Hardware-Nachrüstungen - aber nur in den USA
"Als Grund für die aktuelle Gewinnwarnung nannte Volkswagen, dass die Abwicklung der vereinbarten Nachrüstungen sowie der Rückkäufe von 2,0-Liter-Dieseln „erheblich langwieriger und technisch anspruchsvoller“ seien. Nähere Informationen hierzu teilte der Konzern zunächst nicht mit.
Dabei ist schon seit vielen Monaten bekannt, wie aufwändig das Umrüst-Programm der Dieselmotoren in den USA ist - ganz im Gegensatz zu Deutschland. Wie aus Unterlagen hervorgeht, die US-Kunden in den USA bekommen, gibt es nach der "Phase 1" des reinen Software-Updates auch eine "Phase 2", und zwar für VW- und Audi-Modelle mit 2,0-Liter-TDI-Motoren des Baujahrs 2014. Die Phase 2 startet demnach ab 2018 und gilt bei VW für Autos, die eine Laufleistung von umgerechnet knapp 65.000 Kilometern (bei Automatik-Fahrzeugen) oder 112.000 Kilometern (bei Handschaltern) erreicht haben.
Ausgetauscht würden dann der Dieselpartikelfilter sowie - falls vorhanden - der NOx-Speicherkatalysator und Teile des SCR-Systems (AdBlue-Einspritzung zur Reduzierung von Stickoxiden). Zudem könne es sein, dass sich nach dem ersten Software-Update der AdBlue-Verbrauch der Autos erhöhe. Auch einen neuen NOx-Sensor werde man einbauen."
www.focus.de/auto/news/abgas-skandal/...n-usa_id_7654661.html
Warum geht das in USA und in Deutschland nicht?
Weil die US-Regierung dafür gesorgt hat, dass VW 326.000 Autos zurück kaufen musste und diese erst dann wieder verkaufen oder exportieren darf wenn sie gesetzeskonform sind. Und beim eigenen Auto fällt die Enrscheidung natürlich leichter.
In D gehören die Fahrzeuge den lästigen, nervigen Kunden und eine Verpflichtung zum Rückkauf ist rechtlich nicht vorgesehen.