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Berentzen - mehr als nur ein Schnaps?


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Berentzen-Gruppe . 5,54 € -0,36% Perf. seit Threadbeginn:   -11,92%
 
Invest123:

Berentzen - mehr als nur ein Schnaps?

18
28.07.16 15:40
www.4investors.de/php_fe/index.php?sektion=stock&ID=104327

Der CEO stellt die Erweiterung des Geschäfts sowie die positiven Wachstumsaussichten dar. Des Weiteren kann das Unternehmen immerhin mit einer Dividendenrendite von 3% aufwarten und plant eine Verbesserung der IR-Arbeit.

Aussichten sind durchaus positiv, dennoch führt die Aktie ein Schattendasein an der Börse. Schlummert hier Potential?
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Klaus_Cleber:

Passend zum steigenden Kurs

 
18.03.26 10:55
Es gibt noch Hoffnung für die Spirituosen-Industrie: Der Sozialismus schreitet in unserem Land immer weiter fort. In der DDR 1.0 war der Sozialismus erfolgreich verwirklicht und hatte zur Folge, dass 2,5 mal so viel Spirit konsumiert wurde wie im Goldenen Westen. Da wir auf dem guten Weg in die DDR 2.0 sind, könnte das den Konsum/Verbrauch ebenfalls deutlich steigern. Frage bleibt, zu welcher Falsche wird der (Schein-)Arbeitstätige oder (Schein-)Werktätige greifen?

Hier noch der empirische Beleg dazu:

www.welt.de/geschichte/...odka-freunde-im-sed-politbuero.html
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aguti:

JUMA Recharge+

 
19.03.26 12:54
Berentzen-Gruppe bringt Functional Lifestyle Drink auf den Markt
https://www.ariva.de/aktien/...ruppe-aktiengesellschaft-juma-11944600

MACH PLUS+, NICHT SCHLAPP.
Perfekt für:
- Die Gym Session
- Vor & Nach der Party
- Einen langen Tag
https://www.drinkjuma.com/

JUMA Recharge+ ist ein funktionaler Hydration Drink, der Elektrolyte, Vitamine und Koffein kombiniert und vollständig ohne Zucker auskommt. Er ist in den Sorten Lemon & Lime sowie Peach & Hibiscus erhältlich und richtet sich an eine aktive, urbane Zielgruppe, die Sport, Alltag und Lifestyle verbinden möchte. JUMA Recharge+ wird in einer wiederverschließbaren Aluminiumflasche mit Schraubverschluss abgefüllt, die recycelbar und bepfandet ist. Der Preis beträgt 1,79 Euro pro 380 ml und das Produkt wird ab Mai 2026 erhältlich sein.
https://www.berentzen-gruppe.de/medien/...1426647b93602a8f1cecd7d5a39
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xy0889:

Berentzen, zahlen q1 katastrophe

 
15.04.26 13:02
zumindest der Jahresausblick wurde bestätigt .. wird aber nach den quartal schon schwer .. ich haderer was tun .. weg damit oder hoffen das Mio Mio (wie läuft es eig. da? .. könnte man besser ausweisen) und jetzt dann Juma (bin gespannt und mir scheint das Produkt (zu?) teuer ... wenigstens hat man erkannt das die jugend von heute auf was anderes als alkohol setzt .. ich für meine dinge schaff das leider nicht .. aber bin auch nicht die jugend ^^
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xy0889:

link

 
15.04.26 13:02
Berentzen - mehr als nur ein Schnaps? 33679159
Nachricht: EQS-Adhoc: Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft: Zwischenbericht Q1/2026 / Vorläufige Geschäftszahlen zum 31. März 2026 - 15.04.26 - News
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#2504

Klaus_Cleber:

ich sehe, sie nehmen uns alles

 
08.06.26 18:45
www.welt.de/politik/deutschland/...mit-diesen-massnahmen.html

unser Geld, unseren Spaß, unsere Altersvorsorge. Nicht mal das Frustsaufen wollen sie uns lassen. Das Parteienkartell will den neuen Menschen. Oder versteht Freiheit nicht. oder beides. Zeit, zu gehen
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Lillelou:

