Impfung gegen Tumor und Metastasen
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Das deutsche Unternehmen Biontech will in Großbritannien
klinische Studien an Tausenden Menschen durchführen,
um eine revolutionäre Krebstherapie auf den Markt zu bringen.
Werden Tumorerkrankungen bald ihren Schrecken verlieren?
Von Jörg Blech
17.02.2023, 13.00 Uhr
aus DER SPIEGEL 8/2023
Ein Auszug aus dem Artikel
...
BIS 2030
sollen im Rahmen des als »Leuchtturm« deklarierten Projekts
in Großbritannien bis zu 10.000 Patienten behandelt werden.
...
Menschen in Großbritannien würden exklusiven Zugang
zu den Krebsmittel-Kandidaten aus dessen Forschung
erhalten. Der oder die erste Britin werde noch in diesem Jahr behandelt.
...
Die Technik sei schon weit vorangeschritten, sagt der Mediziner Ugur Şahin,
der Biontech mit seiner Frau Türeci gründete:
So haben wir 2014 drei bis sechs Monate gebraucht,
um einen individualisierten Krebsimpfstoff herzustellen,
aktuell sind wir bei vier bis sechs Wochen. Unser Ziel ist
es, deutlich unter vier Wochen zu kommen.
Dass die neuartigen Impfstoffe tatsächlich wirken, darauf
deutete zuletzt eine Mitteilung von Moderna zu der Hautkrebs-Studie
hin: Von 157 schwer kranken Menschen – sie waren zuvor operiert worden
– erhielten einige nur einen Checkpoint-Inhibitor; andere wurden zusätzlich
mit einem personalisierten mRNA-Impfstoff behandelt.
Laut Moderna verringerte die Kombinationstherapie das Risiko,
in einem bestimmten Zeitraum zu sterben oder wieder zu erkranken,
um rund 44 Prozent.
Biontech berichtet ebenso von vielversprechenden Befunden.
Wir erforschen derzeit »mehrere mRNA-Krebsimpfstoffe«,
sagt Özlem Türeci.
Für einige dieser Kandidaten sehen wir Hinweise auf klinische Aktivität.
Klinische Aktivität heißt, dass das Immunsystem aktiviert wird, sodass
bei einem Teil der Patienten der Krebs sichtbar kleiner wird oder
verschwindet und Rückfälle seltener auftreten.
Das wahre Potenzial des neuen Ansatzes kann sich allerdings erst
in Vergleichsstudien mit sehr vielen Teilnehmerinnen und Teilnehmern
zeigen – doch die lassen sich in Deutschland nur schwer durchführen.
Der international bekannte Onkologe Michael Hallek von der Uniklinik Köln
klagte erst kürzlich im Kölner Stadt-Anzeiger sein Leid:
Die Durchführung von klinischen Prüfungen wird mehr und mehr
bürokratisch erschwert, das Problem muss die Politik anpacken.
Niels Halama, der Tumorimmunologe in Heidelberg, sieht es ähnlich.
Es ist ein großes Hindernis, wenn für eine klinische Studie 50 Aktenordner
gefüllt werden müssen. Und auch Özlem Türeci merkt kritisch an, dass im
Umgang mit deutschen Behörden viel Zeit in die Kategorie
Warten auf Antwort fällt.
In England dagegen mag die medizinische Versorgung zwar miserabel sein,
aber Entwickler neuer Heilverfahren finden gute Bedingungen vor.
Gerade das Dreieck London, Oxford, Cambridge gilt als hervorragender Standort
für Biotech-Unternehmen.
Das sieht Biontech offenbar ebenso, die Firma plant ein Forschungszentrum
mit 70 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Cambridge.
Darüber hinaus soll ein Büro in London entstehen,
das sich um Patentschutz und klinische Studien kümmern wird.
Dass der NHS und die Aufsichtsbehörde für Arzneimittel fix
zusammenarbeiten können, zeigte sich in der Coronapandemie:
Die Covid-19-Impfstoffe waren in Großbritannien besonders früh verfügbar.
Zudem ist das Vereinigte Königreich im internationalen Vergleich
führend bei Genanalysen. Das ist eine wichtige Säule für die Entwicklung
von personalisierten Behandlungsansätzen, sagt Biontech-Chef Sahin.
meine Feststellungen dazu:
1.)
Es gibt wirksame individuelle Krebsimpfstoffe
die in 4-6 Wochen hergestellt werden können
...die herstellung soll später unter 4 Wochen betragen
2.)
In Großbritannien findet die große Vergleichsstudie
mit sehr vielen Teilnehmerinnen und Teilnehmern
statt die im Vorfeld der Zulassung notwendig sind
3.)
BIS 2030 werden 10.000 Patienten behandelt sein,
die ersten Patienten aber bereits 2023 !
4.)
Mit den britischen Partnern will Biontech die neuartigen
Krebsimpfungen möglichst rasch zum Behandlungsstandard
machen.
Zitat: Sahin sagt: Wir glauben, dass dies in größerem Umfang
für Patienten vor 2030 möglich sein wird.
5.)
Eine weitere Verwendung wäre mit einer neuartigen Früherkennung
verbunden. Man würde das Blut eines Menschen regelmäßig darauf
untersuchen, ob es einzelne Krebszellen enthält.
6.)
Nicht explizit genannt,...aber ein hervorragendes Einsatzfeld für
InstaDeep und KI
7.)
Börse handelt Zukunft...
FAZIT
auch wenn ihr es nicht mehr hören könnt
das Unternehmen entwickelt sich weiter
was es benötigt ist Zeit und Geduld...
ich habe Vertrauen und spare fleissig...
den der Kurs wird dem Unternehmen folgen...