Das Bitcoin-Halving naht - und damit eine riesige Chance für Anleger
Das Bitcoin-Halving naht - und damit eine riesige Chance für Anleger
28.07.2019 | 14:49
Bitcoin
dpa/Ina FassbenderSeit Beginn des Jahres hat sich der Wert des Bitcoin mehr als verdreifacht. Die Digitalwährung unterliegt starken Schwankungen.
FOCUS-MONEY-Redakteur Marian Kopocz
Der Bitcoin ist kein Zahlungsmittel. Vielmehr wächst die Überzeugung, er sei digitales Gold. Warum das so ist und wieso der Bitcoin 2020 auf 77.000 Dollar steigen kann.
Laszlo Hanyec hatte viel Pech. 2010 wollte er online zwei Pizzen für 10.000 Bitcoin kaufen. Es sollte die erste Transaktion von Bitcoin in der echten Welt sein. Nach einigem Hin und Her fand sich ein Käufer. Seitdem wird der 22. Mai 2010 als Bitcoin-Pizza-Day gefeiert. Hanyec wird sich ärgern. Denn heute wären seine 10000 Bitcoin knapp 127 Millionen Dollar wert. Und es ist noch lange nicht Schluss: Der Bitcoin kann 2020 auf 77.000 Dollar steigen.
Bitcoin ist digitales Gold
Schließlich setzt sich im Krypto-Universum der Glaube durch, dass sich der Bitcoin sehr gut als digitale als Wertanlage eignet. Auch der deutsche Blockchain-Experte Professor Philipp Sandner sieht das so. Zu FOCUS-MONEY sagte er, dass der Bitcoin das neue digitale Gold sei.
Aber warum ist das so? Zum einen ist der Bitcoin begrenzt. Im Code steht festgeschrieben, dass es eine Höchstzahl von 21 Millionen Coins geben wird. Aktuell sind bereits 17,8 Millionen Coins erschaffen worden. Das Angebot wird also künstlich verknappt. Weil der Bitcoin nun ein unabhängiger Wertspeicher ist, auf den Banken und Regierungen keinen Zugriff haben, gilt er als das Gold des Internet. Außerdem werden die tägliche Ausschüttung der Bitcoins und damit die Inflation immer geringer. Etwa alle zehn Minuten errechnen die zahlreichen Computer auf der ganzen Welt einen neuen Block. Dort sind alle Transaktionen und Daten der Blockchain gespeichert. Wer einen neuen Block schürft, der bekommt eine Belohnung in Höhe von 12,5 Bitcoin. Also gibt es alle zehn Minuten 12,5 neue Bitcoin. Aber nicht mehr lange! Denn im Mai 2020 steht ein besonderes Event an: das Bitcoin-Halving.
Alle vier Jahre kommt die rasante Preisbewegung
Es passiert alle vier Jahre. Beim sogenannten Bitcoin-Halving halbiert sich die ausgeschüttete Menge an Bitcoins, und die Inflation wird eingedämmt. Der legendäre Erfinder des Bitcoin, Satoshi Nakamoto, baute diese Bedingung in den Code ein. Alle 210.000 Blöcke halbiert sich die Belohnung, und das ungefähr alle vier Jahre. Etwa Ende Mai 2020 halbiert sich dann die täglich ausgeschüttete Menge von 1800 Coins auf 900 Bitcoin, und die jährliche Inflation rutscht von etwa 3,8 Prozent auf 1,8 Prozent.
Auch hier keine Inflation: Was die EZB versucht zu verhindern, will der Bitcoin erreichen: keine Inflation. Denn der Bitcoin ist mit 21 Millionen Coins (blau) begrenzt. Je näher wir diesem Ziel kommen, desto mehr nimmt die Inflationsrate ab (orange).
FocusMoney
Auch hier keine Inflation: Was die EZB versucht zu verhindern, will der Bitcoin erreichen: keine Inflation. Denn der Bitcoin ist mit 21 Millionen Coins (blau) begrenzt. Je näher wir diesem Ziel kommen, desto mehr nimmt die Inflationsrate ab (orange).
Bislang gab es zwei Halvings, und jedes Mal setzte die Rally danach ein. Zwölf bis 18 Monate nach einem Halving formte der Bitcoin-Preis ein massives neues Allzeithoch. Zudem wächst der faire Preis nach einem Halving um den Faktor zehn. Deswegen sind viele Experten davon überzeugt, dass es auch dieses Mal so passieren wird. Unterstützung kommt von einem wichtigen Indikator: die Stock-to-Flow-Ratio
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Dieser Indikator gibt eindeutig an, dass der Bitcoin 2020 in ungeahnte Höhen klettert! Dabei bezeichnet der Stock die vorhandene Menge und der Flow die jährliche Produktion. Die Stock-to-Flow-Ratio gibt also an, wie viele Jahre es bei der aktuellen Produktion dauert, bis der vorhandene Bestand wiederhergestellt ist.
Bei Gold ist die Stock-to-Flow-Ratio 62. Bedeutet: Sollte alles Gold der Welt plötzlich verschwinden, würde es 62 Jahre dauern, bis der Bestand neu produziert ist. Je höher die Stock-to-Flow-Ratio, desto wertvoller. Weil der Bitcoin als digitale Version des Edelmetalls gesehen wird, kann man auch hier diese Ratio berechnen. Aktuell liegt sie bei 27, doch nach dem Bitcoin-Halving Ende Mai 2020 wird sie sprunghaft auf 56 ansteigen. Weil die tägliche Produktion dann von 1800 Coins auf 900 Coins sinkt. Das hat eine massive Steigerung der Marktkapitalisierung zur Folge. Etwa um den Faktor zehn.
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Experten fanden nämlich heraus, dass es seit Bestehen des Bitcoin eine 95-prozentige Korrelation zwischen der Marktkapitalisierung und der Stock-to-Flow-Ratio gab. Deswegen gehen Analysten davon aus, dass der Bitcoin-Preis 2020 auf über 77.000 Dollar ansteigt. Natürlich bleiben Risiken, und andere Entscheidungen der Anleger, Börsen und der Wirtschaft spielen eine Rolle. Dennoch ist der Bitcoin das digitale Gold und der Wertspeicher der Zukunft. Anleger partizipieren am einfachsten über das Open-End-Zertifikat/ Bitcoin von Vontobel (ISIN:
DE000VL3TBC7).
Stock-to-Flow-Ratio
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