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Bund-Future bricht Aufwärtstrend


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Parocorp:

Bund-Future bricht Aufwärtstrend

 
19.02.05 15:51
Bund-Future bricht durch kurzfristigen Aufwärtstrend
Bund-Future bricht Aufwärtstrend 5101
18. Februar 2005 Sah es noch bis vor kurzem so aus, als ob die Kurse an den Rentenmärkten nach oben keine Grenzen kennen würden, so kam es zumindest am Freitag zu einer deutlichen Gegenbewegung. Der Bund-Future ist mit einem Tagesverlust von satten 94 Stellen auf 118,75 Prozent sogar durch den im Juni des vergangenen Jahres etablierten Aufwärtstrend gefallen. Damit liegt der Kontrakt 1,84 Prozent unter dem vor einer Woche erreichten Allzeithoch von 120,98 Prozent. Auch der amerikanische Rentenmarkt steht unter Druck.
Bund-Future bricht Aufwärtstrend 5101

Hintergrund ist die Entwicklung der amerikanischen Erzeugerpreise, die am Freitag für den Januar veröffentlicht wurden. Denn sie stiegen unerwartet stark an und schürten damit Inflationsängste. Der Erzeugerpreisindex ex Nahrungsmittel und Energie ist mit einem Plus von 0,8 Prozent deutlich höher ausgefallen als die erwarteten 0,2 Prozent. Auf Jahresbasis liegen die Preise mit einem Plus von 4,2 Prozent und einem Plus von 2,7 Prozent ex Nahrungsmittel und Energie ebenfalls deutlich über den Erwartungen. Das ist der stärkste Preisanstieg seit sechs Jahren.

Die „bullischen” Argumente am Rentenmarkt immer wieder überprüfen

Damit könnten nicht nur die gesammelten Argumente der vergangenen Wochen und Monate ad absurdum geführt werden, die die steigenden Kurse an den Rentenmärkten zu erklären versuchten. Sondern es könnte der Beginn der Erkenntnis sein, daß eine überaus starke Stimulation der amerikanischen Wirtschaft mit tiefen Zinsen, Steuersenkungen und zuletzt einem schwächeren Dollar nicht umsonst zu haben ist.

Denn das durch die überaus lockere amerikanische Geldpolitik in Amerika und über die Wechselkursbindung und -manipulation auch in Asien ausgelöste oder zusätzlich stimulierte Wachstum hat die Preise für Rohstoffe und den Transport von Waren dramatisch nach oben getrieben. Vor allem für jene Wirtschaftsteilnehmer, die in Dollar rechnen müssen. Gleichzeitig wird in Amerika der Arbeitsmarkt immer enger, so daß die bisher immer hoch gelobte und vielfach statistisch überschätzte Produktivitätsentwicklung abgebremst wird. Auf diese Weise könnte sich sowohl im Inland als auch über die Importe ein gewisser Preisdruck aufbauen, der zunehmend auch an die Kunden weitergegeben werden muß.

Sollte sich diese Befürchtung tatsächlich materialisieren, müßte die amerikanische Notenbank die Zinsen unter Umständen deutlicher erhöhen, als erwartet. Das wäre nicht gut für die amerikanischen Rentenmärkte. Gleichzeitig wäre es nicht gut für die amerikanische Wirtschaft generell, da sie auf Grund der starken Verschuldung der Konsumenten ziemlich zinssensitiv sein dürfte.

Wende am Rentenmarkt würde vieles verändern

Hustet aber der amerikanische Rentenmarkt, dürften die Effekte weltweit zu spüren sein. Denn auch in Europa und in den Schwellenländern sind im „Rentenboom” die Kurse unheimlich weit gestiegen und die Renditen tief gefallen. Sollte es auch hier zu einer Korrektur kommen - was im Falle eines Falles wahrscheinlich ist - dürfte es entsprechend dämpfende Effekte auf die Weltwirtschaft haben.

Der Rentenmarkt und die Entwicklung der amerikanischen Wirtschaft - und damit indirekt der Börse - sind aber auch für den Dollar entscheidend. Denn sollten sie nicht genügend Kapital aus dem Ausland anziehen, um das gigantische Leistungsbilanzdefizit der Vereinigten Staaten zu finanzieren, könnte er wieder unter Druck geraten. Auf diese Weise würde die Preisspirale in Amerika weiter angeheizt werden. Und das Spiel würde von vorne beginnen.

