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Bankges.Berlin - Zock ohne Risiko ?

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Passende Knock-Outs auf DAX

Strategie Hebel
Steigender DAX-Kurs 5,00 10,02 20,00
Fallender DAX-Kurs 5,57 10,01 19,97
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen finden Sie jeweils hier: DE000NB11FL9 , DE000NB2E2G2 , DE000NB4UUD3 , DE000NB40M42 , DE000NB2SBV3 , DE000NB4ZNB1 . Bitte informieren Sie sich vor Erwerb ausführlich über Funktionsweise und Risiken der Produkte. Bitte beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung.

Beiträge: 64
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Landesbank Berlin. kein aktueller Kurs verfügbar
 
Levke:

Bankges.Berlin - Zock ohne Risiko ?

 
20.03.02 09:37
Habe mir gestern mal 1.000 zu EUR 2,10 zugelegt !

Was meint Ihr ?
a. Tiefer geht es nimmer
b. da passiert eh nichts
c. auf Sicht von 3 Monaten könnte man die EUR 3,00 sehen
d. verstehe dich wiedermal nicht
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Levke:

hier der Chart

 
20.03.02 09:41
       Bankges.Berlin - Zock ohne Risiko ? 613643
     
Antworten
Levke:

hier die letzte Meldung vom 08.03.

 
20.03.02 09:44
Ende März gibt es dann genaueres:

www.finanzen.net/news/news_detail.asp?NewsNr=71259&RubrikNr=3

Antworten
Depothalbierer:

Könnte interessant werden, habe aber noch zu wenig

 
20.03.02 09:51
Hintergrundinfos.
Antworten
ulrich14:

@Levke

 
20.03.02 09:58
..hallo Levke, ist das erste mal, daß ich direkt mit dir tickere, aber gelesen, hab ich dich schon immer..

..das Spiel mit der Aktie von der Bankgesellschaft Berlin hat auch noch eine andere "Bodenabsicherung"..die gedruckte Aktie ist wunderschön und wird als effektives Stück unter Händlern zwischen 3 und 4 Euro gehandelt...

..also wenns schief geht: ausliefern lassen

..beste grüße aus Deutschlands Süden( Heidelberg) in dessen Norden..
Antworten
Levke:

Hallo Depothalbierer

 
20.03.02 10:00
schau' Dir mal die News unter dem AG-Filter an;
habe ich gestern auch alle gelesen.
Hier wurde in Berlin viel Mist verzapft - keine Frage;
von daher erwarte ich auch nicht, daß die Aktie wieder alte
Kurse erreicht, aber bei der anhaltenden Konsolidierung und
daraus vielleicht resultierenden besseren News, könnte die
EUR 3,00 mal wieder in Sicht sein.
Auch eine Übernahme scheint nie ausgeschlossen.

Meine Kaufaktion ist auch nur als "langfristiger" Zock zu sehen
mit dem Vorteil, daß man bei einem Kaufkurs von 2,10 - 2,15 sicher
nicht viel verlieren kann
Antworten
1Mio.€:

Wo es effektive stücke gibt ist Ulrich nicht weit

 
20.03.02 10:01
Gruss und guten morgen ins schöne Heidelberg.

@Levke
Liest sich ja interessant werde die sache bei Dir gespannt verfolgen :-)

Gruss Mio.
Bankges.Berlin - Zock ohne Risiko ? 613680
Antworten
Levke:

na das ist ja was ulrich14

 
20.03.02 10:02
muss in diesem Jahr sowieso nochmal mein Büro tapezieren...)))

Viele Grüße in den Süden
Antworten
ulrich14:

@Levke: Luxustapete mit qm-Preis von 40.-€ o.T.

 
20.03.02 10:11
Antworten
Levke:

Hallo @Kicky - was meinst Du ?

 
20.03.02 10:27
Als Berlinerin dazu ?
Schließlich ist die Bankgesellschaft auch ein Politikum;
die neue Regierung konnte sich bisher ja noch nicht zum Teilverkauf
durchringen.
Das Hamburger Gegenstück, die Hamburger Sparkasse, hatte auch schon
Kaufinteresse signalisiert; die Haspa ist eine Paradebeispiel dafür,
daß man auch regional als Bank Erfolg haben kann.

Viele Grüße nach Berlin + ignoriere bitte die Anfeindungen
Levke
Antworten
Levke:

dZdM - Meinung ? heheh o.T.

 
20.03.02 12:10
Antworten
Levke:

Am 09.04. passiert endlich mal was........

 
03.04.02 10:39
Am 9. April 2002 plant das Berliner Abgeordnetenhaus die Abstimmung über die Abschirmung des Konzerns Bankgesellschaft Berlin von den wesentlichen Risiken aus dem Immobiliendienstleistungsgeschäft durch das Land Berlin. Danach tritt die Sanierungsvereinbarung mit Unterschrift der Vertragsparteien in Kraft. Die Arbeitnehmer werden damit einen maßgeblichen Beitrag zur Sanierung des Konzerns leisten; dies wird die separat geplanten Sachkosteneinsparungen in Höhe von 150 Mio. Euro ergänzen.

Sollte die Abstimmung Erfolg haben, kann sich die Bankgesellschaft
wieder auf das profitable Kerngeschäft konzentrieren..........

Ich will ja nur die EUR 3,00............
Antworten
chartgranate:

sieht wirklich nicht uninteressant aus und vor

 
03.04.02 10:46
allem leistest Du ein grosses Stück für den Wiederaufbau der Berliner Bankenszene und das als Hamburger....Hut ab levke.... :-)))
Antworten
Levke:

hehe "Die Fuchsbriefe" lesen meine Postings...

 
05.04.02 11:00
Hop oder Top am 09.04. ??

05.04.2002
Bankgesellschaft Berlin halten
Fuchsbriefe  

Die Aktie der Bankgesellschaft Berlin AG (WKN 802322) ist für die Experten der "Fuchsbriefe" lediglich eine Halteposition.

Am 09. April entscheide das Berliner Abgeordnetenhaus über die Zukunft der maroden Bank. Wie auch immer sich die Abgeordneten entscheiden, der alte Name dürfte wohl der Vergangenheit angehören.

Zwei Szenarien seien möglich. Werde die Haftungsübernahme durch das Land abgelehnt, werde die Aktie nochmals deutlich an Wert verlieren. Im "Glücksfall" werden immerhin Spekulanten kurzfristig ihren Reibach machen.

Neuengagements sind vernünftigen Anlegern nicht zu empfehlen. Bereits investierte sollten sich bei einer Wiederbelebung im Falle einer "positiven Entscheidung" von Bankgesellschaft Berlin-Aktien trennen, so lautet der Ratschlag von Experten der "Fuchsbriefe".


Antworten
Kicky:

7.04.2002 Die letzte Rechnung

 
07.04.02 01:20
7.04.2002    
 
Tagesspiegel

 
Bankgesellschaft Berlin  
 
Die letzte Rechnung  
 
Soll das Land für die Bankgesellschaft geradestehen? Berlins Abgeordnete stehen vor einer schweren Aufgabe  
 
Daniel Rhee-Piening  
 
Noch zwei Tage haben die 141 Abgeordneten des Berliner Parlaments Zeit, dann sollen sie entscheiden. Bewilligen sie eine so genannte Risikoabschirmung in Höhe von 21,6 Milliarden Euro für das Immobiliendienstleistungsgeschäft der Bankgesellschaft Berlin, oder - so die Drohung - schicken sie den Konzern in die Insolvenz. Natürlich nimmt dieses Wort niemand offen in den Mund, es wäre grob geschäftsschädigend und würde zu beträchtlicher Unruhe bei Mitarbeitern und Kunden führen. Hartmut Friedrich, Berliner Vize der Gewerkschaft Verdi, hat nochmals eindringlich an die Abgeordneten appelliert, der Risikoabschirmung im Interesse von mehr als 16 000 Arbeitsplätzen zuzustimmen. Und Claus Guggenberger, Sprecher des Finanzsenators Thilo Sarrazin, sagt: "Das mag ich mir gar nicht vorstellen."

