homer
Antworten
Pate100:

meine Amerikafeindliche einstellung habe ich erst

 
21.06.02 11:00
seit der Ära Busch!!! Vorher stand ich neutral zu den USA und fand Clinton sogar teilweise Sympatisch!!!
Aber was dieses Land in den letzten 2-3 Jahren angerichtet hatt ist einfach nicht mehr hinnehmbar!! Diese unglaubliche Aroganz von dehnen ist einfach zu viel...

Pate
Antworten
Apfelbaumpfla.:

@pusherman:

 
21.06.02 11:04
Das ist halt gerade eine Modeerscheinung.

Hoffe das geht wieder weg wie Schlaghosen oder die Waldsterben-Hysterie.


Grüße

Apfelbaumpflanzer
Antworten
Depothalbierer:

Ich muß immer wieder an folgende Karikatur denken:

 
21.06.02 11:10
Bush steht mit einem rauchenden M 16 in der Hand vor einer Zielscheibe, neben ihm die europäischen Staatslenker. Darunter folgender Text:
"Schlage die übliche Aufgabenverteilung vor, ich schieße und ihr applaudiert bei den Treffern"
Antworten
Pate100:

"Modeerscheinung???"

 
21.06.02 11:10
wenn Busch so weiter macht kann aber ganz schnell aus deiner "Modeerscheinung" was anderes entstehen....

Gruss Pate
Antworten
Rheumax:

@pusherman

 
21.06.02 11:18
Es stellt sich die Frage, WER hier nicht ganz dicht ist. Oder "krank im Kopf".
"Mein Gott, warum schreibe ich überhaupt!"
Mein Rat: Lass es einfach.
Dein Amigesabbere nervt.
Antworten
Apfelbaumpfla.:

@pate100:

 
21.06.02 11:24
meinte den "Antiamerikanismus", der gerade um sich greift.
Die Europäer hängen den Gutmenschen raus, und sind doch froh, dass jemand die Drecksarbeit (Entschuldigung: natürlich gnadenlosen Imperialismus und Ausbeutung der gesamten Welt...) erledigt.

für mich hier: EOT


Grüße

Apfelbaumpflanzer
Antworten
Pate100:

ich hab schon verstanden das du den

 
21.06.02 11:34
"Antiamerikanismus" meintest! Für mich ist das aber wie du das meintest keine Modeerscheinung, sondern die logische konseqenz der Bürger in Deutschland, Europa,oder der ganzen Welt auf die Politik der USA zu reagieren.Und wenn die USA mit ihrer (Aussen)Politik so weiter macht, wird sich der Antiamerikanismus auf der Welt noch stark steigern. Man kann nur hoffen das das dann nicht eskalieren wird.(wie immer sich das dann zeigen wird...)

Grüsse
Pate
Antworten
Kicky:

kostenlose Kalium-Jod-Tabletten gegen Verstrahlung

 
22.06.02 00:55
Gleichwohl wird öffentlich nachgedacht, ob ein bevölkerungsweiter Pockenschutz zu starten und was gegen den Nuklearterror zu tun wäre, nähme er nun die Form von schmutzigen Bomben, gestohlenen Sprengköpfen oder Angriffen auf Kernkraftwerke an.

Die Überlegungen haben bereits praktische Früchte getragen. Jedem der vierunddreißig Bundesstaaten, in denen Menschen in einem Radius von zehn Meilen um ein Kernkraftwerk leben, hat die Nuclear Regulatory Commission kostenlose Kalium-Jod-Tabletten angeboten. Daraufhin begannen mehr als ein Dutzend Bundesstaaten, sich mit den Pillen einzudecken, die vor der Verstrahlung nach einem Anschlag schützen sollen. Da die Tabletten wenig Nebenwirkungen hätten und gegen Schilddrüsenkrebs nachweisbar Schutz böten, hält das die "New York Times" für eine vernünftige Vorkehrung. Die Zeitung rät zudem, die Medikamente zu Hause, in Schulen und auf Arbeitsplätzen vorrätig zu halten.

Nichtamerikaner mögen darin erst einmal das grenzenlose Vertrauen vieler Amerikaner in die Kraft der Pharmakologie erkennen, ein Vertrauen, das die Neue Welt sich in ihrem unerschütterlichen Glauben an die Verbesserungsfähigkeit der Alten erworben hat. Ein wenig gemahnen die Ratschläge aber auch an Vorsorgemaßnahmen aus dem Kalten Krieg, als amerikanische Schüler beim Probealarm vor russischen Atombomben regelmäßig unter die Schulbank kriechen und sich ihre Ranzen vor den Kopf halten mußten. Nun kann Vorsorge durchaus ihre komischen Seiten haben, zumal wenn, wie gegenwärtig der Fall, Komik und Ernst in einer Regierung durcheinandergehen, die nach einem kühl geplanten Gegenschlag ins Schlingern geraten ist, ihre Unbeholfenheit und Schwächen patriotisch tabuisiert, nationale Sicherheitsfragen wahltaktisch verzerrt und so ihre Glaubwürdigkeit bei einer ohnehin verunsicherten Bevölkerung zu verlieren droht. Wo Panik geschürt und wo ihr entgegengewirkt wird, ist jetzt nicht immer klar zu trennen.