Aus diesem Grund ist es nun wichtig, die weitere Entwicklung an den Rentenmärkten zu beobachten. Denn sollte es tatsächlich zu der schon oft prognostizierten, aber bisher nicht eingetretenen Korrektur kommen - möglicherweise kommt sie gerade dann, wenn niemand mehr daran glaubt -, dürfte es für Anleger ratsam sein, ihre Risiken zu reduzieren. Auf Grund der - noch - tiefen Volatilitäten sind im Moment Absicherungsstrategien noch günstig zu haben.


Text: @cri
Bildmaterial: Bloomberg

Bund-Future bricht Aufwärtstrend 5101  

Bund-Future bricht Aufwärtstrend 5101

 

 

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Bund-Future bricht Aufwärtstrend 5101
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Parocorp:

Verrückte Bond-Welt

 
19.02.05 16:29

Von Andrea Cünnen, Handelsblatt


Wer vor drei Jahren vorausgesagt hätte, dass Unternehmensanleihen und Bonds aus Schwellenländern Anfang 2005 nur noch wenig mehr Rendite als Bundesanleihen abwerfen, wäre für verrückt erklärt worden. Doch genau so ist es gekommen. Verrückt ist die Lage trotzdem.



FRANKFURT/M. Unternehmensanleihen mit einem Rating im Bereich Dreifach-B – das sind zwischen sieben und neun Stufen weniger als das Top-Rating der Bundesrepublik – erreichten gestern ein historisches Renditetief. Nach dem Index von FTSE bieten die Bonds im Schnitt nur noch 0,62 Prozentpunkte mehr Rendite als Bundesanleihen. Und Anleihen von künftigen EU-Beitrittskandidaten wie Rumänien, Bulgarien oder Kroatien rentieren nur noch 0,30 bis 0,70 Prozentpunkte über sicheren Bundespapieren. Dabei werden die Länder zum Teil noch als schwache Schuldner mit Ratings unterhalb des sicheren „Investment-Grade“ eingestuft. Für Anleihen der neuen EU-Mitglieder, die zwar gute, aber immer noch wesentlich schlechtere Bonitätsnoten als der Bund haben, gibt es nur noch zwischen 0,10 und 0,15 Prozentpunkten mehr Rendite als für Bundesanleihen.

Erklären lässt sich dies nur mit der Struktur des Marktes und damit, dass Anleiheinvestoren kaum noch Angst vor Risiken haben. Vor knapp drei Jahren war das anders. Damals ließen spektakuläre Unternehmenspleiten wie die von Enron oder Worldcom die Risikoaufschläge in die Höhe schießen. Im Sommer 2002 lagen die Risikoaufschläge von Unternehmensanleihen mit Ratings im „BBB“-Bereich bei 2,50 Prozentpunkten. Gleichzeitig flohen die Anleger in Scharen in sichere Staatsanleihen der Euro-Zone und aus den USA. Die Folge: Deren Kurse stiegen, und ihre Renditen sanken – in Deutschland bei einer Laufzeit von zehn Jahren auf unter fünf Prozent.

Auf diesem Renditeniveau begannen Anleger nach Alternativen zu greifen und fanden diese in Anleihen mit mehr Rendite. Aber auch Staatsbonds blieben in Mode und sind es bis heute. Kurzum: Anleihen aller Art sind extrem gefragt. Die Rendite zehnjähriger Bundesbonds fiel vergangene Woche bis auf ein historisches Tief von 3,42 Prozent.

Ein weiterer Grund für die Rentenhausse ist, dass Versicherer und Pensionskassen enorme Mengen an Geld anzulegen haben. Und auch Fonds können sich vor Geld kaum retten. Denn selbst Privatanleger greifen weiter vor allem zu Rentenfonds.

Verständlich ist das nicht. Es ist abzusehen, dass die Risikoaufschläge nicht mehr lange so niedrig bleiben werden. Wann die schon lange prognostizierte Wende bei den Staatsanleihen kommt, steht zwar nicht fest. Aber wenn die Renditen der sicheren Staatsanleihen wieder etwas anziehen, müsste das den Unternehmensanleihen und den Bonds der Schwellenländer schaden. Durch steigende Renditen der Staatsbonds würde sich der Renditeabstand zu diesen Papieren noch weiter verringern.