Klassischer Missmanagement

2
19.06.26 22:44
In der letzten Zeit ist es ruhig geworden um die Berentzengruppe. Vor einigen Monaten noch konnte man im Wochentakt neuen Podcasts oder Youtubeeinlassungen vor n O.S. folgen, in denen er sein Platituden verbreitete. Klar ist, dass Berentzen in einer schwierigen Phase steckt und nicht gerade durch schnelle und proaktive Entscheidungen glänzt. Klar ist auch dass der CEO gemessen am Unternehmenserfolg ein viel zu hohes Gehalt bezieht, dito der CFO. Klar ist aber auch das der AR in seiner Aktuellen Aufsichtsrolle lange zu passiv war und damit quasi ebenso versagte. Nun hängst es die gelbe Karte auf der HV und man darf gespannt sein ob das Konsequenzen hat. Die Bewertung des Unternehmens ist fundamental betrachtet recht günstig, es fehlt aber das Wachstum und vor allem die notwendige Profitabilität. Was ich allerdings am meisten vermisse und hier liegt mein größter Kritikpunkt. 2 Dinge würden dem Aktienkurs und damit der geschundenen Anlegerseele sofort Linderung verschaffen. 1. Beschluss eines Aktienrückaufs anstelle der Ausschüttung einer Dividende. Jede Dividende führt doch nur zu einem weiteren Dividendenabschlag während ein Rückkauf erst einmal nur stützend wirkt und Anteile von Markt nimmt. 2. der Aktienkauf des Managements als Bekenntnis zum Unternehmen. Es muss kein umfangreiches Programm sein, aber bereit ein kleiner Kauf könnte eine positives Signal geben. Umgekehrt muss man sagen, dass es doch etwas befremdlich anmutet wie O.S. begründet, warum er keine Aktie kauft. Das ist schwach, genauso schwach wie der Aktienkurs mit dem wir mittlerweile im gleichen Preissegment angekommen sind, in dem sich auch die Getränke von Berentzen bewegen….. leider
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Tamakoschy:

Warum sollte man hier noch investiert sein?

 
21.06.26 09:42
Man kann sich das Unternehmen leider auch nicht mehr mit Apfelkorn schönsaufen. Ich bin leider auch lange auf die Versprechen der Vorstände reingefallen. Was hatte man mit Mio Mio für Chancen und wie wenig wurde daraus gemacht. Die Vorstände machen sich die Taschen voll und die Aktionäre sind die gerupften Hühner. Zum Glück kann mich mir das Trauerspeil jetzt von der Seitenlinie anschauen.
Allen Investierten aber trotzdem viel Erfolg. Vielleicht beschieht ja noch ein Wunder. Mir fehlt aber der Glaube daran.    
Antworten
Michel11:

Richtig erkannt.

 
27.06.26 20:12
Warum sollte man hier noch investiert sein?
Man kann sich das Unternehmen leider auch nicht mehr mit Apfelkorn schönsaufen. Ich bin leider auch lange auf die Versprechen der Vorstände reingefallen. Was hatte man mit Mio Mio für Chancen und wie wenig wurde daraus gemacht. Die Vorstände machen sich die Taschen voll und die Aktionäre sind die gerupften Hühner. Zum Glück kann mich mir das Trauerspeil jetzt von der Seitenlinie anschauen.
Allen Investierten aber trotzdem viel Erfolg. Vielleicht beschieht ja noch ein Wunder. Mir fehlt aber der Glaube daran.    
Tamakoschy, 21.06.26 09:42
mehr kannan eigentlich nicht dazu sagen. Auch der Aufsichtsrat hat versagt.
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Klaus_Cleber:

