Balda: "Aufträge ohne Ende"/Mitarbeiterzahl wächst


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sbroker:

Balda: "Aufträge ohne Ende"/Mitarbeiterzahl wächst

 
12.02.03 15:08
Bad Oeynhausen. Wenn die Balda AG am 11.März in Frankfurt ihre Bilanzzahlen präsentiert, dann wird sich Vorstandsvorsitzender Gerhard Holdijk in Schale werfen und viel über Wachstum reden. Umsatz, Gewinn, Mitarbeiterzahl – alles wird wachsen, verspricht der 47-Jährige. Einen Beleg dafür lieferte er schon jetzt. Im Stammwerk in Bad Oeynhausen beschäftigt das Technologieunternehmen 930 Mitarbeiter, das sind 67 Prozent mehr als noch vor einem Jahr. Der Grund laut Balda: Aufträge ohne Ende.

Den meisten Umsatz macht das Unternehmen mit Kunsstoffteilen für Handys: Schalen, Tastaturmatten, Displayfenster, Antennen – bis zu zehn Kunsstoffteile hat ein Mobilfunkgerät. Jedes Handymodell, für das Balda irgendein Teilchen produziert, heißt intern „Projekt“. Und elf solcher Projekte habe es im Jahr 2000 gegeben, 20 in 2001, und im vergangenen Jahr sollen es 44 Mobilfunkprojekte gewesen sein, wie Balda mitteilt.

Das sorgt für Arbeit, in Produktion, Qualitätsmanagement, Logistik und Werkzeugbau. Die Balda AG baut sich ihre Werkzeuge und Produktionsanlagen selbst. Bis auf SMK in Sachsen erhöhte sich die Mitarbeiterzahl in den acht deutschen Balda-Unternehmen an fünf Standorten, darunter Bad Oeynhausen, Löhne und Herford auf 1.825. Das sind mehr als 25 Prozent Steigerung gegenüber 2001. Es gebe sogar Probleme, geeignete Werkzeugmacher, Formgeber oder Kunststoffverarbeiter in OWL zu finden.

In China und Malaysia produziert Balda gemeinsam mit dem Schweizer Konzern Mikron bauartgleiche Handyschalen, allerdings für den chinesischen Markt. China habe sich innerhalb kurzer Zeit zum weltweit größten Mobilfunkmarkt entwickelt. Mehr als 64 Millionen Handys Chinesen telefonierten mobil, das seien 15 Prozent des weltweiten Mobilfunkmarktes.

Und Balda will an seinen Kunden wie Siemens, Nokia, Motorola und SonyEricsson verdienen. Die 184 Millionen Euro geplanten Umsatz werde das Unternehmen erreichen. Für 2003 rechnet Gerhard Holdijk mit einem Umsatzwachstum zwischen 22 und 28 Prozent. Begründung: Immer mehr Menschen haben ein Handy. „Und wer einmal ein Handy hatte, wird nie wieder darauf verzichten“, so das Credo des Konzerns.
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Reila:

Aha,

 
12.02.03 15:18
wer Kunststoffschalen preßt, ist ein Technologieunternehmen.

R.
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Alpet:

Balda ist ein hervorragend aufgestelltes

 
12.02.03 16:15
Unternehmen mit sehr guten Wachstumsprognosen.

Allerdings ist das KGV schon ziemlich hoch.

Noch schlimmer:

Balda braucht Geld um sein Wachsum zu bezahlen. Hierfür wird derzeit die Möglichkeit geprüft, im März eine Wandelschuldanleihe zu begeben. Das wird dem Kurs nicht gerade zuträglich sein.

Balda ist solide aber auch teuer !

Gruesse,
alpet
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Lalapo:

Hi

 
13.02.03 09:45
wie geht es Dir ?
Wieder soweit OK ?

Bei Balda würde ich mal abwarten wie die Ihre Medizin-technik-kunststoff-teile in den Markt bekommen ..., hier sehe ich das Wachstum ,Balda eigentlich auch ...im Handybereich nicht unbedingt mehr ,dier Markt ist schon fett ..wobei Sie super positioniert sind ....zudem , ne KE halte ich auch für möglich , einfach mal in den GB lesen .....das könnte belasten , ne WSA halte ich für interessant ..auf dem Niveau..


