Auch Bush war mal ein CEO


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BRAD PIT:

Auch Bush war mal ein CEO

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05.07.02 16:03

Quelle: Börse-Online

Bushs falsche Empörung

US-Präsident George W. Bush gibt sich angesichts der Bilanzskandale empört und will die amerikanischen Unternehmen am Dienstag mit einer flammenden Rede zu mehr moralischem Anstand aufrufen. Als er selbst noch Unternehmer war, galten für ihn offenbar andere Maßstäbe.

 
AP

Moralischer Zeigefinger: Ex-CEO Bush


Washington - Als ihn ein Reporter bei dem Besuch einer Kirche in Milwaukee wieder wegen der alten Geschichte ansprach, wurde der mächtigste Mann der Welt sehr schmallippig. "Alles, was ich getan habe, ist veröffentlicht und überprüft. Weitere Fragen?", sagte er. Verständlich, dass Bush das Thema langsam auf die Nerven geht. Wieder geht es um die Rechtmäßigkeit eines Aktienverkaufs, den Bush vor nun zwölf Jahren tätigte und wegen dem er jahrelang durch die Schlagzeilen gezerrt wurde.
Außerdem kommt das alte Leiden zu einem sehr ungünstigen Zeitpunkt: Der US-Präsident will sich nämlich nach den Skandalen um Enron, Global Crossing, Tyco, WorldCom und Xerox mit einer Rede vor tausend Managern als Weltpolizist der Aktionäre präsentieren.

   
 IN SPIEGEL ONLINE
 
·  Bilanzfälschungen: Bush wettert gegen unmoralische Firmen (30.06.2002)


 

Eines der Probleme, die Präsident Bush endgültig aus der Welt schaffen will, ist der Insiderhandel. Er will dazu vorschreiben, dass die Manager der Börsenaufsicht innerhalb von zwei Tagen mitteilen müssen, wann sie wie viele Aktien der eigenen Firma verkauft hatten.

Bush selbst hat bei der Meldung seiner eigenen Aktienverkäufe jedoch zwischen 15 und 34 Monaten verstreichen lassen, bevor er diese an die Börsenaufsicht meldete. Das beweisen Dokumente der SEC, die das Center for Public Integrity in dieser Woche veröffentlicht hat.

Präsident Bush machte vor seiner politischen Karriere mit geschickten Deals ein kleines Vermögen und nahm es dabei mit den Vorschriften der SEC nicht so genau. Seine erfolglose und schuldenbeladene Ölfirma Spectrum 7 stand eigentlich vor dem Bankrott, als die texanische Harken Energy einsprang. Der Firmenverkauf, den Bush laut "Washington Post" allein seiner Geburt als Präsidentensohn zu verdanken hatte, begründete seinen späteren Reichtum. Von Harken bekam er für seine wertlose Firma ein dickes Aktienpaket.

Zum richtigen Zeitpunkt, nämlich im Juni 1990 und zwei Monate vor einer massiven Gewinnwarnung von Harken, verkaufte Bush seine Aktien für vier Dollar die Aktie und nahm damit 848.560 Dollar ein. Nach der Gewinnwarnung im August rutschte der Harken-Kurs auf 2,37 Dollar, derzeit notieren die Papiere bei weniger als einem Dollar. Bush hatte aber längst eine bessere Geldanlage gefunden und 600.000 Dollar in die Texas Rangers investiert. Als die Baseball-Mannschaft 1998 an texanische Geschäftsleute verkauft wurde, war Bushs Anteil knapp 15 Millionen Dollar wert.

Wegen des "glücklichen" Verkaufs der Harken-Anteile leitete die SEC Ende 1990 ein Ermittlungsverfahren gegen Bush ein. Ihm konnte kein gesetzwidriges Verhalten nachgewiesen werden. Doch die Ermittler fanden heraus, dass Bush seine Aktienverkäufe erst acht Monate später gemeldet hatte - vorgeschrieben ist eine Frist von 15 Tagen. Auch bei drei anderen Börsenaktivitäten kamen die Meldungen des jetzigen US-Präsidenten nicht fristgemäß. Experten zufolge ist dies allerdings eine Nachlässigkeit, die zur damaligen Zeit einem Kavaliersdelikt gleichkam. Außerdem hatte Bush die Absicht zum Anteilsverkauf korrekt bei der SEC gemeldet. Bei dieser Vorabmeldung müssen potenzielle Insider allerdings nicht genau sagen, wie viele Aktien sie auf den Markt werfen wollen.

Für die politischen Gegner sind die neuen peinlichen Fragen an den Präsidenten dennoch ein gefundenes Fressen. "Präsident Bush, Vizepräsident Dick Cheney und SEC-Chef Harvey Pitt predigen gerne die Verantwortung der CEOs. Wenn es aber um ihre eigene Vergangenheit geht, sagen sie: "Die Verantwortung liegt woanders", wettert Demokrat Terrence McAuliffe. Wir erinnern uns - die meisten der modernen Raubritter haben zwar ihre Firmen in Grund und Boden gewirtschaftet, sich diese Meisterleistung aber fürstlich bezahlen lassen, indem sie eigene Aktien geschickt und weitgehend unbemerkt verkauften, als die Aktionäre noch an die großartigen Lügenbilanzen glaubten.