Alles aus Sicht von Berentzen

 
07.07.26 13:17
Unsere doch so liebe Bimbesregierung importiert leider fast ausschließlich Antialkoholiker ins Land. Mal abgesehen von dem überfallenen Volk der Ukrainer. Vielleicht sollten die Aktionäre bei der Bimbesregierung und Frau Merkel intervenieren: Wir brauchen keine Antialkoholiker sondern viel mehr trinkende Gäste, so wie die aus dem oberen Osten und nicht aus dem nahen und mittleren Osten. Und natürlich müssen wir die trinkenden Gäste mit ordentlich Euros ausstatten, damit die den guten kaufen. Zur Rettung der Getränkeindustrie. Aber: Alles und jeder wird ja subventioniert. Nur die Alkoholiker zieht "man" bis aufs letzte Hemd mit überproportional hohen Steuern aus. Eine Schande. Auch für den Aktienkurs.
Antworten
Klaus_Cleber:

Übrigens, fürn Euro

 
07.07.26 13:19
wäre das hier mal wieder interessant. Nich die Buddel sondern die Aktie.
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MrTrillion3:

DE0005201602 - Berentzen-Gruppe AG

 
14.07.26 19:14

Die Wurzeln der Berentzen-Gruppe AG reichen bis 1758 zurück. Als Ursprung gilt eine historische Dokumentation aus Haselünne, in der die Brennerei erwähnt wird, die später von Johann Bernhard Berentzen übernommen wurde. 1899 wurde „Berentzen vom alten Faß“ als Marke eingetragen. Der große Durchbruch kam 1976 mit Berentzen Apfelkorn, der das Unternehmen vom regionalen Anbieter zum national bekannten Spirituosenhersteller machte. 1988 fusionierte I.B. Berentzen mit Pabst & Richarz zur heutigen Berentzen-Gruppe. Danach folgten wichtige Erweiterungen: 1990 kam Puschkin hinzu, 1992 Doornkaat, 1993 wurde die AG gegründet, 1994 folgte der Börsengang, 1998 wurde Dethleffsen mit Marken wie Bommerlunder übernommen. 2008 stieg Aurelius als Hauptaktionär ein, 2016 verkaufte Aurelius vollständig; seitdem befindet sich der überwiegende Teil der Aktien im Streubesitz. 2014 wurde Citrocasa übernommen und damit das Geschäft mit Frischsaftsystemen aufgebaut, 2015 kam die Sinalco-Konzession hinzu, 2025 wurde die Strategie BERENTZEN EVOLVE 2030 vorgestellt und 2026 mit JUMA der Einstieg in funktionale Getränke verstärkt. (Berentzen-Gruppe:)

Operativ steht Berentzen heute auf mehreren Beinen: Spirituosen, Spirituosen Türkei, alkoholfreie Getränke, Frischsaftsysteme und kleinere übrige Aktivitäten. Zum Portfolio gehören Berentzen, Puschkin, Tres Países, Strothmann, Doornkaat, Bommerlunder, Dirty Harry, Handelsmarkenspirituosen über Pabst & Richarz, Mio Mio, JUMA, Kräuterbraut, Emsland Quelle, Emsland Sonne, Vivaris Sport, Sinalco in Lizenz sowie Citrocasa und Frutas Naturales im Frischsaftbereich. Das ist breiter, als viele Anleger bei Berentzen vermuten. Trotzdem ist das Spirituosengeschäft weiterhin der wichtigste Ergebnisträger, und genau dort liegt das strukturelle Problem.

Die Zahlen für 2025 waren gemischt. Der Konzernumsatz ohne Alkoholsteuer fiel von 182,5 Mio. Euro auf 162,9 Mio. Euro, also um 10,7 %. Das bereinigte EBITDA sank von 19,3 Mio. Euro auf 17,1 Mio. Euro, das bereinigte EBIT von 10,6 Mio. Euro auf 8,5 Mio. Euro. Positiv war, dass das Konzernergebnis nach dem Verlustjahr 2024 wieder bei 2,4 Mio. Euro lag und der Free Cashflow von 2,7 Mio. Euro auf 5,1 Mio. Euro stieg. Die Nettofinanzverschuldung lag zum Jahresende 2025 offiziell nur bei 3,7 Mio. Euro, die Eigenkapitalquote bei 36,5 %, die Mitarbeiterzahl bei 428. Das ist solide, aber nicht dynamisch.