Gruss Lali
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sbroker:

morgen lali

 
13.02.03 10:20
hast post.
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Lalapo:

Im Plan...

 
19.02.03 08:44
Platow

Am11. März präsentiert der Handyzulieferer Balda (WKN 521 510; 3,90 Euro) seine endgültigen Zahlen 2002. Wie wir aus dem Unternehmen erfahren, wurden die geplanten Umsätze in Höhe von 184 Mio. Euro sowie ein EBITA von 8,2 Mio. Euro "sicher erreicht". Auch mit Blick in das Jahr 2003 werde es keine negativen Überraschungen geben, so ein Sprecher auf Platow-Nachfrage. Das Erlösziel von 225/235 Mio. Euro habe daher weiterhin Bestand.

Positiv verläuft bereits die Fabrikationsauslastung. Nach einer mageren Auslastung von 30 bis 40% in Q1 2002 soll im ersten Periodenabschnitt des laufenden Jahres bereits wieder eine Quote von 70% erzielt werden. Hoffnung schöpft Balda dabei aus der durchschnittlich 3-jährigen Lebenserwartung eines Mobilfunkgeräts. Viele der im Boomjahr 2000 verkauften Handys könnten 2003 ihr technisches Waterloo erleben und müssten dann durch Neugeräte ersetzt werden.

Gerüchten zufolge ist der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende Bernd Fennel auf der Suche nach einem Investor für einen Teil seines Balda-Aktienpakets (knapp 60%). Wie auf dem Parkett gemunkelt wird, sind Banken mit der Platzierung des Pakets bereits beauftragt. Für eine Stellungnahme gegenüber Platow war Fennel selbst am Dienstag nicht zu erreichen, Balda wollte das Thema nicht kommentieren. Nachdem unsere letzte Empfehlung (vgl. PB v. 27.09.02) mit sattem Gewinn ausgestoppt wurde, sehen wir in der jetzigen Situation noch keinen Handlungsbedarf.¨


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Lalapo:

Zahlen

 
11.03.03 08:27
Balda AG übertrifft 2002 Prognosen bei Umsatz und Ergebnis deutlich

- Umsatzwachstum von 25% auf 198,4 Mio. Euro - Weltmarktanteil von rund 8% auf 10% gesteigert - Operatives Ergebnis (EBIT) nahm um 87% auf 14,6 Mio. Euro zu - Vorsteuerergebnis mehr als verdreifacht - Ergebnis je Aktie nahm von 3,1 Cent auf 13,7 Cent zu - Vorstand schlägt Dividende von 5 Cent je Aktie vor - Für 2003 erneut deutliches Umsatzwachstum von 20% auf rund 238 Mio. Euro erwartet, das Ergebnis je Aktie soll bei rund 25 Cent liegen

Das Geschäftsjahr 2002 verlief für die Balda AG überaus positiv und schloss mit Ergebnissen über Plan. Der Spezialist für Komponenten aus Hochleistungskunststoffen erzielte mit Umsatzerlösen in Höhe von 198,4 Mio. Euro nach 158,6 Mio. Euro 2001 eine neue Rekordmarke. Im Vorjahresvergleich entspricht das einem Plus von 25%; die Planungen wurden um 8% übertroffen. Wachstumsträger war der Unternehmensbereich Infocom mit seinen Produktionsstandorten in Deutschland und Asien. Der Konzern hat 2002 als Systempartner der Mobilfunkindustrie seinen Marktanteil von rund 8% auf 10% gesteigert und nimmt weltweit den dritten Rang ein.