Doch vorstellen kann man sich die Situation schon. Beim Bundesaufsichtsamt für das Kreditwesen (BAKred) in Bonn würde man dann feststellen müssen, dass die Eigenkapitalquote der Bankgesellschaft nicht mehr hoch genug ist, die gesetzlichen Bestimmungen zur Führung eines Bankbetriebs nicht mehr erfüllt werden. Der Bankbetrieb müsste untersagt werden. Doch natürlich sagt auch ein Sprecher des BAKred: "Wir gehen davon aus, dass die Risikoabschirmung am 9. April vorgenommen wird."

Angefallen sind diese Risiken in 54 Immobilienfonds, in rund 400 Einzelfirmen, deren "Obergesellschaften" die IGB, die IBAG und die LPFV sind. Da wurden Immobilienfonds mit Mietgarantien und einer Laufzeit bis zum Jahr 2030 aufgelegt, da wurden Grundstücke für Milliarden Euro auf Vorrat gekauft. Nach den Erfahrungen in der Vergangenheit könnte da noch "manche Mine liegen", sagt ein Abgeordneter. Nicht wenige seiner Kollegen haben Bedenken, der Risikoabschirmung zuzustimmen. Allen voran die Grünen haben Bedingungen gestellt. Bei SPD/PDS und CDU hingegen heißt es, die Abgeordneten seien sich ihrer Verantwortung bewusst. Ein Konkurs sei keine Lösung. Was aber würde die Pleite der Bankgesellschaft für Sparer, Land und Mitarbeiter bedeuten?

Am schnellsten beantworten lässt sich die Frage für die Sparer, die rund 13,5 Milliarden Euro beim Konzern angelegt haben. Die Spareinlagen bei der Landesbank mit der Sparkasse und bei der Berliner Bank sind sicher. Selbst im Falle einer Pleite des Konzerns würden für die Sparer bei der Berliner Bank (rund sieben Milliarden Euro) zunächst der Einlagensicherungsfonds der privaten Banken aufkommen. Der Einlagensicherungsfonds würde allerdings versuchen, dieses Geld vom Land zurückzubekommen. Das Geld für die Sparbuchbesitzer (rund 6,5 Milliarden Euro) bei der Sparkasse würde wohl auch das Land aufbringen müssen.

Doch dies ist erst der geringste Teil. Relativ unbestritten ist, dass das Land gesetzlich verpflichtet ist - die Fachbegriffe lauten Anstaltslast und Gewährträgerhaftung (siehe Erklärung) - für alle Verbindlichkeiten der Landesbank aufzukommen. Berlin müsste sogar den weiteren Betrieb von LBB und Sparkasse aufrechterhalten. Da aber die Landesbank für die Risiken aus dem Fondsgeschäft der Immobilientöchter der Bankgesellschaft geradestehen muss, etwa für Mietgarantien und Rücknahmegarantien, käme auf das Land Berlin eine weitere Forderung in Höhe von rund 3,1 Milliarden Euro zu. Dies wäre unter Umständen sogar noch zu verkraften, lautet die schnelle Rechnung. Das Land könnte doch seine Verpflichtungen aus dem öffentlich-rechtlichen Bereich der Bankgesellschaft erfüllen und den privatrechtlichen Teil in die Insolvenz gehen lassen. Wenn dem so einfach wäre!

Das Beziehungsgeflecht zwischen Bankgesellschaft und Landesbank ist außerordentlich eng. Die Landesbank muss nach den bestehenden Verträgen auf vielfältige Weise für Verpflichtungen der Bankgesellschaft geradestehen. Die LBB wäre von einer Pleite der Bankgesellschaft massiv betroffen. Die Landesbank hat der Bankgesellschaft rund 21,8 Millionen Euro geliehen. Das Geld wäre zu einem erheblichen Teil weg, ginge die Bankgesellschaft pleite. Schließlich ist die Landesbank mit einer stillen Einlage in Höhe von rund 800 Millionen Euro an der Bankgesellschaft beteiligt, auch diese Beteiligung wäre kaum noch etwas wert.

Der Finanzsenator hat die Risiken Ende Februar einmal zusammengerechnet und ist auf Summen zwischen drei und sechs Milliarden Euro gekommen. Der Europäischen Union hat er im Beihilfeantrag für die Bankgesellschaft rund 21,6 Milliarden Euro genannt. In der Detailvereinbarung mit der Bankgesellschaft zur Risikoabschirmung fand sich sogar die Zahl von 35,34 Milliarden Euro. Dieser Betrag enthält allerdings Doppelzählungen. Rechnet man diese heraus, kommt man wieder auf die erwähnten 21,6 Milliarden Euro. Doch auch diese utopische Summe würde wohl nur erreicht, wenn alle Beteiligungen der Bankgesellschaft, alle ihre Grundstücke und alle Gebäude über Nacht wertlos würden, alle Fonds pleite gingen.

Auch wenn die Abgeordneten dem "Zahlensalat" aus dem Hause Sarrazin nur bedingt trauen, auch wenn sie weitere Milliardenrisiken befürchten, die Abschirmung erscheint die billigere Lösung.

Doch sie kann nur ein Schritt sein. Denn eigentlich müssten Sarrazin und der Vorstandsvorsitzende der Bankgesellschaft, Hans-Jörg Vetter, schon heute weitere Fragen beantworten. Fragen danach, wie sie sich die Zukunft der Bankgesellschaft vorstellen, wie sie einen Anschlusskonkurs ausschließen wollen, wie sie mit der Bankgesellschaft Geld verdienen wollen.  
 
und meine private Meinung ist eher die,dass ich es unglaublich finde,wenn hier 21 MILLIARDEN für das Immobiliengeschäft gebürgt werden sollen,für ein Geschäft von dem bekannt ist,dass es ein Riesenflop ist,aus einer Zeit der Euphorie nach der Wende in der man tatsächlich glaubte,man könne massenhaft Gewrbegebiete neu gründen,ja sogar die Plattenbausiedlungen rentabel sanieren.Kennt einer von Euch Hellersdorf oder Marzahn oder die Landsberger Strasse?
21 Milliarden während in Berlin 20000 Stellen im öffentlichen Dienst gestrichen werden sollen-und dies zur angeblichen Rettung von 16000 anderen Arbeitsplätzen bei dieser Bank!Nee da frag lieber nicht mich,ich denke da eher anarchisch lasst sie doch Konkurs gehen
 
Antworten
Levke:

Danke Kicky ...

 
07.04.02 07:43
da sind wir ja mal gespannt....
Antworten
Levke:

Quizfrage: Wie heisst das Wort mit X

 
08.04.02 16:59
Kleine Hilfe:

Fängt mit N an und in der Mitte ist ein I

Wieso geht es heute eigentlich schon ab ?
Was hören die Berliner im Radio ?
Antworten
chartgranate:

@levke

 
08.04.02 18:02
die hören eigentlich alle "Drugs FM" und das Word heisst doch seit neuestem "Hickenhacken"...wo bitte sind denn da die Buchstaben X,N oder I??? :-)
Antworten
Levke:

hehe charti - mach' morgen das Radio an

 
08.04.02 19:34
oder gehe am besten morgen persönlich ins
Parlament und sage sofort Bescheid, wie
Eure Abgeordneten abgestimmt haben.....