Der Jahresauftakt 2026 war schwach. Im ersten Quartal sank der Umsatz um 9,7 % auf 35,2 Mio. Euro. Das bereinigte EBIT brach von 1,2 Mio. Euro auf nur noch 0,2 Mio. Euro ein, das bereinigte EBITDA ging von 3,3 Mio. Euro auf 2,4 Mio. Euro zurück. Besonders belastend war das Segment Spirituosen: dort lagen die Umsätze im ersten Quartal bei 22,5 Mio. Euro nach 25,5 Mio. Euro im Vorjahr. Berentzen selbst verweist auf schwache Konsumnachfrage, hohe Lagerbestände im Handel und eine fortgesetzte Schwäche bei alkoholischen Getränken in Deutschland. Die Jahresprognose wurde trotzdem bestätigt: Für 2026 erwartet der Konzern weiterhin 163 bis 173 Mio. Euro Umsatz, 7 bis 9 Mio. Euro EBIT und 16,1 bis 18,1 Mio. Euro EBITDA.

Die Aktionärsstruktur ist breit gestreut. Nach aktuellen Daten von finanzen.net und MarketScreener liegt der Freefloat bei rund 90 %. Größere gemeldete Anteilseigner sind Lazard Frères Gestion mit rund 5,07 %, Aevum Pension Fund mit rund 5,01 %, MainFirst Affiliated Fund Managers mit rund 2,96 %, Marchmain Invest mit rund 2,79 % sowie die Berentzen-Gruppe selbst mit eigenen Aktien von rund 2,15 %. Zwar zählen einige Datenanbieter kleinere institutionelle Positionen zugleich zum Freefloat, daher addieren sich die ausgewiesenen Prozentwerte methodisch nicht immer sauber auf 100 %. Doch Berentzen hat keinen dominierenden strategischen Großaktionär mehr; es ist eine klassische Small-Cap-Streubesitzaktie. (finanzen.net)

Am 7. Juli 2026 notierte die Aktie auf Xetra bei 3,32 Euro. Bei 9,3937 Mio. ausstehenden Aktien ergibt sich rechnerisch eine Marktkapitalisierung von rund 31 Mio. Euro. Auf Basis des 2025er EPS von 0,252 Euro liegt das KGV bei rund 13,2. Das Kurs-Umsatz-Verhältnis liegt nur bei etwa 0,19, das Kurs-Buchwert-Verhältnis bei etwa 0,66. Die Dividende für 2025 betrug beziehungsweise sollte 0,11 Euro je Aktie betragen; beim Kurs um 3,32 Euro entspricht das rund 3,3 % Rendite. Diese Kennzahlen wirken günstig, aber der Bewertungsabschlag ist erklärbar: Berentzen ist klein, wenig liquide, operativ schwankungsanfällig und im Kerngeschäft strukturellem Druck ausgesetzt. (FinanzNachrichten.de)

Der wichtigste Gegenwind ist das Schrumpfen des deutschen Spirituosenmarkts. Der Bundesverband der Deutschen Spirituosen-Industrie und -Importeure meldete für 2025 im Lebensmitteleinzelhandel einen Absatzrückgang von rund 3 % und einen Umsatzrückgang von rund 4 %. Der Pro-Kopf-Konsum von Spirituosen sank 2025 erneut um rund 3 % auf etwa 4,85 Liter Fertigware. Auch das Statistische Bundesamt verweist darauf, dass der Alkoholkonsum in Deutschland im Zehnjahresvergleich rückläufig ist. Für Berentzen heißt das: Die alte Equity Story „starke Spirituosenmarken plus günstige Bewertung“ reicht nicht mehr. Das Unternehmen muss tatsächlich beweisen, dass Mio Mio, JUMA, RTD-Produkte, Export, Frischsaftsysteme und neue Vertriebskanäle die rückläufige oder stagnierende Spirituosenseite ausgleichen können. (spirituosen-verband.de)