Das operative Ergebnis (EBIT) wuchs um 87% von 7,8 Mio. Euro auf 14,6 Mio. Euro. Beim Vorsteuerergebnis konnte Balda mit 9,5 Mio. Euro die Planungen um rund 16% übertreffen und das Vorjahresergebnis verdreifachen (2001: 3,1 Mio. Euro). Der Jahresüberschuss belief sich auf 4,6 Mio. Euro - mehr als eine Vervierfachung im Vergleich zum Vorjahr (2001: 1,1 Mio. Euro). Das entspricht einem Ergebnisanteil pro Aktie von 13,7 Cent nach 3,1 Cent im Vorjahr. Das EPS hat damit auch die Prognose von 12 Cent übertroffen. Der Vorstand schlägt vor, für das Geschäftsjahr 2002 eine unveränderte Dividende von 5 Cent je Aktie auszuschütten.

Zum Stichtag 31.12.2002 belief sich die Bilanzsumme des Konzerns auf 206 Mio. Euro nach 220 Mio. Euro 2001, die Eigenkapitalquote lag bei 35,6% (2001: 32,2%). Das Unternehmen beschäftigte weltweit 2.919 Mitarbeiter - 939 mehr als im Vorjahr. Für das laufende Geschäftsjahr ist der Vorstand auf Basis der bestehenden Auftragslage und der positiven Perspektiven weiterhin optimistisch und rechnet mit einem Umsatzwachstum von 20% auf 238 Mio. Euro. Das Vorsteuerergebnis soll um rund 62% auf 15 Mio. Euro zulegen; und das Ergebnis je Aktie wird mit einem Plus von 80% bei rund 25 Cent erwartet.

Bei Fragen: Balda AG, Cersten Hellmich (IR), Tel.: (05734) 922-2706 chellmich@balda.de; www.balda.de

Ende der Ad-hoc-Mitteilung (c)DGAP 11.03.2003

Informationen und Erläuterungen des Emittenten zu dieser Ad-hoc-Mitteilung:

Die Balda AG stellt heute bei ihrer Bilanzpressekonferenz die Ergebnisse des abgelaufenen Geschäftsjahrs vor und gibt einen Ausblick auf das laufende Jahr.

Den mit deutlichem Abstand größten Anteil an dem 2002 erzielten Rekordumsatz von 198,4 Mio. Euro hatte der Bereich Infocom mit 87,5% (2001: 84%). Balda konnte die Zahl der Handyprojekte im abgelaufenen Jahr von 20 auf 34 Projekte erhöhen. Damit hat der Konzern in den vergangenen zwei Jahren seine Entwicklungs- und Produktionsbeteiligung an Mobiltelefonen der größten Hersteller mehr als verdreifacht.

Von seinem Gesamtumsatz erzielte der Balda-Konzern 92% an den inländischen Produktionsstandorten, die übrigen 8% entfielen auf die asiatischen Standorte des Joint Ventures Balda-Mikron - im Vorjahresvergleich eine Verdopplung des Anteils.

Der Aufwand für Material und bezogene Leistungen belief sich 2002 auf 83,3 Mio. Euro (Vorjahr: 69,3 Mio. Euro). Dieser Anstieg um rund 20% ist auf das Umsatzwachstum im Konzern zurückzuführen. Die Materialaufwandsquote am Konzernumsatz reduzierte sich 2002 aufgrund des Produktmixes von 43,7% auf 42,0%.

Der Aufwand für Löhne und Gehälter einschließlich der Sozialabgaben nahm 2002 aufgrund der höheren Mitarbeiterzahl um 6% von 49,3 Mio. Euro auf 52,2 Mio. Euro zu. Damit stieg der Personalaufwand unterproportional zum Umsatz, so dass sich die Quote von 31,1% im Vorjahr auf 26,3% verbesserte. Der kumulierte Personalaufwand (inklusive Leiharbeitnehmer) beläuft sich auf 60,4 Mio. Euro nach 52,1 Mio. Euro im Vorjahr. Die kumulierte Quote ging von 32,8% auf 30,5% zurück.

Die EBIT-Marge (gemessen am Umsatz) stieg von 4,9% im Vorjahr auf 7,4%. Beim Ergebnis vor Finanzierungszinsen, Ertragsteuern und Abschreibungen (EBITDA) erreichte Balda ein Plus von 36,9% auf 33,3 Mio. Euro (2001: 24,4 Mio. Euro).