Ich finde, so einen Tag Urlaub kann man für
einen alten Zapf-Kumpel ruhig mal einreichen.....
Antworten
Kicky:

ist einen Zock wert ,die Gigantische Garantie

 
08.04.02 23:47
so sehr es mich auch ärgert:die Alternative sei für Berlin 20 Milliarden teuer bei Insolvenz ....
hier die letzten Presseberichte von Frankfurter Rundschau und Berliner Zeitung:

Gigantische Garantie bereitet Berlins Abgeordneten Kopfzerbrechen
"Risikoabschirmung" des Landes für bis zu 21,6 Milliarden Euro soll die wankende Bankgesellschaft vor der Pleite bewahren
Von Pitt von Bebenburg
Mit einer milliardenschweren "Risikoabschirmung" soll das Land Berlin die wankende Bankgesellschaft vor der Pleite retten. Am heutigen Dienstag muss das Abgeordnetenhaus diese vermutlich gravierendste Entscheidung der Legislaturperiode treffen, die weitere harte Einschnitte im Land erfordern dürfte. Gespannt wird erwartet, ob die rot-rote Mehrheit dafür steht.
BERLIN, 8. April. In einer stundenlangen Sitzung haben Finanzsenator Thilo Sarrazin (SPD) und der oberste Bankenaufseher Deutschlands, Jochen Sanio, die Berliner Abgeordneten am Montag davon zu überzeugen versucht, dass an der Garantie-Erklärung des Parlaments kein Weg vorbeiführt. Bis in den Abend hinein tagten die Fraktionen. In den Regierungsparteien SPD und PDS äußerten mehrere Parlamentarier Bedenken.
Die Oppositionsparteien CDU, Grüne und FDP forderten Nachbesserungen am Beschlusstext. Vor allem wollten sie "Kontrollmöglichkeiten des Parlaments" verankert sehen, betonte der CDU-Fraktionsgeschäftsführer Uwe Goetze.

Für welche Summen das Land bürgen soll, kann derzeit niemand beziffern. Senator Sarrazin nimmt an, dass im schlimmsten Fall sechs, in einem wahrscheinlicheren Fall 3,7 Milliarden Euro in Anspruch genommen werden müssen. Auf dem Papier geht es jedoch um eine Haftung in Höhe von 21,6 Milliarden Euro. Diese Summe entspricht den gesamten jährlichen Ausgaben des Landes. Sie gelte aber nur für den theoretischen Fall, dass der gesamte Immobilienbereich der Bankgesellschaft keinen Wert mehr besitze, betonte Sarrazins Sprecher Claus Guggenberger.
Wirtschaftssenator Gregor Gysi (PDS) sprach von einer "furchtbaren Erbschaft". Eine Alternative zur "Risikoabschirmung" sehe er aber nicht. Die Insolvenz sei "kein Weg, den man gehen kann". Es wäre die größte deutsche Bankenpleite aller Zeiten. Sie würde "verheerende Folgen" haben und "sofort sehr viel teurer" werden als ein Beschluss des Abgeordnetenhauses, sagte Gysi der FR. Auch CDU-Politiker Goetze hält es für notwendig, die Insolvenz zu verhindern, "aber nicht um jeden Preis". Er erinnerte daran, dass die Bankgesellschaft am Berliner Filialgeschäft einen "Kundenanteil von 50 Prozent" habe. Eine Bankenpleite "gäbe vor jeder Filiale mittlere Aufstände", meint Goetze.
Dennoch wollen nicht alle Parlamentarier der rot-roten Koalition zustimmen. Der SPD-Abgeordnete Hans-Georg Lorenz kündigte sein Nein an und sprach von "acht, neun Sozialdemokraten" in der Fraktion, die mit dem gleichen Gedanken spielten. "Diese Risikoübernahme ruiniert das Land Berlin zu einer bettelarmen Stadt, die ihre verfassungsmäßigen Pflichten nicht mehr wahrnehmen wird", sagte Lorenz. Zugleich werde der Parlamentarismus in Frage gestellt, wenn man den Abgeordneten sage, sie hätten keine Alternative zu einer Zustimmung. Auch der PDS-Abgeordnete Freke Over führte schwere Bedenken an und schätzte die Zahl möglicher Abweichler in seiner Fraktion auf "sechs bis zehn". Over sagte, es mache ihn "fuchsteufelswild, dass wir ein Risiko beschließen sollen, das wir nicht kennen". Die Insolvenz müsse nicht die schlechtere Lösung sein: "Lieber durch die Krise gehen als sich für die nächsten 30 Jahre diese Schulden ans Bein binden", sagte Over.
Gemeinsam verfügen SPD und PDS über 77 Stimmen im Abgeordnetenhaus, das 141 Mitglieder zählt. "Ich gehe davon aus, dass es eine Mehrheit der Regierungskoalition gibt", sagte Gysi. Er sehe die Abstimmung aber "nicht als Koalitionsfrage" an. Es gebe "eine gemeinsame Verantwortung des Abgeordnetenhauses".

BERLIN, 8. April. Berlins Finanzsenator Thilo Sarrazin (SPD) hat ungeachtet der geplanten Milliardenhaftung des Landes weitere Risiken bei der Bankgesellschaft Berlin nicht ausgeschlossen. Niemand könne garantieren, dass der Konzern künftig keine Probleme mehr habe, sagte Sarrazin am Montag in Berlin. Am Dienstag muss das Parlament entscheiden, ob es für die verlustreichen Immobiliengeschäfte des Bankenkonzerns eine Garantie in Höhe von 21,6 Milliarden Euro übernimmt. Sollte die so genannte Risikoabschirmung keine Mehrheit finden, will die Bankenaufsicht den Berliner Konzern umgehend schließen.
Bis zur letzten Minute wurde am Montag im Abgeordnetenhaus um eine Mehrheit gerungen. In der rot-roten Regierungskoalition gibt es mehrere Abgeordnete, die den Gesetzentwurf ablehnen wollen. Bei der SPD erklärte der Spandauer Abgeordnete Hans-Georg Lorenz, er werde mit "Nein" votieren. In der PDS wollen fünf bis sechs Abgeordnete ihre Zustimmung verweigern. Wenn SPD und PDS bei der Sondersitzung des Abgeordnetenhauses keine eigene Mehrheit zu Stande bringen würden, drohe "eine Koalitionskrise", sagte die PDS-Abgeordnete Gesine Lötzsch. SPD und PDS stellen 77 von 141 Abgeordneten.
Finanzsenator Sarrazin äußerte Verständnis für die Bedenken vieler Abgeordneter. "Ich fühle mich auch unwohl", sagte er. Es gebe aber nur "zwei denkbare Alternativen" zur so genannten Risikoabschirmung. Zum einen eine weitere sofortige Kapitalzufuhr in Höhe von sechs Milliarden Euro, zu der das Land Berlin jetzt aber nicht in der Lage sei. Die andere Möglichkeit sei die Insolvenz des Konzerns, die das Land Berlin mindestens 20 Milliarden Euro kosten würde. Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) erklärte, es gebe zu der Übernahme der Milliardenrisiken keine Alternative. Er rechne mit einer eigenen Mehrheit der Regierungsfraktionen.
Antworten
Reila:

Dr. Jürgen Schneider

 
09.04.02 00:10
hat eine Menge top-sanierte wunderschöne Immobilien zurückgelassen und vergleichsweise wenig Schulden. Dafür hat er persönlich gehaftet.

Die Herren der Bankgesellschaft hinterlassen ein schwarzes Loch und haften nicht. Vermutlich haften die Steuerzahler auch für deren Pensionen.

R.
Antworten
Kicky:

irgendwas wird schon übrig sein,aber bestimmt

 
09.04.02 00:13
keine 21 Milliarden !(54 Immobilienfonds, in rund 400 Einzelfirmen, deren "Obergesellschaften" die IGB, die IBAG und die LPFV sind)
Antworten
Levke:

Hallo meine Berliner Freunde......

 
09.04.02 10:31
Wann genau wird abgestimmt ? Uhrzeit ?