Die Strategie BERENTZEN EVOLVE 2030 zielt genau darauf: neue Marken und Produkte, neue Märkte und neue Vertriebskanäle. In den offiziellen Unterlagen nennt Berentzen für 2026 unter anderem den JUMA-Launch ab Mai, einen Relaunch von Puschkin und neue Puschkin-Ready-to-Drink-Produkte in Dosen. Mio Mio soll durch Dosen, Neuprodukte und breitere Distribution wachsen. Frischsaftsysteme sollen international, insbesondere über Fruchtpressen, zulegen. Das ist strategisch richtig. Aber es ist noch kein Beweis. 2026 ist ausdrücklich ein Übergangsjahr; signifikante operative Effekte erwartet das Unternehmen selbst eher ab 2027.

Bei den Kurszielen ist der Unterschied zwischen Analystenoptimismus und vorsichtiger Eigenbewertung wichtig. Montega stuft Berentzen weiterhin mit „Kaufen“ ein und nennt ein Kursziel von 8,00 Euro; finanzen.net weist ebenfalls ein mittleres Analystenkursziel von 8,00 Euro aus, allerdings nur auf Basis eines Analysten. Die Schätzungen liegen für 2026 bei 165 Mio. Euro Umsatz, 8,3 Mio. Euro EBIT, 15,9 Mio. Euro EBITDA und 0,25 Euro Gewinn je Aktie; für 2028 werden 177 Mio. Euro Umsatz, 12,8 Mio. Euro EBIT, 20,4 Mio. Euro EBITDA und 0,59 Euro EPS erwartet. (Berentzen-Gruppe:)

Auf Sicht von fünf Jahren hängt fast alles an drei Punkten: Erstens muss das alkoholfreie Geschäft profitabel wachsen, nicht nur Umsatz bringen. Zweitens darf das Spirituosengeschäft nicht weiter so stark erodieren, dass jeder neue Wachstumsschritt sofort wieder aufgezehrt wird. Drittens muss das Management Kapital diszipliniert einsetzen; bei einer Marktkapitalisierung von nur rund 31 Mio. Euro kann schon eine kleine Fehlakquisition oder eine dauerhafte Margenschwäche den Investment Case beschädigen. Gelingt die Strategie, ist eine Aktie zwischen 6 und 9 Euro in einigen Jahren erreichbar. Scheitert sie, bleibt Berentzen ein günstiger, aber träger Microcap zwischen etwa 2,50 und 4 Euro.

Auf Sicht von zehn bis fünfzehn Jahren sehe ich Berentzen nicht als klassischen Buy-and-Hold-Qualitätswert, sondern als Nischenwert mit optionalem Transformationshebel. Die Unternehmensgeschichte zeigt Anpassungsfähigkeit: Berentzen hat Apfelkorn erfunden, fusioniert, Marken übernommen, sich von Aurelius restrukturiert, ins alkoholfreie Geschäft und in Frischsaftsysteme diversifiziert. Aber die Zukunft wird härter als die Vergangenheit. Alkohol verliert bei jüngeren Konsumenten an Selbstverständlichkeit, Regulierung und Gesundheitsdebatten nehmen eher zu als ab, und kleine Getränkemarken müssen im Handel ständig um Regalplatz und Marketingdruck kämpfen. Langfristig attraktiv wird Berentzen nur dann, wenn aus Mio Mio, JUMA, Citrocasa und neuen Formaten ein zweites starkes Standbein entsteht, das nicht bloß die sinkende Spirituosenbasis kaschiert, sondern den Konzern strukturell verändert.