Das Eigenkapital ist im Geschäftsjahr 2002 gestiegen. In absoluten Zahlen liegt es mit 73,3 Mio. Euro um 3,4% höher als im Vorjahr (2001: 70,9 Mio. Euro). Die Eigenkapitalquote beträgt 35,6% und übertrifft damit die Quote vom Vorjahr um 3,4 Prozentpunkte.

Gemessen an der Zahl der Projekte und den Planungen der Kunden liegen Auftragsbestand und Auftragseingang 2003 deutlich über dem Niveau des Vorjahres. Im Bereich Infocom ist Balda an 34 Projekten beteiligt, deren Produktion im laufenden Geschäftsjahr weitergeführt oder aufgenommen wird - im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren es 20 Handyprojekte. Daneben erwartet das Management, dass die 2002 neu gegründete Tochter Balda Medical in den nächsten Monaten weitere Aufträge hinzugewinnen wird.

Balda will 2003 seine ertragsorientierte Wachstumsstrategie fortsetzen. Derzeit verteilen sich etwa 42% des Zuliefermarkts in der Mobilfunkindustrie auf kleinere lokale Anbieter. Balda sieht sich in einer guten Position, von diesem Potenzial zu profitieren.

Was den Kernmarkt der Balda AG betrifft, sollen sich die positiven Tendenzen des Vorjahres nach Meinung von Branchenexperten im laufenden Geschäftsjahr fortsetzen. So rechnen die weltweit größten Mobiltelefonhersteller für 2003 mit einem Marktwachstum von rund 10%. Der weltweite Handyabsatz wird von den Herstellern auf 420 bis 445 Millionen Geräte prognostiziert.

In den weitgehend gesättigten Märkten Westeuropas wird weniger die Zahl der Neukunden das Marktwachstum bestimmen als vielmehr der Verkauf von Zweit- und Ersatzgeräten. In Osteuropa sollen die Kundenzahlen pro Jahr im zweistelligen Bereich wachsen. Auch Nordamerika zählt in den kommenden Jahren weiter zu den Wachstumsregionen: Bis 2005 werden hier 60 bis 70 Millionen Neukunden erwartet. In China, dem größten Handymarkt der Welt, wird im laufenden Geschäftsjahr die Zahl der Mobilfunkkunden erstmals die der Festnetzkunden übertreffen. Marktforschungsunternehmen rechnen bis Ende 2005 mit einem Absatz von insgesamt 120,1 Millionen Mobiltelefonen in China.
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Alpet:

Immer noch zu teuer !

 
11.03.03 09:27
Es ergibt sich auf Basis 2003 ein KGV von 15,6 ! Kurzfristig uninteressant. Kann mir gut vorstellen, das Balda nun naochmal kräftig korrigiert ! Das warten auf die zahlen ist zu Ende.

Interessieren würde mich noch der Bereich Medical. Dazu wurden in der Ad-hoc keine Angaben gemacht oder habe ich die überlesen ?

alpet
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Lalapo:

alpet

 
11.03.03 09:35
genau , Medical fehlt , Medical war in den letzten Ad Hoc"s immer DAS Thema/Zukunft ........ heute nicht ....

Warum ???

Ein Schelm der da .........



Gruss LALI
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Alpet:

Medical läuft schlecht !

 
25.03.03 14:24
In einem Interview hat der CEO jetzt bestätigt, daß es mit der Medizintechnik noch nicht so gut läuft wie geplant. Der Kurs hat Erwartungsgemäß nachgegeben, da aber in den nächsten 10 Tagen eine Entscheidung bezüglich der Kapitalbeschaffung fallen wird, würde ich weiterhin die Hände von Balda lassen !

Grüße,
alpet

Hier das Interview:

                          Interview mit Gerhard Holdijk, CEO Balda AG


                          TC: Herr Holdijk, Ende April findet Ihre Hauptversammlung statt. Freuen Sie sich angesichts Ihres
                          erfreulichen Zahlenwerkes für 2002 auf das Treffen mit Ihren Aktionären?

