Audiogalaxy???


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Theo Kamann:

Audiogalaxy???

 
18.06.02 12:28
funktioniert leider nicht mehr.Weiß jemand was da los ist?
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Kicky:

ja

 
18.06.02 14:12
musst das Programm auf der Seite neu runterladen,aber sei vorsichtig mit dem Virenscanner von denen; falls du schon einen hast,kriegste Probleme mit dem alten!lieber nicht akzeptieren.Nickname und Passwort funktionieren noch.
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Audiogalaxy vor dem Aus

 
18.06.02 14:22
Audiogalaxy vor dem Aus

"Befreit die Musik, kastriert die Anwälte!"

Von Frank Patalong

Die P2P-Börse Audiogalaxy, verklagt wegen Copyright-Verletzungen, braucht vor einer drakonischen Strafe keine Angst mehr zu haben: Die Lobbyvertretungen der Musikindustrie stimmten einer außergerichtlichen Einigung zu. Dafür verlangen sie nur zwei Dinge: Viel Geld - und den virtuellen Selbstmord der Börse.

Was für eine treffende Beschreibung für das Koordinatensystem des ganz normalen Internetnutzers: Hier die begehrte Ware, kostenlos zu haben, unterhaltend, wertvoll, und alle teilen freigiebig! Da die Schergen der Kommerzwelt, die das Web erdrücken, eine P2P-Börse nach der anderen kaputt machen, dem Internet immer mehr von seiner Nützlichkeit nehmen. Ihr neuestes Opfer: Die Musiktauschbörse Audiogalaxy.

"Goodbye", schreibt "atporres" im gleichen Forum, "AG hat's endgültig hinter sich. Wie heißt die nächste Quelle für uns armen Piraten?"

Galgenhumor ist das, denn der gemeine Web-Musikfan ist ja Kummer gewohnt. Eine geliebte Marke geht den Jordan hinunter? So ein Mist aber auch: Virtuelles Schulterzucken, die Karawane zieht weiter.

Den Betreibern von Audiogalaxy geht diese Form von Humor derzeit wohl ab, denn sie stehen direkt unter dem Seil: Dabei hatte noch vor wenigen Wochen alles so gut ausgesehen.

Frühling: Kurze Blütezeit eines Möchtegern-Erben

Der Aufstieg von Audiogalaxy begann mit dem Abstieg von Napster. Dieser Prototyp der P2P-Dienste wurde im Sommer 2000 durch die Lobbyorganisation der Musikindustrie RIAA in den Stillstand geklagt. Ein seit Oktober 2000 andauerndes Techtelmechtel mit Bertelsmann führte dazu, dass Napster erst vor wenigen Wochen erwartungsgemäß Bankrott anmelden musste, um im weiteren Verlauf von Bertelsmann absorbiert und zu einem erfolgreichen, legal operierenden Dienst ausgebaut zu werden.

Glaubt Bertelsmann, zumindest öffentlich, dafür aber lautstark.

Den Fans ist das völlig egal, es geht ihnen am Hintern vorbei, sozusagen: Wer war noch mal Napster?

Für die Fans war Napster tot, als es dort nichts mehr zu tauschen gab. Binnen Wochen hatten sich die potenziellen Erben zum Rennen um die höchsten Kunden-Quoten aufgestellt. Einige fielen auf die Nase, anderen stellte die RIAA ein Bein, wieder andere beharkten sich gegenseitig nach Kräften.

Audiogalaxy profitierte vom Streit im FastTrack-Netz

Audiogalaxy schien einer der aussichtsreichsten Kandidaten zu sein, wenn es darum ging, P2P irgendwann einmal legal und zu Geld zu machen.

Der Dienst, von den Fans kurz "AG" genannt, galt als reichhaltig, leidlich schnell und ziemlich umständlich. Der Nutzung ging eine Registrierung voraus und der Download eines so genannten "Satelliten": Ein Software-Client war das, mit dem man seine Suchen und Downloads initiierte. Der funktionierte aber nicht für sich allein, sondern nur im Verbund mit der Webseite: Den Nutzern erschien er als eine Art "Fernbedienung".

Was natürlich gequirlter Unsinn ist: Die eigentümliche Technik diente vor allem dazu, den User an den Bildschirm zu binden. Audiogalaxy schien auf dem besten Wege, bald schwarze Zahlen schreiben zu können: Der Businessplan des Unternehmens fußt auf werbender Vermarktung, auf dem "Verkauf von Aufmerksamkeit", wie man in den USA sagt. Davon hatte Audiogalaxy eine Menge: Die Website meldete im November 2001 die unfassbare Zahl von 1,5 Milliarden Logins.