Und wer von Euch hat das Radio an und meldet sofort ?
Antworten
boomer:

@Levke, betr.: Abstimmung, mfG

 
09.04.02 10:56
Abgeordnetenhaus-Sondersitzung: Erst der zweite Teil ist öffentlich


Zu der mit Spannung erwarteten Sondersitzung, in der über das Risikoübernahme-Gesetz zur Absicherung der Landesbank Berlin beraten und abgestimmt wird, tritt das Abgeordnetenhaus von Berlin am Dienstag (9.4.) zusammen.
Die Plenarsitzung beginnt um 15 Uhr.

Einziger Tagesordnungspunkt: die Zweite Lesung des "Gesetzes zur Ermächtigung für die Übernahme einer Garantie für Risiken aus dem Immobiliendienstleistungsgeschäft der Bankgesellschaft Berlin AG und deren Tochtergesellschaften" (gemäß Beschlussempfehlung des Hauptausschusses), in Verbindung mit der Beschlussempfehlung des Hauptausschusses zur "Übernahme von Risiken der Bankgesellschaft Berlin AG aus den Tochtergesellschaften IBAG/IBG/LPFV" .

Die Plenarsitzung beginnt öffentlich, doch wird Präsident Walter Momper voraussichtlich schon nach wenigen Minuten die Öffentlichkeit ausschließen, weil in der Aussprache auch auf vertrauliche Geschäftsunterlagen der Bankgesellschaft Bezug genommen wird. Hinter geschlossenen Türen sind ein Bericht der Hauptausschuss-Vorsitzenden oder des Vermögensausschuss-Vorsitzenden sowie Stellungnahmen der Fraktionen und des Senats vorgesehen. Ebenfalls nichtöffentlich wird dann eventuell eine Fragestunde stattfinden. Anschließend nehmen die Fraktionen und der Senat - nun in öffentlicher Sitzung - zu dem Themenkomplex Stellung, bevor abgestimmt wird.

In Vorbereitung dieser Entscheidung tagte am Montag der Unterausschuss "Vermögensverwaltung". Am Dienstag wird der Hauptausschuss des Abgeordnetenhauses in nichtöffentlicher Sitzung über dieses Thema beraten.

Bei der Plenarsitzung am Dienstag handelt es sich um die zweite Sondersitzung des Parlaments innerhalb kurzer Zeit. Erst am 28. März hatten die Abgeordneten hinter verschlossenen Türen über ein Vermögensgeschäft diskutiert, das aus Vertragsgründen kurzfristig genehmigt werden musste.


Antworten
Levke:

Danke boomer

 
09.04.02 11:01
dann kann ich ja noch ein Weilchen arbeiten......))
Antworten
chartgranate:

kann es mir nicht erlauben

 
09.04.02 11:13
während der Arbeit Radio zu hören.....ist nicht so wie bei Dir,levke,in Deinem mondänen Glaspalast in allerfeinster Lage wo Du der Gott bist.... :-)))
Mit welchem Einstiegskurs bist Du jetzt eigentlich drin?
Antworten
spawn22:

Was meint Ihr wie das Chance : Risiko Verhältnis

 
09.04.02 11:16
ist ??????????????????????

Wie weit könnte es gehen, wenn die Entscheidung positiv ist ????????

Antworten
chartgranate:

so unglaublich es auch ist.......

 
09.04.02 11:36
aber die Chancen stehen eher gut denn schlecht.Die Alternative Insolvenz wäre wirtschaftlich und imagetechnisch eben die noch besch.... Lösung des Problems.
Das Ganze ist allerdings ein Fass ohne Boden, und etwas daß so marode ist wie dieser Bank-Politik-Wirtschaft-Filz ist dauerhaft nicht zu retten (Holzmann lässt grüssen...).Allerdings ist die Chance auf einen kurzfristigen Zock gut.Ich denke in einem Spread von 0,50-0,70€ kann der Rebound liegen.Trotzdem habe ich ein miese Gefühl im Magen.....
Bankgesellschaft Berlin-Holzmann-Kirch..........Was für ein unglaublicher Eisberg der in allen Bereichen der Gesellschaft schlummert da wohl noch unter uns ist?Ich glaube manchmal fast,daß es besser ist nicht alles aufzudecken,denn dann ist bei entsprechender konsequenter Umsetzung der eigentlich richtigen Konsequenzen die Deutschland AG auf einen Schlag am Ende und kann einpacken.....
Deshalb wird der Eisberg auch immer nur scheibchenweise ans Licht kommen und für jedes Scheibchen wird es seine Individuallösung geben......wie auch immer die aussieht......aber keine Angst,die jeweiligen Verantwortlichen haben bis dahin ihre Schäfchen längst im Trockenen oder werden wieder irgendwo unterschlüpfen können,wo sie dann wieder neues Unheil anrichten können.Dieser Eisberg wird nie schmelzen,denn er erhält untendran immer wieder neue Eisschichten.
Antworten
Levke:

ach ja - charti - ich vergaß

 
09.04.02 11:38
an Deinem Arbeitsplatz gibt es ja keine Radios...........

habe nur meine 1.000 Stück zu EUR 2,10 gemäß Eingangsposting
und harre der Dinger......

spawn - bitte lies die Postings genau, auch das von Happy End
heute; mit der Abschirmung heute ist noch lange nichts klar;
eine Kurssteigerung dürfte erst bei einer eventuellen Übernahme
richtig losgehen.

Meine Meinung:
Die Abgeordneten werden der Abschirmung zustimmen, aber sich auf die
Suche nach einem Käufer machen müssen, da ansonsten auf die nächsten
Jahre kein Geld mehr vorhanden ist.
Antworten
brincki:

meld ich mich auch wieder

 
09.04.02 13:24
@Levke:

Aktueller Kurs    1,99 Euro
 Vortag    1,91 Euro
 Veränderung    (+4,18%)  
 Veränderung abs.    +0,08 Euro
 Zeit    12:46 Uhr
 Datum    09.04.2002

danke für deinen kleinen Hinweis , leider zu spät gesehen... :-((

mich wundert nur der Intraday chart. haben sich wohl nen paar nen bissl verguckt.

Werd mal schaun, ob man net um 15Uhr war via Ticker bekommt.

Gruß

brincki

PS: ruf mal Mails ab ;-)
Antworten
Levke:

Abstimmung um 18.00 Uhr

 
09.04.02 15:55
News aus Berlin - 15.01
Der Weg für eine Sanierung der überschuldeten Bankgesellschaft Berlin ist offenbar frei. Die CDU-Fraktion hat angekündigt, sie wolle sich bei der Abstimmung über die bis zu 21,6 Milliarden Euro teure Risikoabsicherung enthalten. Damit ist eine partei-übergreifende Lösung zwar gescheitert, die rot-rote Regierungsmehrheit reicht aber zur Billigung der Bürgschaft aus.

Ohne das so genannte Risikoabschirmungsgesetz müsste die mehrheitlich landeseigene Bank mit 16.000 Beschäftigten ihr Geschäft sofort einstellen.

Die EU-Kommission äußerte Zweifel am geplanten Sanierungskonzept der Bankgesellschaft. Die Behörde wolle daher ein vertieftes Prüfverfahren einleiten, verlautete aus Kommissionskreisen in Brüssel.

Kurz vor der Sitzung scheiterte ein letzter Versuch des rot-roten Senats, sich mit den Oppositions-Parteien über das Gesetz zur Risiko-Übernahme für das Unternehmen zu einigen. CDU, FDP und Grüne stimmten im Hauptausschuss gegen einen Kompromiss-Vorschlag von SPD und PDS.

Damit ist die Landesregierung bei der Abstimmung auf die eigene Parlaments-Mehrheit angewiesen. Sie sieht als einzige Möglichkeit, den Konzern zu retten, eine Landesbürgschaft über 21,6 Milliarden Euro für Alt-Risiken aus Immobiliengeschäften der Bank.