                          Holdijk: Ja, selbstverständlich. Wir haben unsere Ziele im letzten mehr als erfüllt. Vor diesem
                          Hintergrund freut man sich natürlich vor seine Aktionäre zu treten. Im Hinblick auf die erreichten
                          Kursziele freue ich mich nicht. Aber das hat nichts mit unserem Unternehmen zu tun, sondern mit
                          dem gesamten Umfeld.

                          TC: Weniger Freude bereitet den Anlegern in der Tat im Moment die Entwicklung Ihres Aktienkurses.

                          Selbst auf die guten Zahlen hat der Kurs nicht reagiert, woran liegt es?

                          Holdijk: Ich glaube, dass man dies im Gesamtkontext mit der Weltwirtschaftslage sehen muss und
                          der Stimmung in Deutschland zur Zeit. Es war schon enttäuschend als wir kürzlich mit unseren
                          tatsächlich sehr guten Zahlen für das Jahr 2002 an den Markt gegangen sind und wir sogar noch
                          unsere Prognose für das laufende Jahr erhöht haben und der Kurs sich daraufhin nicht bewegt hat.
                          Aber was ist heute schon normal. Wenn man die Allianz betrachtet und der Aktienkurs seit dem
                          Höchstkurs mit 85 Prozent Kursverlust bestraft wird und wir mit 90 Prozent muss man sich schon
                          fragen, was im Moment normal ist. Uns bereitet die Situation sicher keine Freude, aber wir haben im
                          Moment keine Chance dagegen zu reagieren. Wenn man das KGV für Balda anschaut, bei 25 Cent
                          Gewinnerwartung je Aktie bei einem Kurs von 3,50 Euro, dann sind wir mit einem KGV von circa 16
                          unterwegs. Das ist extrem preiswert. Es wird noch eine Weile dauern, bis sich das wieder in andere
                          Regionen dreht.

                          TC: In welche Regionen?

                          Holdijk: Die faire Bewertung ist meiner Meinung nach über dem Emissionskurs zu sehen und der war
                          bei sechs Euro.

                          TC: Die Entwicklung im vierten Quartal war sehr dynamisch. Hat sich dies im ersten Quartal
                          fortgesetzt?

                          Holdijk: Das vierte Quartal ist für die Mobilkommunikation immer das Stärkste. Gegenüber dem
                          ersten Quartal des letzten Jahres werden wir eine bedeutende Verbesserung der Zahlen zeigen und
                          einen deutlichen Gewinn ausweisen. Unsere Auslastung liegt plangemäß bei 70 Prozent. Gegenüber
                          90 bis 95 in Q4 und nur 30 Prozent in Q1 des letzten Jahres. Die Zahlen für das erste Quartal des
                          laufenden Jahres dürften in der Größenordnung des dritten Quartals in 2002 liegen.

                          TC: Im laufenden Jahr wollen Sie den Umsatz um 20 Prozent steigern. Woher soll die Steigerung
                          kommen?

                          Holdijk: Hier sind drei Eckpunkte zu nennen. Zum einen der Einstieg in den Markt der
                          Medizintechnik, der im Dezember des letzten Jahres gestartet ist. Zum anderen rechnen wir mit
                          einem Sprung um zehn Prozent im Telekommunikationsmarkt. Als dritter Punkt ist der Bereich
                          Automotive zu nennen. In diesem Standbein haben wir im letzten Jahr ein Joint Venture mit einem
                          amerikanischen Werkzeugbauer geschlossen. Daraus erwarten wir erste Umsätze. In diesem Jahr
                          wird unser Umsatzwachstum viel mehr von der Diversifikation unseres Geschäfts leben als in
                          früheren Zeiten.

                          TC: Hat ein Krieg im Irak Einfluss auf das Geschäft?

                          Holdijk: Das ist glaube ich Kaffeesatzlesen. Kein Mensch weiß das. Ich persönlich gehe davon aus,
                          dass sich dieser Krieg relativ kurz halten wird. Was sich aber mit Anschlägen danach über die Welt
                          verbreiten wird, vermag ich nicht zu überblicken.

