USA ISM-Index hat zugelegt
DekaBank
Der ISM-Index (non-manufacturing) ist in Form der Befragungskomponente "Business Acitivity" im Juni sehr deutlich um 6,1 Punkte auf 60,6 Indexpunkte gestiegen und liegt damit klar im expansiven Bereich (Bloomberg-Umfrage: 55,0; DekaBank: 54,0), so die Analysten der DekaBank.
In seiner zugegeben kurzen Historie seit Mitte 1997 sei es bislang noch nicht zu einem dreimaligen Anstieg in Folge gekommen. Seit dem kriegsbedingten Einbruch im März auf 47,9 Punkte habe der ISM-Index in drei großen Schritten den Weg in die Expansion beschritten. Die Stimmungsaufhellung habe sich jedoch nicht in einen spürbaren Stellenaufbau umgemünzt, auch wenn sich die Beschäftigungskomponente in der Befragung auf 50,3 Punkte erhöht habe.
Der Arbeitsmarktbericht für Juni habe gleich mehrere Überraschungen geliefert. Die Anzahl der Beschäftigten sei um 30.000 Personen gegenüber dem Vormonat gesunken (Bloomberg-Umfrage: 0 Personen; Deka-Bank: 20.000 Personen) und die Arbeitslosenquote sei von 6,1% auf 6,4% deutlich stärker als erwartet (Bloomberg-Umfrage und DekaBank: 6,2%) auf den höchsten Stand seit neun Jahren gestiegen. Hinzugekommen sei in der Beschäftigungsstatistik für die Monate April und Mai eine Nettorevision nach unten, um insgesamt 75.000 Personen. Schließlich hätten sich die Stundenlöhne gegenüber dem Vormonat um moderate 0,2% erhöht und hätten auch für die Einkommensentwicklung der privaten Haushalte im Juni auf einen stabilen Zuwachs hingedeutet.
Im vor vier Wochen vorgelegten Arbeitsmarktbericht für Mai sei nicht nur die übliche Jahresrevision durchgeführt, sondern auch eine Neustrukturierung der Beschäftigungsstatistik vorgenommen worden. In den vergangenen 12 Monaten sei die Beschäftigung insgesamt um 421.000 Personen gesunken und in den letzten drei Monaten um rund 120.000 Personen. Als Garant für Beschäftigungsaufbau könnten vor allem Unternehmen im Gesundheitswesen, im Baugewerbe und im Finanzsektor gesehen werden. Belastend wirke sich in erster Linie der produzierende Sektor aus. Während auch im Boom Ende der 90er Jahre in diesem Bereich nur selten Beschäftigung aufgebaut worden sei, könnten, anders als damals, in der derzeitigen konjunkturellen Situation die Dienstleistungsunternehmen den Stellenabbau in der Industrie nicht kompensieren.
Auch die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe hätten mit einem Anstieg auf 430.000 Personen enttäuscht (Bloomberg-Umfrage: 410.000 Personen). Hier habe sich in den vergangenen Wochen eine Entspannung angezeigt. Zwar immer noch auf hohem Niveau, aber tendenziell sinkend, hätten diese wöchentlichen Daten gut in das Bild einer sich stabilisierenden konjunkturellen Entwicklung gepasst. Sicherlich sollte man bei der volatilen Zeitreihe ein einzelnes Datum nicht überbewerten, jedoch werde so nicht die Unsicherheit über die Belebung in den kommenden Monaten beseitigt.
Das Warten auf die Belebung am Arbeitsmarkt gehe weiter. Sicherlich spiele eine Rolle, dass es sich um einen nachlaufenden Indikator handele. Aber auch der Zyklenvergleich mit der Beschäftigungsentwicklung während und nach der Rezession 1990/91 falle ernüchternd aus. Damals habe man von einer "jobless recovery" gesprochen. Jedoch bleibe die aktuelle Entwicklung sogar noch dahinter zurück.
Insgesamt habe das zweite Quartal einen Beschäftigungsabbau mit sich gebracht. Die Analysten der DekaBank gehen aber nach wie vor davon aus, dass sich in den nächsten Monaten ein Beschäftigungsaufbau einstellen wird, wenn nicht zuletzt die steuerlichen Entlastungen für Impulse beim privaten Konsum sorgen. Entscheidend werde sein, dass die Unternehmen Zuversicht in anhaltende Nachfragesteigerungen hätten.
Vor diesem Hintergrund sei der dreimalige Anstieg des ISM-Index (non-manufacturing) zweifellos positiv zu bewerten. Die Konjunkturdaten seien aber insgesamt noch gemischt, sodass die Beschäftigungszuwächse zunächst noch moderat bleiben dürften, nicht zuletzt vor dem Hintergrund des kräftigen Produktivitätswachstums. Man erwarte erst für das kommende Jahr einen stabilen Stellenaufbau um über 100.000 Personen pro Monat.
Dennoch expandiere die amerikanische Volkswirtschaft. Noch sei die Aufwärtsentwicklung unstetig und es mangele an Dynamik. Dies werde sich in den nächsten Monaten bessern, aber aus konjunktureller Sicht würden die Bäume nicht in den Himmel wachsen. Die zyklischen Stimuli seitens der Geldpolitik und der Finanzpolitik würden die Belebung tragen, aber man bleibe bei der Prognose, dass die Zuwachsraten des Bruttoinlandsprodukts (2,0% für 2003) unterhalb dessen liegen würden, was derzeit vom Consensus erwartet werde (2,3% für 2003).