In der Aussprache sollen auch vertrauliche Geschäftsunterlagen der Bankgesellschaft zur Sprache kommen sollen.

Die Parlamentarier stehen vor der schwierigen Frage, ob sie dieser milliardenschweren Landesbürgschaft zustimmen sollen. Während die rot-rote Koalition für die so genannte Risikoabschirmung wirbt, überwiegen bei der Opposition angesichts der dramatischen Haushaltslage der Stadt die Bedenken.

Der Haftungsrahmen für die Alt-Immobilienrisiken wird in dem neuen Gesetzentwurf auf höchstens 21,6 Milliarden Euro begrenzt - allerdings nun mit einer Laufzeit bis 2032, vorher 2030. Wie von der Opposition weiter gewünscht, werden Risiken aus den nach Ende 2000 aufgelegten Immobilienfonds und sonstigen Neugeschäften nach Ende 2001 ausgeschlossen. Auch die Forderung von CDU, Grünen und FDP, die Kontrollrechte des Parlamentes zu verbessern, wird erfüllt.

Die Abgeordneten werden weitgehend hinter verschlossenen Türen beraten. In öffentlicher Sitzung haben Landesregierung und Fraktionen anschließend noch einmal Gelegenheit, das Wort zu ergreifen. Auch bei der namentlichen Abstimmung gegen 18 Uhr ist die Öffentlichkeit zugelassen.

Antworten
Monika:

@ Kicky

 
09.04.02 16:12
Ich kenne sowohl Hellersdorf,Marzahn als auch
die Landsberger Strasse ( sogar die Landsberger
Allee ) ; ) !
P.S.: Es ist möglich mit sanierten Plattenbauten
viel Geld zu verdienen, allerdings  wie es scheint
nur für amerikanische/kanadische Incestoren ... .

be inspired

M
Antworten
Monika:

@ Kicky !

 
09.04.02 16:14
Ich kenne sowohl Hellersdorf,Marzahn als auch
die Landsberger Strasse ( sogar die Landsberger
Allee ) ; ) !
P.S.: Es ist möglich mit sanierten Plattenbauten
viel Geld zu verdienen, allerdings  wie es scheint
nur für amerikanische/kanadische Investoren ... .

be inspired

M
Antworten
Levke:

Ich hab' kein Routenplaner bestellt Monika

 
09.04.02 16:44
sagt mir als Berliner lieber, wie die Enthaltung der CDU zu werten
ist, quasi als Verusrsacher der ganzen Misere und jetzt die Verantwortung
wegschieben......
Was zu erwarten war, ist eingetreten: Mit der angekündigten Enthaltung der CDU-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus ist der Weg faktisch frei für die Übernahme der Risiken aus dem Alt-Immobiliengeschäft der Bankgesellschaft Berlin durch das Land Berlin. Die Abstimmung sollte damit zur Formsache werden.

Bis zu 21,6 Mrd. Euro muss das ohnehin finanziell gebeutelte Land an Risiken übernehmen. Die genaue Zahl ist kaum zu prognostizieren. Die EU-Behörde hat eine Prüfung des Sanierungskonzeptes eingeleitet, was die einstweilige Rettung der Bankgesellschaft torpedieren kann.

Antworten
PRAWDA:

Levke,

 
09.04.02 18:51
natürlich - das weißt Du, Kay -
saß die SPD in den 10 Jahren mit der CDU
in der Regierung und in den entsprechendden Kontrollgremien,
hat auch mitkassiert, in die Immo-Fonds bei
hoher Rendite investiert usw.

Wenn Dein Geschäftspartner Scheiß macht,
haftet nur er? *g*
Schönes, glückliches HH!
Anscheinend wird dort das simple BGB auf den Kopf gestellt. *g*

Grüße  
Antworten
Levke:

Na und jetzt ?

 
10.04.02 09:14
BERLIN, 9. April. Der Weg zur Sanierung der finanziell schwer angeschlagenen Bankgesellschaft Berlin ist frei. Das Berliner Parlament beschloss am Dienstagabend mit den Stimmen von SPD und PDS, die Haftung in Höhe von 21,6 Milliarden Euro für die verlustreichen Immobiliengeschäfte des Bankenkonzerns zu übernehmen. Die CDU enthielt sich der Stimme, Grüne und FDP lehnten die Risikoübernahme ab, weil die rot-rote Koalition zentrale Forderungen zur Umstrukturierung der Bankgesellschaft nicht erfüllt habe.
Mit der so genannten Risikoübernahme ist die größte Bankenpleite in der Geschichte der Bundesrepublik in letzter Minute verhindert worden. Hätte das Land Berlin sich nicht bereit erklärt, für die Risiken zu haften, wäre die Bankgesellschaft mit rund 14 000 Beschäftigten umgehend geschlossen worden. Bereits im vergangenen Jahr musste das Land Berlin rund 1,75 Milliarden Euro als Finanzhilfe in die Bankgesellschaft geben, um die Handlungsfähigkeit zu gewährleisten.

Bis zum Dienstagmorgen hatte der SPD-PDS-Senat um eine Mehrheit für den Gesetzentwurf zur Rettung der Bankgesellschaft gerungen. Die rot-rote Koalition konnte sich mit den Oppositionsparteien aber nicht auf eine parteiübergreifende Lösung einigen. So lehnte der Senat die Ausgliederung des Immobilienbereichs oder der Investitionsbank Berlin ab. Die eigenständige Regierungsmehrheit von mindestens 71 Stimmen kam dann nur knapp zu Stande, da auch zwei PDS- und zwei SPD-Abgeordnete gegen die Risikoabschirmung votierten. Ein SPD-Abgeordneter enthielt sich der Stimme. Da die CDU-Fraktion aber ebenfalls mit Enthaltung votierte, war die Mehrheit der rot-roten Regierung nicht mehr gefährdet.

"Die Koalition hat gestanden", sagte der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) nach der Entscheidung. Finanzsenator Thilo Sarrazin (SPD) erklärte, es habe zu der Übernahme der Milliardenrisiken keine Alternative gegeben. Eine Insolvenz der Bankgesellschaft hätte das Land Berlin mindestens 20 Milliarden Euro gekostet und tausende von Anschlusskonkursen von kleinen und mittelständischen Unternehmen zur Folge gehabt. Berlin werde sich nun so schnell wie möglich von den Landesanteilen an der Bankgesellschaft trennen. "Als Eigentümer der Bank ist das Land politisch verbrannt", sagte Sarrazin. Mit den drei potenziellen Interessenten - der US-Finanzgruppe Texas Pacific, dem US-Finanzinvestor Christopher Flowers sowie einer Bietergemeinschaft aus NordLB und Sparkassengruppe - will der Senat nun Verhandlungen aufnehmen und bis Ende Mai einen bevorzugten Bieter auswählen. Bis zum Herbst werde dann ein Ergebnis vorliegen, sagte Sarrazin. Die Opposition kritisierte, dass der Senat nicht zu wirklichen Einschnitten bereit sei und kein Konzept für die Umstrukturierung der Bankgesellschaft vorgelegt habe.

Unterdessen äußerte die EU-Kommission Zweifel an dem Sanierungskonzept. Die Behörde beschloss deshalb am Dienstag eine vertiefte Prüfung. Die Wettbewerbshüter werden untersuchen, ob die Finanzhilfe des Landes Berlin in Höhe von 1,75 Milliarden Euro sowie die Übernahme der Immobilienrisiken mit den EU-Beihilferegeln vereinbar ist.

Wie schon gesagt, erst eine Übernahme wird den Kurs bewegen...