Für risikobereite Anleger mag Berentzen ein spekulativer Value- und Turnaround-Titel und insofern zumindest zum weiteren Beobachten als Sondersituationswert interesssant sein, bei dem die Halbjahreszahlen 2026 und die ersten sichtbaren Effekte von JUMA, Mio Mio-Dose, Puschkin-Relaunch und Frischsaftsystemen entscheidend werden.

Ich selbst bin hier nicht drin und habe auch keinen Einstieg vor. Mich interessieren vor allem deutsche Unternehmen nicht nur aus wirtschaftlichen Gründen, sondern auch mit Blick auf ihre Historie. Dabei war die Berentzen-Gruppe im Zuge meiner Recherchen mit auf den Schirm geraten. 

Allen, die hier investiert sind, wünsche ich viel Erfolg. 

Antworten
janp97:

Prognose

 
21.07.26 10:30
Prognose erneut nach unten angepasst. Vergütungsbericht von der HV erneut abgelehnt, was ist hier los?
Antworten
MrTrillion3:

DE0005201602 - Berentzen-Gruppe AG

3
21.07.26 15:29

Eine erneute Prognosesenkung zeigt, dass der Vorstand die Entwicklung zuvor zu optimistisch eingeschätzt hat; die abermalige Ablehnung des Vergütungsberichts ist zugleich ein deutliches Signal, dass viele Aktionäre Leistung und Bezahlung nicht mehr für angemessen halten. Solange Berentzen weder die Ergebnisse stabilisiert noch bei Vergütung und Unternehmensführung glaubwürdig reagiert, bleibt die Aktie eine Turnaround-Spekulation. 

Antworten
Michel11:

Berentzen-Gruppe AG

3
22.07.26 09:00
Die einzigen, die in den letzten Jahren Millionen gescheffelt haben, sind die Vorstände. Und der Aufsichtsrat schaut tatenlos zu. Aber bei Berentzen sind immer andere Schuld an der Miserie. Der Untergang ist vorprogrammiert.
Antworten
C4_1100:

Übernahme???

 
16.09.26 19:14
Hab ich was verpasst?
Oder weiß jemand die Gründe für den massiven Sprung ?
Antworten
Tom7070:

Übernahme wohl...

 
16.09.26 20:44
Mit einem 5er vor dem Komma könnte ich leben.Mal schauen,wie das hier weitergeht.Spannend jedenfalls.
Antworten
TheseusX:

Berentzen spricht über Kauf durch Sazerac

 
17.09.26 17:03
HASELÜNNE (dpa-AFX) - Der Schnaps- und Getränkehersteller Berentzen ist in Gesprächen zu einer Übernahme durch einen Branchenriesen aus den USA. Mit dem auf Whiskey spezialisierten Konkurrenten Sazerac wird über ein öffentliches Übernahmeangebot verhandelt, wie die Firma aus dem niedersächsischen Haselünne nach einem entsprechenden Bericht des Finanzdienstes Bloomberg bestätigte.

Der unter anderem für Berentzen Apfelkorn und Puschkin Vodka bekannte deutsche Anbieter war zuletzt an der Börse rund 35 Millionen Euro wert. Für Sazerac mit Marken wie Southern Comfort und Buffalo Trace wäre eine solche Übernahme leicht zu stemmen: Dem "Wall Street Journal" zufolge bot Sazerac in diesem Jahr dem Jack-Daniel's-Hersteller Brown-Forman eine rund 15 Milliarden Dollar schweren Übernahmedeal an, bekam aber im ersten Anlauf einen Korb. Stattdessen kaufte Sazerac jüngst den britischen Spirituosen-Hersteller Au Vodka. Der Deal war nach Bloomberg-Informationen rund 300 Millionen Pfund (350 Millionen Euro) schwer.