Bei der neuen Diskussion um Bushs Aktiendeals geht es auch weniger um die finanzielle Tragweite als um die Äußerungen, mit denen Bush und das Weiße Haus den neuen Vorwürfen begegnen. Die alte Geschichte wird nämlich in immer neuen Versionen erzählt. Als er 1994 mit diesem Thema konfrontiert wurde, hatte Bush gesagt, er habe die Meldung ordnungsgemäß eingereicht, diese sei dann wohl bei der SEC verloren gegangen. Jetzt argumentiert der Sprecher des Weißen Hauses, Ari Fleischer, die Anwälte von Harken seien für die Meldung verantwortlich gewesen und diese hätten den Verkauf zu spät gemeldet. Aber das stimmt wieder nicht, wie der damalige SEC-Direktor Edward Fleischmann sagt: "Seit 1934 liegt die Verantwortung für solche Meldungen bei der handelnden Person und nicht bei der Firma."


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Kicky:

da ist der Bericht des Spiegel zu d. Insiderhandel o.T.

 
09.07.02 12:57
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BRAD PIT:

Das nicht ganz so Weiße Haus

 
12.07.02 10:05
Das nicht ganz so Weiße Haus

In seiner Rede zu den Bilanzskandalen der jüngsten Vergangenheit hat US-Präsident George W. Bush die gängige Praxis von Unternehmen gegeißelt, Top-Managern zinsgünstige Kredite einzuräumen. Offenbar hat Bush in der Vergangenheit jedoch selbst genau solche Firmenkredite erhalten.

 
DDP

Weißes Haus: Der üble Geruch der Enronitis


Washington - Während der Boomzeit war es nichts Ungewöhnliches, wenn Top-Manager der amerikanischen Wirtschaft ihre Unternehmen als Kreditinstitute missbrauchten. CEOs wie Enron-Gründer Kenneth Lay bekamen von ihren Firmen Bürgschaften, Darlehen oder Kredite, die Aufsichtsräte nickten die Deals meist bedenkenlos ab.
Den Rekord hält Ex-WorldCom-Chef Bernie Ebbers: Der Kanadier hatte auf Kredit eine große Zahl von WorldCom-Aktien erworben. Als der Kurs abstürzte, musste Ebbers Geld nachschießen. Dazu war er selbst nicht in der Lage, sein Unternehmen half ihm jedoch großzügig aus. Im Frühjahr 2002 wurde dem umstrittenen Manager von WorldCom eine Bürgschaft in Höhe von mehr als 400 Millionen Dollar gewährt.

Auch Präsident George W. Bush soll als Führungskraft seinen damaligen Arbeitgeber angezapft haben. Die "New York Times" und die "Washington Post" berichten am Donnerstag, dass Bush in den achtziger Jahren in seiner Zeit als Top-Manager des Energiekonzerns Harken von dem Unternehmen äußerst zinsgünstige Kredite in Höhe von insgesamt 180.000 Dollar erhalten habe. Mit dem Geld habe Bush im Rahmen eines Optionsprogramms für Manager Harken-Aktien erworben.

Firmenkredite sind schlecht - bei den anderen

   
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Besonders peinlich: Bush hatte Anfang der Woche "harte neue Gesetze" zur Verhinderung von Finanzskandalen angekündigt. In seiner Rede an der Wall Street hatte der Präsident die US-Wirtschaft auch dazu aufgerufen, nicht länger Firmenkredite an Manager zu vergeben.

Bush muss sich außerdem gegen den Vorwurf verteidigen, dass er selber in den neunziger Jahren als Harken-Manager von Insiderwissen profitiert und den Aufsichtsbehörden Aktienverkäufe zu spät gemeldet habe.

Bush-Regierung wirkt unglaubwürdig

In der Bush-Administration sitzen eine Reihe umtriebiger Ex-Manager, davon viele aus dem Energiesektor. Bereits während der Enron-Krise war das Weiße Haus wegen seiner Nähe zu der Houstoner Skandalfirma unter Druck geraten. Bush war mit Enron-Gründer Ken Lay per du und nannte ihn "Kenny Boy". Lay war der größte Finanzier der Präsidentschaftswahlkampagne Bushs.

Ebenfalls im Kreuzfeuer: Dick Cheney. Der Vizepräsident wurde am Mittwoch von der Anti-Korruptionsinitiative Judicial Watch verklagt. Die Kläger werfen Cheney und dem Ölkonzern Halliburton, bei dem Bushs Vize von 1995 bis 2000 Vorstandschef war, Bilanzbetrug und Irreführung der Anleger vor. Das ist nicht die einzige Klage gegen Cheney. Auch der Rechnungshof des Kongresses (GAO) hat Cheney und die Bush-Administration vor den Kadi gezogen: Der Vizepräsident weigert sich nämlich beharrlich, der Legislative Auskunft über seine Kontakte zur Energieindustrie zu geben.