@prawda, woodyw und sonstige Phrasendrescher:
Lies erstmal genauer......
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PRAWDA:

Levke,

 
10.04.02 09:38
lieber Kay,
ich könnte Dir eine differenzierte Analyse der
Bankgesellschaft Berlin,
alternativer Zukunftsperspektiven,
Chancen und Risiken usw. liefern.
Aber ob das die Mehrzahl der Politiker begreift?
Es hapert doch schon bei den meisten an den kleinsten juristischen (Bankrecht) und ökonomischen Kenntnissen.
Wenn Du diese Kenntnisse nur annähernd hättest, würdest Du die Finger von dieser Aktie lassen.

Aber es geschehen auch gelegentlich noch Zeichen und Wunder,
die nicht rational erfaßbar sind.

Viel Erfolg  
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Depothalbierer:

Wo soll das noch hinführen??? Die Unternehmen

 
10.04.02 09:56
machen die Gewinne und wenn's mal nicht so läuft, trägt der Staat das Risiko.
Das dieses korrupte Casino namens Bankgesellschaft B nicht crasht, liegt doch nur daran, daß etliche Politiker danach auch weg wären.
Und davor haben die mehr Angst, als ein Land ins Unglück zu stürzen.
Antworten
PRAWDA:

@Depothalbierer

 
10.04.02 10:04
Das Kerngeschäft ist gesund.
Man muß nur einen Weg finden, um die hochspekulativen, überbewerteten Unternehmensteile abzustoßen.
Dann, wenn es sich rechnet  - zu einem angemessenen Preis -, gibt es auch Investoren.

Es ist wie mit der neuen Kneipe, die nicht läuft, da zu hohe Kosten bestehen.
Nach dem vierten oder fünften Billigverkauf rentiert sie sich.
Antworten
Levke:

Einstand wieder erreicht, aber warum ?

 
29.04.02 14:09
heute so hohe Stückzahlen ?
Kann bisher nichts finden !
Antworten
Levke:

Jetzt wird es wieder interessant ?!

 
02.05.02 09:08
Bankgesellschaft Berlin: Mehrere Kaufinteressenten    

 
Das Bundesland Berlin will sich seiner Haftung von Immobilienrisiken der Bankgesellschaft Berlin entledigen. Deshalb wird seit Monaten fieberhaft nach einem neuen Investor gesucht. Die internationale Investorgruppe um den US-Banker Christopher Flowers und die Texas Pacific bekunden gemeinsames Interesse an der angeschlagenen Bankgesellschaft. Weiterer Mitbewerber ist der Verbund aus der Norddeutschen Landesbank und dem Deutschen Sparkassen- und Giroverband.


Antworten
mob1:

...

 
02.05.02 12:16
aussage eines insovenzverwalters :

wenn das land die gesellschaft nicht auffaengt, weil das der
bankrott des landes waere, fahren wir das teil lieber absichtlich
gegen den baum.

nachzulesen glaube ich im spiegel.

Gruesse
MOB
Antworten
Levke:

na MOB - geht doch...........

 
06.05.02 12:39
Viele Gruesse.....war nett in HongKong
Antworten
AlanG.:

@ BGBerlin

 
06.05.02 12:49
Ein freund von mir arbeitet bei der BGB als IT-Spezi.  Gestern meinte er, dass die BGB so was von Pleite ist, dass  die sich die Karten legen können (er selbst inklusive). Könnte sein, dass da in den nächsten Wochen noch ein paar ganz dicke Dinger kommen.

we´ll see
Antworten
Levke:

Mist bei den EUR 2,60 saß ich noch

 
08.05.02 15:56
im Flieger, EUR 0,50 pro Stück haetten mir ja gelangt..

Aber wer kann das ahnen ?!?

AlanG. irgendetwas wird hier passieren in den nächsten
Tagen und ich habe kein gutes Gefühl, hier noch 1000 Teile
zu besitzen.
Antworten
draki:

Viele Bieter - strenge Auswahl

 
08.05.02 15:57
SPIEGEL ONLINE - 08. Mai 2002, 14:54
URL: www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,195304,00.html
Bankgesellschaft Berlin

Viele Bieter - strenge Auswahl

Inzwischen sollen bereits vier Interessenten um die Bankgesellschaft Berlin buhlen. Grund genug für die Landesregierung, besonders strenge Regeln für das Auswahlverfahren zu formulieren.

 
DPA

Neuer Besitzer soll's richten: Bankgesellschaft Berlin


Berlin - Die Finanzberater des Landes Berlin haben am Mittwoch die vier Interessenten über den Ablauf des Bieterverfahren informiert, wie der Berliner Finanzsenator, Thilo Sarrazin, erklärte. Die Bewerber würden aufgefordert, bis zum 24. Mai bestimmte Informationen zur Verfügung zu stellen. Auf Basis dieser Unterlagen werde die Landesregierung dann ihrerseits entscheiden, welche Bieter nähere vertrauliche Informationen über die Bankgesellschaft erhalte.

Ab Anfang Juni hätten die Interessenten dann vier Wochen Zeit, um das Datenmaterial zu sichten und Gespräche mit Vertretern der Bank zu führen. Auf der Grundlage dieser Angebote werde das Land in einer angemessenen Frist entscheiden, ob es in exklusiver Verhandlung mit einem bevorzugten Bieter eintritt oder ausgewählte Bieter zu einer weiterführenden Due Dilligence einlädt, heißt es in der Erklärung weiter. Ziel des Landes bleibe es, im Rahmen eines strukturierten und transparenten Verfahrens bis zum Herbst eine endgültige Entscheidung hinsichtlich des Verkaufs seines Anteils an der BGB zu treffen.

Ob und gegebenenfalls mit wem es zu dem Abschluss eines verbindlichen Vertrages komme, werde maßgeblich von der finanziellen Attraktivität der Angebote abhängen, erklärt Sarrazin weiter. Ungeachtet die aktuellen Verkaufsbemühungen unterstütze das Land Berlin als Mehrheitsaktionär die Bank auf weiterhin bei der zügigen und konsequenten Umsetzung des bei der EU-Kommission eingereichten Restrukturierungsplans, auf dessen Grundlage bis zum Jahr 2005 eine nachhaltige Ergebnisverbesserung der BGB-Gruppe erreicht werden soll.

Über die Namen der Interessenten hüllte Sarrazin sich in Schweigen - aus verhandlungstaktischen Gründen, wie er sagte. Im Gespräch waren bislang ein Konsortium der NordLB, Hamburger Sparkasse (Haspa) und Mittelbrandenburgischer Sparkasse in Potsdam, sowie eine Investorengruppe um den US-Bankier Christopher Flowers und die Texas Pacific Group (TPG), die sich in der vergangenen Woche zu einer Interessengemeinschaft zusammengeschlossen haben.

Die Tokioter Investmentbank Nomura hat ein Interesse an der Bankgesellschaft bereit dementiert. Ein Sprecherin der Bank reagierte damit auf einen Bericht der "Frankfurter Allgemeine Zeitung", dem zufolge Nomura Holdings die Übernahme der Bankgesellschaft Berlin erwäge. Die Zeitung hatte sich auf Londoner Finanzkreise berufen.

Antworten
mob1:

jo Levke,

 
13.05.02 10:03
geht doch, wer kann auch ahnen,
daß das Land Berlin für bis zu
21,6 Mrd. bürgt, also wohl
den gesamten ? Schuldenberg, der
absehbar ist, von dem Laden
nimmt, um ihn zu verkloppen.
Wie bescheuert sind die eigentlich ?!

Allerdings weiß ich nicht, ob die Schuldenübernahme
das Immo.-geschäft, die zugesagten Pflichtzahlungen
an "interne" Edelfondbesitzer oder was auch immer
enthält. Wenn sämtliche Risiken auf dem Land liegen,
und ich traue denen zu, daß sie so blöd sind, und
ich ab nächstes Jahr auf so ziemlich alles, was
ich mir leiste, Extraberlinerdummheitssteuer bezahlen
muß, ist das Ding einen Zock wert.
Aber wie gesagt, ich weiß es nicht. - Vielleicht AlanG. ?

