Liebe Leserinnen und Leser!
Wenn man dieser Tage mit Leuten ueber das Thema "Boerse" diskutiert,
dann gibt es viele Zwangsoptimisten. Der eine hat bei 200 Dollar die
Yahoo gekauft, der andere hat sich bei 120 Dollar einige Papiere des
B2B-"Riesen" Commerce One ins Depot gelegt. Ein anderer war
vorsichtiger und versuchte sein Glueck bei der Deutschen Telekom, denn
telefonieren wird man auch in Jahren noch. Trotzdem sackte die Aktie
des Telefonkonzerns von 100 Euro auf ein Viertel dessen ab. Bei B2B
ist mittlerweile auch schon Realitaet eingekehrt und die C1-Papiere
kosten mittlerweile nur mehr 9 Dollar, die Aktien der weltgroessten
Internetfirma Yahoo sind nun fuer 15 gruene Lappen zu haben.
Was macht die Anlegerschaft nun? Ist sie vorsichtiger geworden? Nein,
ganz im Gegenteil. Viele Investoren, die gerade erst ueber einige
Monate Boersenerfahrung verfuegen, versuchen nun ihr Geld wieder
"zurueckzugewinnen". Statt auf vorsichtigere Papiere, etwa solche mit
geringem KGV oder hoher Dividendenrendite, wird auf Optionsscheine
gesetzt und Aktien von (fast) insolventen Unternehmen werden rege
gehandelt.
Auch nicht sinnvoll ist das Verhalten vieler veraengstigter Anleger,
die sich nach 70, 80 oder 90 % Wertverlust nun von ihren Aktien
trennen und sich von der Boerse verabschieden. "Nie mehr wieder!",
hoert man solche Leute sagen. Dabei uebersehen sie jetzt, genauso wie
zu ihrem Boersendebuet, dass man eben im Jahresschnitt 10-15 %
verdient. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Somit ist fuer mittel-
bis laengerfristige Anleger wie mich auch schon absehbar, dass wir die
naechste Gewinn-Phase an den Aktienmaerkten bereits bald vor uns
haben. Mit der sich verschlechternden Konjunktur und den sinkenden
Zinsen im Ruecken sollte 2002 ein grossartiges Boersenjahr werden.
Wem einige ruhige Monate an den Aktienmaerkten zu wenig Reiz bieten,
der sollte statt riskanter Optionsscheinspekulationen oder des Kaufs
von Anteilen sterbender Unternehmungen lieber mit seiner Frau oder
Freundin ein Casino aufsuchen. Steht man dann gemeinsam am
Roulettetisch mit einem Glaeschen Sekt und setzt auf Rot oder Schwarz,
hat man auch eine schoene Gewinnchance und zur Zeit bestimmt mehr
Freude. Sportbegeisterte besuchen die Internetseite des
Online-Wettanbieters InterWetten.com (www.interwetten.com) und
setzen einen Kleinbetrag darauf, ob nun Michael Schumacher Weltmeister
wird, ob Tiger Woods das Masters gewinnt oder wer denn nun Cupsieger
wird. Zwischenzeitig bleibt das restliche Kapital in sicheren Anlagen
wie Anleihen, Geldmarktfonds oder Aktien mit geringem KGV und hoher
Dividendenrendite geparkt. Bereit fuer die naechste Hausse.
Eine erfolgreiche Boersenwoche wuenscht Ihnen
Markus Meister
markus.meister@finanznachrichten.de
Wenn man dieser Tage mit Leuten ueber das Thema "Boerse" diskutiert,
dann gibt es viele Zwangsoptimisten. Der eine hat bei 200 Dollar die
Yahoo gekauft, der andere hat sich bei 120 Dollar einige Papiere des
B2B-"Riesen" Commerce One ins Depot gelegt. Ein anderer war
vorsichtiger und versuchte sein Glueck bei der Deutschen Telekom, denn
telefonieren wird man auch in Jahren noch. Trotzdem sackte die Aktie
des Telefonkonzerns von 100 Euro auf ein Viertel dessen ab. Bei B2B
ist mittlerweile auch schon Realitaet eingekehrt und die C1-Papiere
kosten mittlerweile nur mehr 9 Dollar, die Aktien der weltgroessten
Internetfirma Yahoo sind nun fuer 15 gruene Lappen zu haben.
Was macht die Anlegerschaft nun? Ist sie vorsichtiger geworden? Nein,
ganz im Gegenteil. Viele Investoren, die gerade erst ueber einige
Monate Boersenerfahrung verfuegen, versuchen nun ihr Geld wieder
"zurueckzugewinnen". Statt auf vorsichtigere Papiere, etwa solche mit
geringem KGV oder hoher Dividendenrendite, wird auf Optionsscheine
gesetzt und Aktien von (fast) insolventen Unternehmen werden rege
gehandelt.
Auch nicht sinnvoll ist das Verhalten vieler veraengstigter Anleger,
die sich nach 70, 80 oder 90 % Wertverlust nun von ihren Aktien
trennen und sich von der Boerse verabschieden. "Nie mehr wieder!",
hoert man solche Leute sagen. Dabei uebersehen sie jetzt, genauso wie
zu ihrem Boersendebuet, dass man eben im Jahresschnitt 10-15 %
verdient. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Somit ist fuer mittel-
bis laengerfristige Anleger wie mich auch schon absehbar, dass wir die
naechste Gewinn-Phase an den Aktienmaerkten bereits bald vor uns
haben. Mit der sich verschlechternden Konjunktur und den sinkenden
Zinsen im Ruecken sollte 2002 ein grossartiges Boersenjahr werden.
Wem einige ruhige Monate an den Aktienmaerkten zu wenig Reiz bieten,
der sollte statt riskanter Optionsscheinspekulationen oder des Kaufs
von Anteilen sterbender Unternehmungen lieber mit seiner Frau oder
Freundin ein Casino aufsuchen. Steht man dann gemeinsam am
Roulettetisch mit einem Glaeschen Sekt und setzt auf Rot oder Schwarz,
hat man auch eine schoene Gewinnchance und zur Zeit bestimmt mehr
Freude. Sportbegeisterte besuchen die Internetseite des
Online-Wettanbieters InterWetten.com (www.interwetten.com) und
setzen einen Kleinbetrag darauf, ob nun Michael Schumacher Weltmeister
wird, ob Tiger Woods das Masters gewinnt oder wer denn nun Cupsieger
wird. Zwischenzeitig bleibt das restliche Kapital in sicheren Anlagen
wie Anleihen, Geldmarktfonds oder Aktien mit geringem KGV und hoher
Dividendenrendite geparkt. Bereit fuer die naechste Hausse.
Eine erfolgreiche Boersenwoche wuenscht Ihnen
Markus Meister
markus.meister@finanznachrichten.de