Dass Anleger aber noch geringere Risikoaufschläge akzeptieren, ist kaum vorstellbar. Deshalb ist davon auszugehen, dass sie riskantere Anleihen verkaufen, wenn die Renditen der Staatsanleihen steigen und die Staatsbonds wieder attraktiver werden. Von daher macht es keinen Sinn, jetzt noch groß in Anleihen – egal welcher Art – einzusteigen. Für Privatanleger sind allenfalls noch kurz laufende Anleihen zu empfehlen, deren Risiko zumindest überschaubar ist. Außerdem können Investoren ihr Geld in diesen Anleihen parken, bis sich wieder attraktivere Investitionsmöglichkeiten an den internationalen Anleihemärkten auftun.


HANDELSBLATT, Freitag, 18. Februar 2005, 07:03 Uhr




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gamblelv:

Interessanter Beitrag o. T.

 
19.02.05 16:51
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Parocorp:

up

 
21.02.05 08:36

Bund-Future bricht Aufwärtstrend 1825715  

Bund-Future bricht Aufwärtstrend 1825715

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Parocorp:

Mein Tipp: 2005 wird kein Rentenjahr!

 
26.02.05 13:35
Wir testen evtl. noch einmal die 120... aber viel mehr passiert nicht mehr!

Eine spekulative BBB-Anleihe bringt im Moment nur leicht mehr als eine
Bundesanleihe... das ist nicht normal. Da wird es eine Korrektur geben!


Bund-Future bricht Aufwärtstrend 1835032  

Bund-Future bricht Aufwärtstrend 1835032

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alberto:

@paro

 
26.02.05 14:15
hast du mal die empfehlung in meinem mail verfolgt? bufu short-entry war bei p etwas zu zeitig ...  
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Parocorp:

grüß dich, alberto!

 
26.02.05 14:43
hab ich gesehen, bestärkt meine meinung!

timing spielt erstmal keine rolle.

ich würde jetzt nicht unbedingt shorten,
hab das als warnsignal für meine anleihen gesehen.

die renditen sind vielerorts zu niedrig, da muss die luft raus!!


gruß

Bund-Future bricht Aufwärtstrend 1835083  

Bund-Future bricht Aufwärtstrend 1835083

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alberto:

paro, na shorten würde ich den bufu jetzt

 
26.02.05 15:13
auch nicht mehr! ;-)
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gamblelv:

@parocorp&alberto

 
26.02.05 17:39
Könnt ihr mal einen Vorschlag zum shorten des BUFU einstellen. Wäre nett zu wissen welches Produkt ihr kaufen würdet.

MFG
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alberto:

ABN4PS

 
26.02.05 17:42
ist aber sehr konservativ und wurde mal von Platow im Derivatebrief empfohlen ...
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daxbunny:

jetzt long?

 
11.03.05 16:43
BUND Future - Key-Support hält
Bund-Future bricht Aufwärtstrend 1855004
(©GodmodeTrader - http://www.godmode-trader.de/)
Bund-Future bricht Aufwärtstrend 1855004
Bund-Future bricht Aufwärtstrend 1855004
<!--StartFragment -->BUND Future: 117,24 Punkte

Maßgeblicher richtungweisender Future für den deutschen Rentenmarkt.

Aktueller Tageschart (log) seit dem 05.08.2004 (1 Kerze = 1 Tag)

Der Bund Future fiel an den Vortagen, auch bedingt durch die Kontraktumstellung, auf ein neues Tief zurück. Gestern konnte sich der Kurs über dem Key-Support bei 116,81 Punkten fangen und kann dieses Niveau auch heute halten. Ausgehend vom Support bietet sich bei derzeit überverkauftem Zustand die Chance einer nachhaltigen Gegenbewegung, zunächst bis in den Bereich 118,45 Punkte. Der in diesen Bereich fallende steile kurzfristige Abwärtstrend muss zunächst als maßgebend angesehen werden. Ein direkter Rückfall unter 116,81 Punkte bleibt zunächst unwahrscheinlich, würde mittelfristig aber noch weiteres Korrekturpotenzial freisetzen.

Bund-Future bricht Aufwärtstrend 1855004
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