Der Punkt ist der, dass die Zentralbanken mächtiger denn je sind seit der Lehman-Pleite und genau darum wird es auch zu keinem Zusammenbrechen des jetzigen Finanzsystems kommen. Zumal die Zentralbanken und zwar alle Großen inkl. China mittlerweile sehr eng zusammenarbeiten was die Macht der Zentralbanken noch größer macht.
Irgendwelche Blasen ob bei Aktien oder bei Immobilien oder bei Anleihen wird es immer an den Börsen geben. Ist ja was ganz Normales und hat es schon vor über 40 Jahren gegeben, aber dass deshalb das weltweite Finanzsystem auseinander brechen sollte ist dann schon sehr weit hergeholt. Da war die Gefahr als es zwischen den einzelnen Zentralbanken noch zu regelrechten Währungskriege gekommen ist weitaus größer.
Die Kunst an der Börse ist es so lange mit den Bullen mitzureiten bis sich die Blase auflöst. Das war z.B. bei Gold so als das nach der Lehman-Pleite von rd. 1.000 $ auf 1.900 $ innerhalb 3 Jahren gestiegen ist und danach gnadenlos abgestürzt ist auf das Anfangsniveau. Ist aber natürlich leichter gesagt als getan.
Mein Ziel bei Gold ist nach wie vor bei etwas über 1.500 $, aber ich denke mal, dass jetzt erst Mal eine Konsolidierung ansteht und bei 1.310 $ würde ich eine erste Position wieder aufbauen und sollte es bis zu 1.280 $ gehen, halte ich für nicht unwahrscheinlich, da genau dort die Aufwärtstrendlinie vom Dezember derzeit verläuft, würde ich kräftig aufstocken. Wobei aber es durchaus positiv wäre, wenn Gold wieder über die 20er geht, die aktuell bei 1.343 steht. Dann könnte man auch ohne Konsolidierung wieder in Gold ohne allzu großes Risiko wieder rein gehen und natürlich dann auch in Goldminer-Aktien. Wobei hier mein Favorit ganz klar Newmont Mining sind. Die gefallen mir operativ besser (siehe letzte Q2-Zahlen) wie auch von der Bilanz her als Barrick Gold. Charttechnik ist das eine Fundamenatls das andere. Morgen spricht die Yellen und sollte die eine baldige Zinserhöhung nigieren, dann würde das alles rund um Gold wieder deutlich besser aussehen. Aber mittlerweile haben doch schon 3, 4 FED-Mitglieder ganz deutlich gemacht, dass sie für eine baldige Zinserhöhung sind und das kann die Yellen normalerweise nicht ignorieren. Der Wirtschaft würde eine Zinserhöhung von 0,25% ohnehin nicht weh tun.
Risiken gibt es zu genüge und genau darum glaube ich, dass Gold in den kommenden 6/9 Monate auf die 1.500 $ laufen wird. Aber glauben ist an der Börse immer sehr gefährlich, weil sich viele nicht eingestehen können, dass sie falsch gelegen haben. Glauben heißt aber auch nichts zu wissen und deshalb gerade bei Gold immer schön auf die Charttechnik schauen, denn bei Gold funktioniert die Charttechnik vor allem mit Trendlinien/Auwärtstrendlinien wie die sehr markante ab Dezember und horizontalen Widerständen exzellent. Weitaus besser wie bei Einzelaktien und etwas besser wie bei großen Indizes wie z.B. dem DAX. DAX z.B. über die 10.650 dann ultra Long bis 10.740. Sollte es dann aber wieder unter die 10.630 gehen, dann den DAX-Long sofort wieder auflösen.