(zu lesen heute bei der FAZ)
www.preparednessfornuclearterrorism.org muss auch ganz interessant sein,die Homepage des Senators Wheeler
Antworten
pusherman:

Das Amigesabber geht weiter

 
22.06.02 07:43
Moin!
Diese Panikmacherei hier, verbunden mit einem Anti-Amerikanismus geht mir gehörig auf den Senkel. Man könnte meinen die Welt geht bald unter. Und warum, nur wegen den bösen Amis und vor allem deren derzeitiger Regierung. Was soll das eigentlich? Ich möchte jetzt nicht damit anfangen, was wir den Amerikanern in den letzten knapp 60 Jahren seit dem Ende des 2. Weltkrieges alles zu verdanken haben. Aber die Kritik an der Politik der Regierung Bush ist einfach massloss überzogen. Ich betone noch einmal Ziel von Bush und dessen Regierung ist es die Welt wieder sicherer zu machen und eine Katastrophe zu VERHINDERN. Und im Gegensatz zu uns oberschlauen Europäern hat Bush die Zeichen der Zeit erkannt und tut etwas dafür. Er wird von grossen Teilen hier als Terrorist und Menschheitsverbrecher dargestellt. Dies kann doch ein normal denkender Mensch nicht mehr nachvollziehen. Bush sei schlimmer als Bin Laden. Solche Aussagen kann man doch nicht ohne Kritik im Raume stehen lassen.
Wie gesagt, ich möchte mit keinem von euch tauschen. Habt ihr eigentlich noch Freude am Leben? Oder seid ihr nur einfach Opportunisten, die nur irgendwelchen Modeerscheinungen folgen, wie bereits in einem anderen Posting oben richtigerweise erkannt wurde.
Na ja gestern konntet ihr euch ja freuen, als die guten Deutschen die bösen Amis zumindest im Fussball aus dem Verkehr gezogen haben. Doch die Amis haben der Welt gezeigt, dass sie mindestens genauso gut Fussball spielen können, wie die Europäer und dass sie SPIELERISCH den Deutschen sogar überlegen sind. Deutschland hat eben einen Oliver Kahn und wenn dies reicht Weltmeister zu werden, dann ist dies eigentlich ein Armutszeugnis für den derzeitigen Weltfussball.


See ya

Pusherman

Und Weltmeister werden die toll kämpfenden Jungs von Südkorea!!!!!!!!!!!!
Antworten
hjw2:

pushman, verbreite hier nicht dein Schulbuch-

 
22.06.02 08:00


wissen uber die USA und deren Politik.

Stimmt, die Koreaner spielen einen herzerfrischenden Fussball.

Die Amis haben mir auch gefallen, Deutschland hatte Glück
und vor allem Kahn.
Antworten
pusherman:

@hjw

 
22.06.02 08:24
Also auch Du bist der Meinung, dass die eigentliche Gefahr heutzutage nicht der Terrorismus sondern die Politik der Amis ist.
Ich glaube es einfach nicht. Ich weiss wirklich nicht mehr, wo ich hier eigentlich lebe.
Schulbuchwissen (ha, ha, ha)
Wer mich kennt, weiss dass dies DEFINITIV falsch ist. Ich habe in früheren Postings bereits ausführlicher über meine persönlichen Kontakte und Erfahrungen mit Amerikanern geschrieben. Ich möchte dies nicht noch einmal wiederholen.

Von
Pusherman
der sich jetzt lieber Fussball anguckt, als sich in diesem dämlichen Board zu verweilen
Antworten
Kicky:

pusherman,hastes noch nicht kapiert?

 
22.06.02 08:54
nicht gegen Amerikaner sind wir eingestellt,sondern gegen die amerikanische Politik und Terrorismushysterie,die zu unvertretbaren Aufrüstungskosten und undemokratischen Polizeistaatmethoden führt.Das ist ähnlich wie bei Israel,wo sehr viele Bedenken haben wegen der Militäraktionen,die zweifelsohne die politische Situation verschärft haben ,aber auch teilweise gegen die Genfer Konvention verstossen.Ohne das wir deswegen antisemitisch sind!

Vielleicht solltest du mal die Beiträge sorgfältiger lesen,oder biste wirklich so uninformiert über die amerikanische Politik,dass du jedesmal -aus lauter Amerikaliebe- erklärst,du würdest nicht mehr posten,es dann aber doch wieder tust.Warum stehst du nicht zu deinen Versprechen?
Antworten
pusherman:

Ha, Ha, Ha

 
22.06.02 09:38
Leute wie R.A.P. oder Elan um nur 2 Beispiele zu nennen, haben nichts gegen Amerikaner. Da kann ich doch nur lachen. Es gibt Leute, die versuchen sachliche Kritik zu üben, aber ein nicht unerheblicher Teil hier im Board zieht über die Amerikaner IM ALLGEMEINEN teilweise auf polemischste Art und Weise her dass man dem einfach etwas entgegnen muss.
Aber dies ist in diesem Board anscheinend nicht erwünscht.
Im Übrigen ist die Angst der Amerikaner nach dem 11. September doch nur allzu verständlich. Mal sehen was ihr sagt, sollte es auch einmal in Deutschland einen ähnlichen Anschlag geben. Dieser Anschlag wird dann keiner sein, der von den Amerikanern ausgeübt wurde.