HK war wirklich schön, habe die Zeit allg. und den Abend
sehr genossen. Würde gerne Deine E-Mail-Adresse haben,
Stox hat meine schon, vielleicht fragst'e den mal, und
mailst mir dann Deine zu.
Ok, bis bald soweit.

MOB
Antworten
Levke:

Moin men Lieber.........

 
13.05.02 10:07
wäre doch gerne bei EUR 2,60 rausgegangen.......aber leider
verpasst...werde den nächsten Ansteig zum Ausstieg nutzen......
ist mir doch zu heiss.......

Yo, HongKong ist immer eine Reise wert, hat Spaß gemacht mit Euch !
Meine e-mail-Adresse ist:
Levke.Hamburg@gmx.de

Hoffe, Du bist beim nächsten Mal wieder dabei.......))))
Antworten
mob1:

Wo sich die

 
13.05.02 10:12
Chance bietet, schließe ich mich gerne wieder an. :-)

Gruesse
MOB
Antworten
Levke:

Ad Hoc - Zahlen für 2001

 
18.05.02 10:38
Und jetzt bin ich mal gespannt, wie der Kurs am
Montag reagiert......durch die Abschirmung der Immobilien-
geschichte, sehen die Zahlen doch garnicht so schlecht aus..



Bankgesellschaft Berlin AG - Jahresabschluss 2001

Der Konzern Bankgesellschaft Berlin schließt das Geschäftsjahr 2001 mit einem Jahresfehlbetrag von 112 Mio. EUR ab (Vorjahr: -1.648 Mio. EUR). Nachdem im Jahresverlauf erhebliche Risiken vor allem im Immobilienfondsgeschäft sichtbar geworden waren, konnte der Verlust vor Steuern nur durch die Vereinbarung mit dem Land Berlin zur Abschirmung von wesentlichen Risiken des Immobiliendienstleistungsgeschäfts auf -59 Mio. EUR (Vorjahr: -1.559 Mio. EUR) begrenzt werden. Der Zinsüberschuss stieg um 14,3 Prozent auf 1.876 Mio. EUR (Vorjahr: 1.642 Mio. EUR). Der Provisionsüberschuss blieb mit 386 Mio. EUR um 16,5 Prozent unter dem Vorjahreswert (462 Mio. EUR). Das Nettoergebnis aus Finanzgeschäften stellt sich vor allem aus der Belastung aus der Bewertung eigener Aktien auf -106 Mio. EUR (Vorjahr: 139 Mio. EUR). Die Verwaltungsaufwendungen erhöhten sich um 9,2 Prozent auf 1.828 Mio. EUR (Vorjahr: 1.674 Mio. EUR). Das Betriebsergebnis vor Risikovorsorge stellt sich auf 131 Mio. EUR (Vorjahr: - 186 Mio. EUR). Die Risikovorsorge beträgt 763 Mio. EUR (Vorjahr: 1.564 Mio. EUR). Das Betriebsergebnis nach Risikovorsorge und § 340f-Reserve beläuft sich auf - 634 Mio. EUR (Vorjahr: -1.384 Mio. EUR).

In den ersten drei Monaten des laufenden Geschäftsjahres weist der Konzern folgende Ergebnisse aus: Betriebsergebnis vor Risikovorsorge: -16 Mio. EUR (2001 anteilig: 33 Mio. EUR). Betriebsergebnis nach Risikovorsorge: -95 Mio. EUR (2001 anteilig: -158 Mio. EUR) Ergebnis vor Steuern: -105 Mio. EUR (2001 anteilig: -15 Mio. EUR) Ergebnis nach Steuern: -114 Mio. EUR (2001 anteilig: -28 Mio. EUR)

Ende der Ad-hoc-Mitteilung (c)DGAP 17.05.2002 WKN: 802 322; ISIN: DE0008023227; Index: Notiert: Amtlich in Berlin, Düsseldorf und Frankfurt; Freiverkehr in Bremen, Stuttgart, München, Hamburg und Hannover

Antworten
Levke:

und zu EUR 2,44 heute raus

 
21.05.02 14:57
ich denke EUR 340,00 für 2 Monate können sich sehen lassen;
aber irgendwie ist mir die Sache doch zu heiss im Moment;
würde um die EUR 2,00 wieder reingehen........
Antworten
Levke:

Hehe - meine Watchlist blinkt.........

 
24.06.02 10:05
Soll ich wieder rein ?

Wenn einmal zocken klappt, warum nicht noch einmal ?

Antworten
chartgranate:

Alter Zocker....... :-)) o.T.

 
24.06.02 10:15
Antworten
Levke:

Bin wieder dabei zu EUR 1,95

 
24.06.02 18:48
aber diesmal möchte ich nicht 2 Monate warten
Antworten
Levke:

hehe - brauche ich auch nicht........

 
02.07.02 17:00
Sind 10% für eine Woche nicht in Ordnung ?!?
Antworten
Levke:

Sauerei - Menge gesplittet....

 
02.07.02 19:29
500 x zu EUR 2,15 - 500 zu EUR 2,17......

Da muss ich morgen wohl wieder zu EUR 1,95 rein......

Antworten
mod:

Für Levke: bekannt?

 
02.07.02 19:33
Entscheidung im Herbst
     

Auf der Suche nach der lukrativsten Offerte verlängert der Berliner Senat die Angebotsfrist.

 

Bankgesellschaft Berlin: Der Berliner Senat will den Interessenten nun bis Mitte August Zugang zum Datenraum gewähren


Berlin - Der Berliner Senat hat die Frist für den angestrebten Verkauf der Bankgesellschaft Berlin verlängert. Interessierte Unternehmen können ihr konkretes Angebot nun bis zum 14. August abgeben. Das teilte die Senatsverwaltung für Finanzen am Dienstag mit. Ursprünglich hatte der Berliner Senat den vier Bewerbern nur eine Abgabefrist bis Ende Juli eingeräumt.

Zu den vier Interessenten sollen neben der Sparkassengruppe um die Norddeutsche Landesbank und Hamburger Sparkasse auch das US-Bieterkonsortium der Investmentbanken Texas Pacific Group und Christopher Flowers gehören. Ebenfalls im Rennen um den Kauf der Anteile soll Lone Star Fund feststehen. Als vierter Interessent soll ein bisher nicht namentlich genannter Private-Equity-Fachmann die vertraulichen Daten des mehrheitlich landeseigenen Instituts prüfen dürfen. Die Berliner Senatsverwaltung für Finanzen wollte sich gegenüber manager-magazin.de weder zu den Namen der Interessenten noch zur Höhe des gewünschten Kaufpreises äußern.

Einwöchige Schonfrist

Die ursprünglich vierwöchige Datenraumphase einschließlich der Gespräche mit Bankvertretern hat der Berliner Senat nun um eine Woche verlängert. Danach will der Senat "in einer angemessenen Frist" entscheiden, mit wem er als bevorzugtem Bieter weiter verhandelt. Trotz der verlängerten Frist hält der Senat daran fest, bis zum Herbst eine endgültige Entscheidung über den Verkauf der Landesanteile in Höhe von 81 Prozent zu treffen.

Finanzsenator Sarrazin sagte: "Die Entscheidung, mit wem es zum Abschluss eines verbindlichen Vertrags kommt, wird maßgeblich von der finanziellen Attraktivität der Angebote abhängen." Bis ein Käufer gefunden sei, unterstütze das Land Berlin als Mehrheitsaktionär der Bankgesellschaft die Bank selbstverständlich bei der Umsetzung des Restrukturierungsplans, um schnellstmöglich eine nachhaltige Ergebnisverbesserung herzustellen, sagte der Senator weiter.

