ein User meinte ja hier felsenfest, daß sich Balda nicht am Green Shoe Verfahren beteiligt hätte, obwohl es ja eigentlich unmissverständlich im QB steht. Meine Frage diesbezüglich an die IR von Balda steht noch aus, aber jemand anders aus W/O hatte diese Frage schon gestellt UND eine Antwort bekommen. Ich denke mal, daß man diesem Schreiben auch Glauben schenken darf. Damit wäre dann auch alles zum Thema Management und Vertrauenswürdigkeit der Balda AG gesagt......
Nachfolgend die Einstellung einer schriftlichen Antwort von Clas Röhl (Balda AG);
Als Unternehmenssprecher der Balda AG hat mich ein Blogteilnehmer nach Veröffentlichung des Vierteljahresberichts unserer Gesellschaft für meine folgende Aussage in boerse.ARD kritisiert: „Er sagte aber gegenüber boerse.ARD.de, Balda werde sich entgegen anders lautender Meldungen an dem Börsengang nicht beteiligen. Man werde keine Aktien verkaufen, da man die Anteile noch halten müsse. " Entgegen meiner Aussage habe Balda nun im Rahmen des "green-shoe" 380.000 TPK-Aktien zum Ausgabepreis und damit unter dem Kurs der Erstnotierung beim Börsengang verkauft.
Dazu möchte ich Stellung nehmen wie folgt: Meine oben zitierte Aussage gegenüber boerse.ARD war zutreffend. Die Option des von Balda zu einem späteren Zeitpunkt gegebenenfalls zu bedienenden "green-shoe" mit einem vergleichsweise marginalen Aktienanteil von 380.000 Aktien von insgesamt rund 224 Millionen emittierten TPK-Papieren (Anteil von rund 0,02 Prozent des Emissionsvolumens) hatte ich im Zeitpunkt meiner Aussage am 13. Oktober 2010 einige Zeit vor dem IPO von TPK nicht in Betracht gezogen.
Stellungnahme der Balda AG:
„Die Balda AG hat am 4. November 2010 im Quartalsbericht zu den Zahlen zum 30. September 2010 mitgeteilt, dass sie im Rahmen des IPOs der TPK 380.000 Aktien für einen green-shoe zur Verfügung gestellt hat. Vor dem Hintergrund eines um mehr als 100% über dem Ausgabepreis liegenden Börsenkurses der TPK
Aktie am ersten Handelstag haben Kleinaktionäre Zweifel geäußert, ob es sinnvoll war, diese TPK Aktien im Green-shoe zum Ausgabepreis von TWD 220 zu veräußern.
Die Entscheidung, ob die Balda AG von ihr gehaltene Aktien an der TPK verkauft oder nicht, liegt beim Vorstand und beim Aufsichtsrat, nicht aber bei den Aktionären. Der Vorstand hat schon weit im Vorfeld des
IPOs beschlossen, einen marginalen Teil von Aktien für einen green-shoe zur Verfügung zu stellen, um Mehrzuteilungen abzudecken. Der andere Teil des sich insgesamt auf 1 Mio. Stück TPK Aktien belaufenden green-shoes wurde von anderen Altaktionären bereit gestellt. Diese Art der Bereitstellung ist erforderlich, um im Rahmen des IPOs den Platzierungsbanken weitere Aktien zur Stabilisierung des Börsenpreises zur Verfügung zu stellen. Dies ist in der Regel notwendig, wenn der Börsenpreis unter den Ausgabepreis zu rutschen droht. Liegt der Börsenpreis - wie in diesem Fall - aber weit darüber, wird typischerweise der green-shoe gleich mit wegplatziert und zwar zum Ausgabepreis, denn die abgegebenen Green-shoe Aktien sind Teil des Angebots, das zu einem einheitlichen Preis erfolgen muss.
Äußerungen, dass die Balda Vermögenswerte verschleudert habe, werden vom Vorstand der Balda AG vor diesem Hintergrund als unsachgemäß zurückgewiesen.“