DekaBank
Der ISM-Index (non-manufacturing) ist in Form der Befragungskomponente "Business Acitivity" im Juni sehr deutlich um 6,1 Punkte auf 60,6 Indexpunkte gestiegen und liegt damit klar im expansiven Bereich (Bloomberg-Umfrage: 55,0; DekaBank: 54,0), so die Analysten der DekaBank.
In seiner zugegeben kurzen Historie seit Mitte 1997 sei es bislang noch nicht zu einem dreimaligen Anstieg in Folge gekommen. Seit dem kriegsbedingten Einbruch im März auf 47,9 Punkte habe der ISM-Index in drei großen Schritten den Weg in die Expansion beschritten. Die Stimmungsaufhellung habe sich jedoch nicht in einen spürbaren Stellenaufbau umgemünzt, auch wenn sich die Beschäftigungskomponente in der Befragung auf 50,3 Punkte erhöht habe.
Der Arbeitsmarktbericht für Juni habe gleich mehrere Überraschungen geliefert. Die Anzahl der Beschäftigten sei um 30.000 Personen gegenüber dem Vormonat gesunken (Bloomberg-Umfrage: 0 Personen; Deka-Bank: 20.000 Personen) und die Arbeitslosenquote sei von 6,1% auf 6,4% deutlich stärker als erwartet (Bloomberg-Umfrage und DekaBank: 6,2%) auf den höchsten Stand seit neun Jahren gestiegen. Hinzugekommen sei in der Beschäftigungsstatistik für die Monate April und Mai eine Nettorevision nach unten, um insgesamt 75.000 Personen. Schließlich hätten sich die Stundenlöhne gegenüber dem Vormonat um moderate 0,2% erhöht und hätten auch für die Einkommensentwicklung der privaten Haushalte im Juni auf einen stabilen Zuwachs hingedeutet.
Im vor vier Wochen vorgelegten Arbeitsmarktbericht für Mai sei nicht nur die übliche Jahresrevision durchgeführt, sondern auch eine Neustrukturierung der Beschäftigungsstatistik vorgenommen worden. In den vergangenen 12 Monaten sei die Beschäftigung insgesamt um 421.000 Personen gesunken und in den letzten drei Monaten um rund 120.000 Personen. Als Garant für Beschäftigungsaufbau könnten vor allem Unternehmen im Gesundheitswesen, im Baugewerbe und im Finanzsektor gesehen werden. Belastend wirke sich in erster Linie der produzierende Sektor aus. Während auch im Boom Ende der 90er Jahre in diesem Bereich nur selten Beschäftigung aufgebaut worden sei, könnten, anders als damals, in der derzeitigen konjunkturellen Situation die Dienstleistungsunternehmen den Stellenabbau in der Industrie nicht kompensieren.
Auch die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe hätten mit einem Anstieg auf 430.000 Personen enttäuscht (Bloomberg-Umfrage: 410.000 Personen). Hier habe sich in den vergangenen Wochen eine Entspannung angezeigt. Zwar immer noch auf hohem Niveau, aber tendenziell sinkend, hätten diese wöchentlichen Daten gut in das Bild einer sich stabilisierenden konjunkturellen Entwicklung gepasst. Sicherlich sollte man bei der volatilen Zeitreihe ein einzelnes Datum nicht überbewerten, jedoch werde so nicht die Unsicherheit über die Belebung in den kommenden Monaten beseitigt.
Das Warten auf die Belebung am Arbeitsmarkt gehe weiter. Sicherlich spiele eine Rolle, dass es sich um einen nachlaufenden Indikator handele. Aber auch der Zyklenvergleich mit der Beschäftigungsentwicklung während und nach der Rezession 1990/91 falle ernüchternd aus. Damals habe man von einer "jobless recovery" gesprochen. Jedoch bleibe die aktuelle Entwicklung sogar noch dahinter zurück.
Insgesamt habe das zweite Quartal einen Beschäftigungsabbau mit sich gebracht. Die Analysten der DekaBank gehen aber nach wie vor davon aus, dass sich in den nächsten Monaten ein Beschäftigungsaufbau einstellen wird, wenn nicht zuletzt die steuerlichen Entlastungen für Impulse beim privaten Konsum sorgen. Entscheidend werde sein, dass die Unternehmen Zuversicht in anhaltende Nachfragesteigerungen hätten.
Vor diesem Hintergrund sei der dreimalige Anstieg des ISM-Index (non-manufacturing) zweifellos positiv zu bewerten. Die Konjunkturdaten seien aber insgesamt noch gemischt, sodass die Beschäftigungszuwächse zunächst noch moderat bleiben dürften, nicht zuletzt vor dem Hintergrund des kräftigen Produktivitätswachstums. Man erwarte erst für das kommende Jahr einen stabilen Stellenaufbau um über 100.000 Personen pro Monat.
Dennoch expandiere die amerikanische Volkswirtschaft. Noch sei die Aufwärtsentwicklung unstetig und es mangele an Dynamik. Dies werde sich in den nächsten Monaten bessern, aber aus konjunktureller Sicht würden die Bäume nicht in den Himmel wachsen. Die zyklischen Stimuli seitens der Geldpolitik und der Finanzpolitik würden die Belebung tragen, aber man bleibe bei der Prognose, dass die Zuwachsraten des Bruttoinlandsprodukts (2,0% für 2003) unterhalb dessen liegen würden, was derzeit vom Consensus erwartet werde (2,3% für 2003).