www.sueddeutsche.de/wirtschaft/...ik-muss-das-nutzen-1.3611840
"Die Kosten für die Nachrüstung muss die Autoindustrie tragen
Und dann ist da ja noch, dritter Faktor, ein couragierter Richter in Stuttgart. Er hat klargemacht, dass die bisherigen Angebote zur Nachbesserung nicht ausreichen, um Fahrverbote zu verhindern; und zwar ganzjährige Fahrverbote für Autos, die die Abgasnormen nicht erfüllen. Ein reines Software-Update, das Politiker wie Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer schon als Heldentat verkauft haben, ist zu wenig. Zugespitzt gesagt, ist ein Software-Update nichts anderes als eine weitere Schummelsoftware, die eine Lösung vorgaukelt, die es nicht gibt. Denn ein Software-Update macht aus schmutzigen Autos keine sauberen, sondern nur etwas weniger schmutzige.
Das reicht aber nicht, weder für die Stickoxidwerte in den Städten, noch, um das Ansehen des Diesels zu retten. Das sollte eigentlich auch die Autoindustrie erkennen, die auf diese Technologie noch auf Jahre angewiesen ist, um für ihre Fahrzeugflotten die EU-Grenzwerte beim Ausstoß des klimaschädlichen Kohlendioxids einhalten zu können. Die Industrie muss deshalb auch eine technische Nachrüstung für alle Fahrzeuge anbieten, bei denen das möglich ist. Und sie muss die Kosten dafür tragen. Mal sehen, ob die Politik diesmal die Courage hat, das durchzusetzen."