Berentzen hatte zuletzt mit einer schleppenden Alkohol-Nachfrage zu kämpfen. Nach dem ersten Halbjahr wurden die Jahresziele nach unten geschraubt. Der Halbjahresumsatz schrumpfte um gut elf Prozent auf 71 Millionen Euro, der Betriebsgewinn vor Zinsen und Steuern sackte um mehr als 80 Prozent auf nur noch rund 600.000 Euro ab. Von Berentzen kommen auch Spirituosen wie Doornkaat und Bommerlunder. Daneben werden alkoholfreie Getränke hergestellt, darunter Mio Mio und in Lizenz Sinalco./so/DP/zb

Quelle: www.onvista.de/news/2026/...-us-konzern-sazerac-0-10-26554296
Antworten
Klaus_Cleber:

das sagt ChatGPT

 
18.09.26 09:55
Ja – und das Gerücht ist inzwischen mehr als ein Gerücht: Die hat am 16. September 2026 offiziell bestätigt, dass sie mit dem US-Spirituosenkonzern über ein freiwilliges öffentliches Übernahmeangebot verhandelt. Eine Übernahme ist aber noch nicht vollzogen.

Was könnte mit den Standorten passieren?
Aktuell gibt es keine veröffentlichte Aussage von Berentzen oder Sazerac, dass ein Standort geschlossen werden soll. Man kann aber anhand der Struktur des Unternehmens ziemlich gut einschätzen, wo die jeweiligen Risiken und Chancen liegen.
  Standort§Aktuelle Funktion Was bei Sazerac besonders relevant wäre
 Haselünne§Konzernzentrale, Verwaltung, Vivaris/alkoholfreie Getränke, historischer Berentzen-Hof Verwaltung am ehesten unter Kostendruck, Produktion aber mit eigener Bedeutung
    Minden§Spirituosenproduktion, über 80 Mio. Flaschen/Jahr, Pabst & Richarz Für den Käufer strategisch interessant, weil hier tatsächlich große Produktionskapazitäten vorhanden sind
      Linz§Citrocasa – Fruchtpressen, Orangen und Abfüllgebinde Gehört zu einem anderen Geschäftsfeld; mögliche Abgrenzung/Verkauf denkbar
  Istanbul§Vertriebsgesellschaft für Spirituosen Eher Vertriebs-/Organisationsfrage

Diese Funktionen entsprechen der derzeitigen Standortstruktur von Berentzen.
Mein wichtigster Punkt: Minden und Haselünne sind unterschiedlich zu betrachten

Minden könnte für Sazerac durchaus interessant sein. Dort werden mehr als 80 Millionen Spirituosenflaschen pro Jahr produziert. Das ist eine echte industrielle Basis und nicht bloß eine Verwaltungsstruktur.

Daher wäre ein Szenario denkbar, bei dem Sazerac die Produktion in Minden weiterführt und möglicherweise stärker auslastet – beispielsweise indem weitere Marken oder Produkte des Konzerns dort produziert werden.

Bei Haselünne wäre die Situation komplizierter. Dort sitzen Konzernzentrale und Teile der Verwaltung; außerdem gibt es die alkoholfreie Getränkeproduktion von Vivaris.

Bei einer Übernahme durch einen amerikanischen Konzern liegt typischerweise gerade bei Doppelstrukturen in Verwaltung, Finanzen, IT, Controlling, Personal, Kommunikation usw. ein mögliches Einsparpotenzial. Das bedeutet nicht automatisch Entlassungen – aber diese Bereiche wären aus meiner Sicht diejenigen, bei denen man besonders genau hinschauen müsste.
Warum Sazerac ein Interesse an Berentzen haben könnte

Interessant ist der Zeitpunkt: Sazerac kauft derzeit offenbar sehr aktiv Marken zu. Erst vor wenigen Tagen wurde die Übernahme der britischen Vodka-Marke Au Vodka für mehr als 300 Mio. Pfund gemeldet.

Berentzen ist dagegen relativ klein bewertet und befindet sich momentan wirtschaftlich unter Druck. Im ersten Halbjahr 2026 fiel der Umsatz um gut 11 % auf 71 Mio. Euro; die Jahresprognose wurde ebenfalls reduziert.