Trotzdem war Audiogalaxy zu diesem Zeitpunkt bestenfalls die Nummer zwei, wahrscheinlicher die Nummer drei oder vier: Vorn lag zur Jahreswende Morpheus, einer der drei Dienste des FastTrack-Netzwerkes. Das zerbrach jedoch im Frühjahr, als der Kerndienst KaZaA den ungeliebten Partner, der angeblich zudem seine Rechnungen nicht bezahlt haben soll, vor die Tür setzte. KaZaA selbst wächst seitdem beständig, während Morpheus aus der Unterwelt ab und an ein Comeback versucht.

Seitdem macht P2P weniger Schlagzeilen, boomt aber mehr denn je: Zu Morpheus' Blütezeit tummelten sich zu jedem gegebenen Zeitpunkt 500.000 bis 800.000 User im FastTrack-Netzwerk. Inzwischen sind es rund 1,9 Millionen - wann auch immer man sich einloggt.

Trotzdem: Morpheus' Abgang machte Platz

Die Erschütterungen des FastTrack-Netzes führten Audiogalaxy noch einmal einen Schwung an Neu-Nutzern zu: Wie die FastTrack-Dienste verfügte auch Audiogalaxy zumindest über solche Bequemlichkeiten wie Vormerkung von Songs oder die automatische Wiederaufnahme abgebrochener Downloads. Obwohl sonst im direkten Vergleich eher ärmlich, begann Audiogalaxys kurze Blütezeit.

Denn auch die Anwälte der RIAA interessierten sich zunehmend für den Dienst. Im Mai reichte die RIAA Klage ein, am 17. Juni gab Audiogalaxy bereits auf: Die Napster-Geschichte wiederholt sich. Noch in der Nacht zum 18. Juni verschwanden die copyrightgeschützten Angebote bei Audiogalaxy.

Dafür darf der Dienst nun zahlen: Eine nicht genannte, aber "substanzielle" Summe als Kompensation für vergangene Copyright-Verstöße. Eine "Einigung" ist die Regelung, weil die Musikindustrie dem Dienst künftig erlaubt, alle Materialien anzubieten, bei denen Künstler und Firma dem Vertrieb über P2P-Börsen zugestimmt haben.

Viel wird das nicht sein, und zudem kennt es kaum einer.

Audiogalaxy argumentierte vor Gericht natürlich, dass die Börse auch legale Nutzungsmöglichkeiten biete. Ziemlich erfolglos versuchten sich die Bertreiber sogar am Ausfiltern copyrightgeschützter Stücke. Als diese schließlich einfach aus dem zentralen Index entfernt wurden, nahmen die Fans das so war: "Hey, mein Satellit funktioniert nicht mehr".

Denn natürlich geht das Interesse an urheberrechtsfreier Musik von Newcomerbands in P2P-Börsen gegen null. Audiogalaxy ist, da sind die Fans sich schon jetzt sicher, so gut wie tot. Die Geschäftsführung wird das anders sehen und in den nächsten Wochen so manchen Gimmick erproben, so viele Nutzer zu binden wie nur irgend möglich.

In den Foren von Audiogalaxy kippte die Diskussion schon nach knapp zwölf Stunden: Die wüsten RIAA-Beschimpfungen verschwanden. Stattdessen beherrscht nun vor allem ein Thema die Diskussion: "Wohin ziehen wir jetzt, Leute?"





Was wird aus Morpheus?
Morpheus, steil aufgestiegener, schnell gefallener Shootingstar des letzten Halbjahres, legte Ende der ersten Juniwoche seine neue Software "Morpheus 1.9" vor: Die Börse stützt sich weiter auf das Gnutella-Netz, mit allen damit verbundenen Nachteilen.

Den Mangel an Performance versucht Morpheus nun mit attraktiven Dienstleistungen auszugleichen. Dazu gehört neben Telefon-Services (für die USA) nun auch ein Shop und ein Instant-Messenger - alles ganz nett, aber nicht der Grund, warum jemand eine P2P-Software anwirft.

Ein großer Teil der ehemaligen Morpheus-User ist mittlerweile auf KaZaA-Lite umgestiegen: Der Client ist mit dem alten Morpheus fast identisch und transportiert - im Gegensatz zu KaZaA - keine Schnüffelprogramme.
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Pate100:

hier der grund

 
18.06.02 14:22
Audiogalaxy einigt sich mit der Musikindustrie

Weniger als einen Monat nach Einreichung der Klage hat die US-Musikindustrie ihren Rechtsstreit mit der MP3-Tauschbörse Audiogalaxy.com beigelegt. Beide Parteien konnten sich am vergangenen Samstag auf einen außergerichtlichen Vergleich einigen. Demnach wird Audiogalaxy seinen Tauschbörsenbetrieb in der jetzigen Form einstellen.