P.
Hoppla, da fällt gerade das Tor für die Spanier.


Antworten
Pate100:

@Kicky 1Xmal gut analysiert

 
22.06.02 14:10
Haargenau so sehe ich das auch!!! Aber anscheinend will oder kann das Pusherman
nicht verstehen! Für mich ist die persönliche Freiheit und Meinungsfreuheit
das absolut wichtigste was es gibt!! Aber mit Buschs Antiterrorgesetzten  wird die Meiner Meinung nach EINDEUTIG zu sehr eingeschränkt!(leider zieht da Europa nach) Wenn das so weiter geht wird/kann das in einen Polizeistaat enden...


Gruss Pate

PS: Ich hab im Allgemeinen überhaupt nichts gegen den gemeinen Ammi! Gut ich geb zu ich empfinde die ammis vielleicht nicht gearde als das sympatischste Volk, aber das muss ich ja auch nicht...
Antworten
MaMoe:

Oh weh ... das sind ja Mega-Aussagen hier ...

 
22.06.02 14:38
Pate100 wörtlich: "Für mich ist die persönliche Freiheit und Meinungsfreuheit
das absolut wichtigste was es gibt!! " ... Empfehle: Flug in den Irak, Iran, Pakistan, SaudiArabien, ..., und dort einmal die freie Meinung zu vertreten ... deine Anwesenheit am Board ist somit beendet ... Begründung des US-Vorgehens war eben: "Verteidigung der eigenen Freiheit..." (setzen Sechs ... nicht in Bayern auf der Schule gewesen, oder ? *gg*...)

Dieses Anti-US-Politik-Geschreie funktioniert nur deswegen, weil sich hier niemand um die Konsequenzen einen Kopf machen braucht ... aslo, seit froh, dass ihr in westlichen Zivilisationen lebt ...
Antworten
Schnorrer:

Wie auch immer: am 4. Juli wissen wir mehr:

 
22.06.02 16:14
(könnte ein brandheißer Tag werden)


Samstag, 22. Juni 2002
Bin-Laden-Rede angekündigt
"Amerika soll Sicherheitsgurt anlegen"
Der mutmaßliche Terroristenführer Osama bin Laden will sich nach Berichten eines nicht näher benannten arabischen Internetangebots in Kürze mit einer Botschaft an die islamische Welt wenden. Dies berichtet die Nachrichtenagentur AP.

Auf der Website wurde ein Sprecher von bin Ladens El-Kaida-Organisation, Sulaiman Abu Ghaith, mit den Worten zitiert: "Wir versichern den Muslimen, dass Scheich Osama bin Laden bei guter Gesundheit ist und dass alles, was über seine Krankheit oder in Tora Bora erlittene Verletzungen berichtet wurde, völlig falsch ist."

Bin Laden werde sich bald mit einem im Fernsehen übertragenen Interview an die Gemeinschaft der Muslime wenden, sagte Abu Ghaith nach Angaben der Website, die täglich aktualisierte Informationen über den Krieg in Afghanistan liefert. Die Authentizität der Äußerungen konnte nicht von unabhängiger Stelle bestätigt werden.

"Amerika sollte sich bereit machen und seinen Sicherheitsgurt anlegen", wurde der El-Kaida-Sprecher weiter zitiert. "Wir werden zu ihnen kommen aus einer Richtung, die sie nicht erwarten." Dem ehemaligen Lehrer und Prediger Abu Ghaith war nach den Anschlägen vom 11. September die kuwaitische Staatsbürgerschaft entzogen worden.

Las Vegas bedroht?

Unterdessen untersucht das FBI die Möglichkeit eines terroristischen Anschlags am amerikanischen Nationalfeiertag (4. Juli) in Las Vegas (Nevada). Ein Sprecher teilte am Freitag mit, die Bundespolizei nehme Angaben eines libanesischen Einwanderers sehr ernst, wonach Unbekannte in einem Arabisch geführten Gespräch mit dem Attentat gedroht hätten. Der Libanese hätte gesagt: "Wir sind hier in der Stadt der Korruption, des Glücksspiels und der Prostitution, der Stadt der Ungläubigen (...) Wir werden gegen sie am Tag der Freiheit losschlagen."

Der n-tv Partnersender CNN berichtete ergänzend, das FBI habe alle seine Dienststellen gewarnt, dass Terroristen in den USA und Drittländern Tankwagen als Waffen gegen Synagogen und andere jüdische Einrichtungen einsetzen könnten. Die Hinweise darauf seien aber nicht präzise.




n-tv.de/3021950.html

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