Kein Kommentar

Der Sprecher des Weißen Hauses, Ari Fleischer, nannte die Judicial-Watch-Klage gegen Cheney ungerechtfertigt. Er lehnte Fragen zu dem Thema mit der Begründung ab, Ansprechpartner sei der Konzern Halliburton. Unter Cheney hatte der Ölfeldausrüster Halliburton in den neunziger Jahren seine Buchführung geändert, was die Profite des Unternehmens erheblich verbessert hatte. Die Wertpapier- und Börsenaufsicht SEC untersucht den Fall.

Judicial Watch erklärte, die geänderte Buchführung habe zu einer Überbewertung des Aktienwertes und damit zur Täuschung der Anleger geführt. Halliburtons Finanzchef Doug Foshee wies die Beschuldigungen als "unwahr, unbewiesen und unbegründet" zurück.

Von Thomas Hillenbrand  / Aus Spiegel-online

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BRAD PIT:

INSIDER-VERDACHT

 
15.07.02 09:42
INSIDER-VERDACHT

SEC-Chef deckt Präsident Bush

US-Präsident George Bush wusste möglicherweise vor einem großen Aktienverkauf von Finanzproblemen seines Unternehmens Harken Energy. Doch der Präsident der Börsenaufsicht SEC will die Untersuchungsunterlagen nicht herausrücken.

 
REUTERS

"Kein Wohlstand ohne Anstand": Bush ruft Unternehmenschefs zu mehr Verantwortlichkeit auf


Washington - Nach Ansicht von Pitt gibt es keinen Grund, "die alte Geschichte wieder aufzurollen". Die Untersuchung wegen möglichen Insiderwissens des heutigen US-Präsidenten Bush sei 1991 abgeschlossen worden, sagte Pitt in einem Fernsehinterview. Die SEC hatte damals, als George Bush senior noch Präsident war, keine Anhaltspunkte gefunden, die einen Insiderverdacht gegen Bush junior - zu dieser Zeit Vorstandsmitglied von Harken Energy - erhärtet hätten.
   
 IN SPIEGEL ONLINE
 
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Nach Ansicht von US-Journalisten gibt es aber sehr wohl einen Grund, die alte Geschichte noch einmal aufzurollen. Bush soll nämlich schon 16 Tage vor dem Verkauf seiner Harken-Aktien im Jahre 1990 gewusst haben, dass die texanische Ölfirma in finanziellen Nöten war. Wie die "Washington Post" am Sonntag unter Berufung auf das Zentrum für öffentliche Integrität (Center for Public Integrity) berichtete, hatte Bush als Vorstandsmitglied und Berater des Unternehmens einen wöchentlichen Bericht über die Finanzperspektiven der Harken-Filialen erhalten.

Bush selbst versichert bis heute, seine Anteile verkauft zu haben, um Kredite zurückzuzahlen. Er sei von den extremen Verlusten der Firma Harken Energy überrascht gewesen. Der umstrittene Aktiendeal des Präsidenten war im Zuge der Unternehmensaffären in die Diskussion geraten. Bush hatte 1990 Harken-Aktien im Wert von 848.560 Dollar (rund 857.000 Euro) verkauft. Wenige Wochen später meldete die Firma Verluste von 23 Millionen Dollar, was einen Kurssturz der Aktie auslöste.

Pitt warf den US-Demokraten vor, aus ihren Forderungen nach einer Veröffentlichung der Akten politisch Kapital schlagen zu wollen. Mit Blick auf die jüngsten Bilanzierungsaffären in den USA fügte er hinzu: "Wieso können wir uns nicht auf WorldCom, Enron und all die anderen Unternehmen konzentrieren ...? Warum werden wir abgelenkt ...?" Er räumte jedoch ein, dass die Akten veröffentlicht würden, wenn Bush selbst dies verlange.

Der SEC-Chef wehrte sich auch gegen Vorwürfe, nur unzureichend auf Ungereimtheiten bei der Bilanzierung von US-Unternehmen reagiert zu haben. Forderungen nach einem Rücktritt wies Pitt in einem Interview des US-Senders CBS zurück. Die Börsenaufsicht werde in Zukunft aggressiver gegen Bilanzfälschungen vorgehen, sagte Pitt. Bush hatte vor einer Woche angekündigt, die SEC zu stärken. Eine Reihe von Bilanzaffären bei US-Konzernen hatte das Vertrauen der Anleger erschüttert und zu erheblichen Kurseinbrüchen geführt.

Quelle: Spiegel-online
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BRAD PIT:

Jedenfalls hat die Kriegsangst von diesen Themen

 
21.02.03 14:39
inzwischen komplett abgelenkt.

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Kicky:

und die kritische Untersuchung v.Mathias Bröcker

 
21.02.03 14:53
www.heise.de/tp/deutsch/special/wtc/
sollte man ruhig mal wieder lesen,ich glaube Happyend hatte die verschiedenen Folgen auch hier reingestellt
und weitghend unbekannt die Tatsache,dass die amerikanischen Industriellen Hitler unterstützten und die Familie Bush deswegen 1942 ihre ganzen Besitztümer konfisziert erhielten
wealth4freedom.com/Elkhorn.html
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