 
 
   
"Massive Pflichtverletzung"
Das Finanzinstitut kündigt dem Ex-Vorstandschef Wolfgang Rupf mit sofortiger Wirkung. ...mehr

Anatomie einer Milliardenpleite
Der Niedergang der Berliner Bankgesellschaft im Zeitraffer. ...mehr  

Die Bankgesellschaft war nur nach einer Milliarden-Finanzspritze und einer Absicherung von Immobilien-Altrisiken durch das Land vor dem Aus bewahrt worden. Zurzeit prüft die Bankgesellschaft Regressforderungen gegen ihre früheren Spitzenmanager. Auch die Staatsanwaltschaft ermittelt. Den Geschäftsführern der Immobilientöchter wird vorgeworfen, Objekte ohne Prüfung der tatsächlichen Ertragsaussichten für die Fondsgesellschaften erworben zu haben.
www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/...8,203605,00.html
Antworten
Levke:

Danke mod

 
02.07.02 19:51
Ich habe gerade (anläßlich der bevorstehenden HV im Juli)
die Bilanz für 2001 bekommen, inkl. Durchhalteparolen
des Vorstandes usw....

Da kräuseln einem bei näherem Studieren der Zahlen die
Nackenhaare; jede "normale" Firma hätte die Löffel
schon abgegeben......

Sehe das hier wirklich nur als Zock......
und warte nunmehr auf meinen 3. Einstieg....
Antworten
mod:

Das nächste Ungemach ......

 
02.07.02 19:59
ftd.de, Di, 2.7.2002, 19:45  

Bankgesellschaft Berlin: EU-Kommission eröffnet Prüfverfahren

Die EU-Kommission hat ein Beihilfeprüfverfahren über eine Tochter der Bankgesellschaft Berlin eröffnet und weitere Verfahren zu anderen Landesbanken angekündigt. Die Kommission wirft der Bankgesellschaft vor, einen ungerechtfertigten Zinsvorteil aus der Übernahme einer Wohnungsbaugesellschaft gezogen zu haben.

Die Kommission teilte am Dienstag in Brüssel mit, nach ihrer vorläufigen Einschätzung habe das Land Berlin vor zehn Jahren keine ausreichende Vergütung für die Übertragung der Wohnungsbau-Kreditanstalt (WBK) an die Landesbank Berlin erhalten. Dies könnte eine illegale Beihilfe sein.

Zwar habe die Kommission das Verfahren zunächst zurückgestellt, um ein Verfahren vor dem Europäischen Gerichtshof zu einem ähnlichen Fall bei der WestLB abzuwarten. Weil die Beihilfe Folgen für die Sanierung der Bankgesellschaft Berlin haben könnte, sei die Entscheidung aber vorgezogen worden. Deshalb müssten nun auch weitere Landesbanken mit Verfahren rechnen.


Die EU-Kommission wirft der mehrheitlich landeseigenen Bankgesellschaft vor, einen ungerechtfertigten Zinsvorteil aus der Übernahme der WBK gezogen zu haben. In einem ähnlichen Fall hatte die EU 1999 entschieden, dass die WestLB für ihr von Nordrhein-Westfalen übertragenes Wohnungsbauvermögen rund 800 Mio. Euro an Zinsen nachzahlen musste.



Wohnungsbau-Kreditanstalt 1992 an Bank-Tochter übertragen


Die WBK war 1992 mit ihrem gesamten Vermögen an die Landesbank Berlin (LBB) übertragen worden. Die haftenden Eigenmittel der LBB wurden nach EU-Angaben damit um rund zwei Mrd. DM (eine Mrd. Euro) erhöht, die seitdem nahezu vollständig für die Geschäftsunterlegung nutzbar seien. Die Landesbank habe ab 1995 für bestimmte Beträge eine Vergütung von durchschnittlich 0,25 Prozent gezahlt.


Die Kommission hat nach eigenen Angaben ernsthafte Bedenken, ob das Land Berlin, dass rund 81 Prozent an der Bankgesellschaft hält, für die Zufuhr der zwei Mrd. DM bis heute Zahlungen erhalten habe, die als eine marktübliche Vergütung angesehen werden könnten. "Infolgedessen ist derzeit davon auszugehen, dass die Differenz zwischen der gezahlten Vergütung und der marktüblichen Rendite einer solchen Investition eine Beihilfe darstellt, deren Vereinbarkeit mit dem gemeinsamen Markt zweifelhaft ist."



Bank: Prüfung der EU-Kommission kommt nicht überraschend


Eine Sprecherin der Bankgesellschaft sagte, das von der EU eingeleitete Verfahren komme nicht überraschend. Die Sprecherin sagte, die Bundesregierung habe am 17. Juni eine Stellungnahme zum Anfang April eingeleiteten Prüfverfahren der EU zum Sanierungskonzept der Bankgesellschaft abgegeben. Darin habe die Bundesregierung auch Vorschläge für die WBK-Frage unterbreitet, die die allgemeine Restrukturierung der Bank nicht gefährdeten und im Einklang mit den EU-Beihilferegeln stünden. Einzelheiten dazu nannte die Sprecherin nicht.


Ein Sprecher des Bundesfinanzministeriums sagte, er könne diese Stellungnahme zunächst nicht bestätigen. Er wies aber darauf hin, dass das Ministerium für die Beihilfepolitik zuständig sei und dass es deshalb auch Kontakt zur EU wegen der Bankgesellschaft gebe.



Frist für Angebote zur Bank-Übernahme verlängert


Das Land Berlin teilte unterdessen mit, die Interessenten zur Übernahme der Bankgesellschaft hätten eine Woche länger als geplant Zeit, interne Unterlagen der Bank einzusehen. Die Investoren müssten erst Mitte August ihr Angebot abgeben und nicht schon Ende Juli. Das Land halte daran fest, bis zum Herbst endgültig über seinen Anteil an der Bank zu entscheiden. Derzeit gibt es vier Investoren, die an der Bank interessiert sind.



© 2002 Reuters Limited. Nutzerbeschränkungen  
Antworten
Levke:

Zocker brauchen Geduld meint sharper

 
03.07.02 09:42
Wer auf einen Bieterkampf um die Bankgesellschaft Berlin (BGB) wettet, muss noch länger warten. Der Berliner Senat hat die Angebotsfrist für den angestrebten Verkauf der Landesanteile auf den 14. August verlängert. Bislang mussten die Interessenten ihre Angebote bis Ende Juli abgeben. Bis zum Herbst will das Land über die Zukunft seines knapp 81-prozentigen Aktienpaketes entscheiden. Es gibt vier Interessenten -neben dem Sparkassenkonsortium um die Norddeutsche Landesbank und dem US-Konsortium aus Texas Pacific Group und Chris Flowers soll die texanische Fondsgesellschaft Lone Star Fund dazu gehören. Auf Sicht der kommenden Wochen dürfte die BGB-Aktie zwar am Boden bleiben, aber ein mögliches Bietergefecht kann spannend werden.

Antworten
Levke:

Alle guten Dinge sind drei ?!??!

 
03.07.02 10:28
Egal, bin wieder dabei !

Hey, das reimt sich ja....
Antworten
Levke:

Mittag und Abendbrot sind gerettet

 
03.07.02 10:44
500 Stück EK 1,90 - VK 2,09 abzzgl. Gebühren ca. EUR 70,00

aber die anderen 500 Stück müssen nun aber mehr bringen......
Antworten
Levke:

einmal nerve ich noch

 
03.07.02 10:57
da gerade wieder 500 zu EUR 1,90 bekommen, so jetzt warte ich aber
ab mit meinen Tausend oder soll ich diese wieder  zu EUR 2,09
zum Verkauf stellen; schließlich muß ich morgen auch was essen....
Antworten
Levke:

das gibt es doch nicht ! was für eine Aktie

 
03.07.02 11:01
jetzt gehen die 1000 für EUR 2,09 wieder raus....ok schnell wieder
Kauflimit, jetzt muß ich aber erst mal arbeiten.....
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