Aus einer am Montagabend verbreiteten Erklärung der Recording Industry Association of America (RIAA) geht hervor, dass Audiogalaxy sich dazu verpflichtet, sein Tauschangebot auf ein Opt-In-Modell umzustellen. Damit kann die Tauschbörse in Zukunft nur noch Musik anbieten, deren Rechteinhaber einer Verbreitung über das Peer-to-Peer-Netzwerk ausdrücklich zugestimmt haben. Bisher bot Audiogalaxy Plattenfirmen an, ihre Tracks nach einer entsprechenden Mitteilung aus dem Tauschbetrieb auszuschließen. Audiogalaxy-Nutzer haben jedoch immer wieder Wege gefunden, diese Sperrungen zu umgehen. Die dazu eingesetzte Filtertechnologie wurde deshalb von der Musikindustrie als "komplett wirkungslos" bezeichnet.

Die Einigung umfasst der RIAA zufolge auch die Zahlung eines nicht genauer bezeichneten Geldbetrags an die Plattenfirmen und Musikverleger. Zu genaueren Details dieser Entschädigung wollte am Montag keine der Parteien Stellung nehmen. Ein mit dem Verfahren vertrauter Branchenkenner berichtete jedoch gegenüber heise.de von eher kuriosen Konditionen. So habe sich Audiogalaxy zusätzlich zu einer recht moderaten Geldzahlung zur Übergabe von zehn Servern an die RIAA bereit erklärt.

Offenbar hat Audiogalaxy prompt auf die Einigung mit der Musikindustrie reagiert. Bereits am späten Montagabend wurde praktisch der gesamte Index der Tauschbörse gesperrt. Nutzer, die zu diesem Zeitpunkt Dateien übertrugen, berichteten, dass ihr Queue offensichtlich Server-seitig gelöscht wurde. Die ebenfalls von Audiogalaxy angebotene FTP-Suchfunktion ist nach Berichten im Messageboard der Site offenbar schon sein einigen Wochen nicht mehr in Betrieb.

RIAA-Präsidentin Hillary Rosen begrüßte am Montag die schnelle Einigung mit der Tauschbörse. Gleichzeitig erklärte sie, andere Tauschbörsen-Anbieter sollten den Vergleich als Warnung verstehen. "Die Verantwortung für das Einrichten von Systemen, die das autorisierte Nutzen Copyright-geschützter Werke erlauben, liegt auf den Schultern des Peer to Peer-Netzwerks."

Wie und wann Nutzer auf den neuen Opt-In-Service zugreifen können, war am Montag nicht zu erfahren. Unklar ist auch die Zukunft des kostenpflichtigen Audiogalaxy-Gold-Angebots. Für drei US-Dollar pro Monat konnten dessen Nutzer auf besonders zuverlässige Server und Spyware-freie Software zugreifen. Firmenkennern zufolge haben derzeit etwa 75.000 Audiogalaxy-Nutzer das Gold-Angebot abonniert. Insgesamt hat die Tauschbörse mehr als 32 Millionen registrierte Nutzer. (Janko Röttgers) / (wst/c't)

www.heise.de
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FMF2000:

Habe heute schon gelesen, daß es eine außer-

 
18.06.02 14:25
gerichtliche Einigung gab und alle Titel gesperrt wurden.

Kicky: Das Downloaden sollte demnach eigentlich nicht mehr funktionieren.

Ciao

FMF2000
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Theo Kamann:

Danke

 
18.06.02 16:21
erstmal für eure Antworten.Das Gold Angebot für ca. 3 USD pro Monat finde ich nicht schlecht.Wenn man dann seine Ruhe hat,und alles saugen kann,ist es okay finde ich.
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Ingo Pape:

WinMX forever !

 
18.06.02 16:36
hi, ich weiß nicht wieso ihr euch immernoch mit audio... oder morph.. herumschlagt. Versucht Euch doch mal an WinMX. Auf den ersten Blick wirkt die Software kompliziert, doch spätestens nach einer Woche intensiver Nutzung, wollt Ihr die SW nicht mehr missen :-)
Jetzt ist version 3.2 raus, funzt super, multisource DL und alles was ein tauschfan braucht ist vorhanden. Und: Keine Spyware. Viel Spaß
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Zick-Zock:

theo

 
18.06.02 16:38
dein letztes posting ist hinfällig. die 3$ kannst du dir sparen,
das angebot gibt es in dieser form nicht mehr....

r.i.p. audiogalaxy... es war eine schöne zeit!
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Spitfire33:

Kazaa ist sowieso besser. o.T.

 
18.06.02 16:44
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Theo Kamann:

Danke

 
19.06.02 10:16
Ich probiere es mal mit Win MX
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