Hamburg (vwd) - Die liquiden Mittel und die Breakeven-Prognose der Intershop Communications AG, Hamburg, stehen im Mittelpunkt, wenn das Unternehmen am Dienstag die Zahlen für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2001 ausweist. Stellt sich doch die Frage, wie viele Monate sich der Anbieter von E-Business-Anwendungen noch über Wasser halten kann. So bezeichnet SES Research-Analyst Felix Ellmann den Bestand an liquiden Mitteln dann auch als "kritische Position". Er rechnet damit, dass der Bargeldverbrauch in den letzten drei Monaten 2001 zwischen 13 Mio und 14 Mio EUR gelegen hat.
Intershop hatte den Bestand an liquiden Mitteln per Ende September auf 45,2 Mio EUR beziffert. Mitte Dezember prognostizierte das Unternehmen zum Jahresende eine Abnahme der liquiden Mittel auf 36 Mio bis 37 Mio EUR. Für das laufende Jahr wird Intershop nach Angaben Ellmanns einen Umsatz von 90 Mio EUR in Aussicht stellen. Außerdem werde angestrebt, den Breakeven auf EBITDA-Basis zu erreichen. Intershop hat bislang für 2002 nur Umsätze unterhalb des Vorjahresniveaus und das Erreichen der Gewinnschwelle auf EBITDA-Basis in der zweiten Jahreshälfte in Aussicht gestellt.
Für das vierte Quartal 2001 wurden Umsätze zwischen zwölf Mio und 13 Mio EUR und ein EBITDA zwischen minus acht Mio und minus neun Mio EUR prognostiziert. Von vwd befragte Analysten rechnen im Mittel mit 14,88 (30,2) Mio EUR beim Umsatz und einem Verlust von 0,15 (minus 0,38) EUR beim Ergebnis je Aktie. Für das Gesamtjahr bedeutet dies einen Umsatz von 71,88 (123,0) Mio EUR bei einem Ergebnis von minus 1,37 (minus 0,46) EUR je Aktie. +++ Kirsten Bienk
vwd/8.2.2002/kib/nas