                          TC: Wie kommen Sie im Bereich Medizintechnik voran?

                          Holdijk: Wir sind nicht ganz plangemäß gestartet. Anstatt im Oktober haben wir erst im Dezember
                          losgelegt. Heute produzieren wir zwei Projekte. Dadurch, dass wir jetzt dem Markt beweisen, dass
                          die Qualität stimmt und wir in der richtigen Zeit liefern, merken wir ein Interesse am Markt an Balda.
                          Sie müssen dazu aber wissen, dass der Medizintechnikmarkt sehr langlebig ist. Bei Projektbeginn
                          gibt es eine Laufzeit von sieben bis zehn Jahren. Entsprechend wird eine lange Vorlaufzeit benötigt.
                          Das ist bei über einem Jahr anzusetzen. Alle Kontakte, die wir jetzt knüpfen und eventuell auch
                          Projekte bekommen, werden sich erst im zweiten Halbjahr 2004 bemerkbar machen. In diesem Jahr
                          planen wir aus der Medizintechnik mit einem Umsatzbeitrag von 17 Millionen Euro. Ursprünglich
                          waren 30 Millionen Euro geplant, da wir drei Projekte gestartet haben. Alle drei Projekte haben wir
                          bekommen und entwickelt. Eines davon wurde zwar entwickelt, wir haben die Kosten dafür auch
                          bekommen, ist im Absatz aber nicht erfolgreich gewesen. Der Kunde glaubt noch daran, dass dies
                          zeitverzögert klappt. Wir haben es aus unserer Umsatzplanung aber heraus genommen.

                          TC: Ein Großteil Ihrer Umsätze erzielen Sie im Inland. Gehen Sie in der Zukunft auf Expansionstour?

                          Holdijk: Allein durch das Joint Venture mit Mikron sind wir in China und Malaysia glänzend
                          aufgestellt. Im vergangenen Jahr haben wir dort einen Umsatz von 16 Millionen Euro erzielt. In 2003
                          planen wir 30 Millionen Euro. Im zweiten Halbjahr wollen wir etwas in Ungarn beginnen. Zum
                          Beispiel werden seitens Nokia, Siemens und Co. Fertigungskapazitäten in Ungarn aufgebaut. Für
                          uns ist die logische Schlussfolgerung daraus, eine Produktion in diesem Land aufzubauen. Im Jahr
                          2004 wollen wir Brasilien und Mexiko sondieren.

                          TC: Ihr Bilanzbild ist von hohen Schulden getrübt. Planen Sie eine Kapitalmaßnahme auch im
                          Hinblick auf das weitere Wachstum?

                          Holdijk: Wir konnten unsere Eigenkapitalquote im letzten Jahr von 32 auf über 35 Prozent steigern.
                          Zum Ende des Jahres wollen wir uns der Marke von 40 Prozent nähern. In den nächsten zwei
                          Jahren wollen wir mindestens 40 Prozent erreichen. Zur Finanzierung des Wachstums in diesem
                          Jahr genügen die freien Kreditlinien und der Cashflow. Eine Kapitalmaßnahme zielt auf ein
                          Wachstum von 20 Prozent jährlich ab. Dafür ist irgendwann eine Kapitalbeschaffung notwendig. Wir
                          haben verschiedene Optionen in der Diskussion - wie zum Beispiel Wandelanleihen oder
                          Schuldscheindarlehen. Ich denke, dass wir in den nächsten 14 Tagen eine Entscheidung treffen, um
                          auch die Unsicherheit aus dem Markt zu nehmen.

                          TC: Wo sehen Sie Balda langfristig? Wie könnten Umsatz und Ertrag in fünf Jahren aussehen?

                          Holdijk: Strategisch wollen wir pro Jahr um 20 Prozent wachsen. In 2007 wären sodann 500
                          Millionen Euro Umsatz möglich. Auf der EBIT-Seite rechnen wir mit einer zehn Prozent Marge.

                          Herr Holdijk, vielen Dank für das Gespräch!
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