Das könnte bedeuten, dass Sazerac weniger an der bestehenden Konzernverwaltung als vielmehr an Marken, Vertrieb, Produktionskapazitäten und dem Zugang zum europäischen Markt interessiert ist.
Was ich deshalb momentan für die Standorte erwarten würde

Wenn es tatsächlich zu einer vollständigen Übernahme kommt, würde ich die Entwicklung eher in dieser Reihenfolge beobachten:

   Minden: Augenmerk auf Produktionsstrategie und Auslastung – eine Weiterführung erscheint aufgrund der vorhandenen großen Kapazität grundsätzlich plausibel.

   Haselünne: größtes Augenmerk auf die Verwaltung und mögliche Zusammenlegung von Funktionen mit Sazerac.

   Vivaris/alkoholfreie Getränke: sehr interessant, weil Sazerac primär ein Spirituosenkonzern ist. Hier stellt sich die Frage, ob dieser Geschäftsbereich strategisch zum Käufer passt.

   Linz/Citrocasa: könnte relativ unabhängig weiterlaufen, könnte aber bei einer strategischen Neuausrichtung ebenfalls auf den Prüfstand kommen.

   Istanbul: wahrscheinlich eher eine Frage der Vertriebsorganisation.

Wichtig: Das sind Szenarien, keine angekündigten Maßnahmen. Zum jetzigen Zeitpunkt ist öffentlich lediglich die Aufnahme von Übernahmeverhandlungen bestätigt.

Also kein 1 Euro-Shop Kurs ;-)
Antworten
Tom7070:

Meint Ihr,

 
18.09.26 13:01
dass die über die Börse schon einsammeln ?
Für Berentzen Verhältnisse war der Umsatz schon enorm.
Heute bisher eher ruhig im Vergleich zu gestern und vorgestern.
Eine Stimmrechtsmitteilung ist bisher keine veröffentlicht.
Antworten
Lillelou:

Übernahme

3
18.09.26 13:59
Die Umsätze sind bereits länger recht hoch. Ich würde aber meinen Allwertesten darauf verwetten, dass die Käufer aus dem Umfeld von Herr. O.S. kommen und irgendwie Wind von der Übernahme bzw. den Gesprächen bekommen haben. Ein Schelm......
Antworten
aguti:

Da könntes JU MA recht haben.

 
18.09.26 19:41
Antworten
Highländer49:

Berentzen

 
21.09.26 10:12
Apfelkornbrenner Berentzen schlüpft wohl unter das Dach des US-Whiskeyherstellers Sazerac. Die Vereinbarung eines Fusionsangebots steht.
www.spiegel.de/wirtschaft/...3-4016-a242-1feb839895ac#ref=rss
Antworten
Tom7070:

Ich hab meine heute verkauft.

 
21.09.26 12:50
Mit einem schönen Gewinn.
Nach all den Jahren der Tristesse.
Schwein gehabt...
Antworten
Netfox:

Glückwunsch für die noch bis zuletzt

2
21.09.26 20:06
Investierten. Ich habe damals bei Berentzen enormes Potential gesehen, sie aber vor Jahren schon wegen der offensichtlichen Ignoranz des Managements gegenüber den Shareholdern verkauft.
Das Traurige ist, dass wieder ein deutsches Traditionsunternehmen fürn Appelkorn und nen Eierliķör von einem außereuropäischen Unternehmen geschluckt wird. Und das nur, weil das Management über Jahre versagt hat und kein Interesse am Kurs der Aktie hatte.
Das gleiche gilt für viele Micro- und Smallcaps auf dem Parkett leider weiterhin.  
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18 2.523 Berentzen - mehr als nur ein Schnaps? Invest123 Netfox 21.09.26 20:06
  56 Berentzen ein Wasserunternehmen! 011178E Klaus_Cleber 22.07.24 15:31

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