Seite 7 bezüglich Ausblick. Völlige Kehrtwende bei der Wachstumspolitik in Sachen Pachtflächen.
AusblickAngesichts steigender Pachtpreise und einem auf kurze Sicht
gesehen schwierigen makroökonomischen Umfeld* haben wir
beschlossen, im weiteren Jahresverlauf, außer den bereits
gepachteten 6.700 ha,
keine zusätzlichen Plantagen anzupachten.
Folglich erwarten wir
2012 erstmalig einen positiven Free
Cashflow im Plantagengeschäft. Gleichwohl
bekräftigen wir
unser längerfristiges Ziel über die Bewirtschaftung einer
Plantagen-Gesamtfläche von mindestens 100.000 ha und werden
voraussichtlich vor Jahresende einen überarbeiteten Pachtplan
sowie eine detaillierte Planung zum Ausbau der
Bambusfaserfertigung vorlegen. Dank der in den Vorjahren aus den Erlösen der
Kapitalbeschaffungsmaßnahmen gepachteten Plantagen
profitieren wir nun von einem signifikanten Anstieg der erntereifen
Anbauflächen.
Infolgedessen ist das Umsatz- und Ertragswachstum
für die Geschäftsjahre 2011 und 2012 im Großen und Ganzen
gesichert. Unser Ausblick auf die zweite Jahreshälfte 2011 verbleibt
trotz der gesamtwirtschaftlichen Herausforderungen nach wie vor
positiv. Im Vergleich zu den ersten sechs Monaten rechnet das
Unternehmen im zweiten Halbjahr mit einem deutlich höheren
Umsatz und Nettoergebnis. Folgende Faktoren werden die
Gesellschaft in der zweiten Jahreshälfte begünstigen:
• Ein im vierten Quartal zu erfassender deutlicher Gewinn aus
der Veränderung des beizulegenden Zeitwerts biologischer
Vermögenswerte
• Eine vergrößerte Fläche erntereifer Plantagen
• Ein saisonal bedingt höherer Umsatz je Hektar Anbaufläche
• Deutliche Verkaufssteigerung von Bambusfasern
2011 rechnen wir mit einem Konzernumsatz von mindestens 125
Mio. EUR und einer Nettoergebnis-Marge, unter Berücksichtigung
der Erträge aus der Bambusfaserfertigung, von mindestens 40%.
Wir gehen davon aus, dass die Fertigung von Bambusfasern bereits
2011 profitabel sein wird, und dass sich die Rentabilität dieses
Geschäftszweiges im Laufe der Zeit Schritt für Schritt weiter
erhöhen wird.
In diesem Zusammenhang möchte der Vorstand darauf hinweisen,
dass die Bewertung der biologischen Vermögenswerte zum
beizulegenden Zeitwert im Vergleich zu einer Bewertung zu
fortgeführten Anschaffungskosten zu Schwankungen des
Konzernergebnisses führen kann, die stärker sind als die
tatsächlichen Veränderungen der Umsatzerlöse und Kosten.
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