www.faz.net/artikel/C31163/...ge-laufen-schlecht-30465340.html
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Was ist denn los hier?
Hat sich doch sonst relativ moderat gehalten- warum der heutige deutliche Rückgang?
Ich kann auch nur die gute Öffentlichkeitsarbeit von AB loben und hoffe, dass spätestens mit den Zahlen im August der Kurs wieder gen Norden geht.
Ich schrieb letzt die IR an, wie viele eigene Aktien aufgrund des kürzlich beschlossenen ARP bereits gekauft wären, da auf der Homepage unter IR/Aktienrückkäufe nur die alten Rückkäufe bis 10/2009 eingestellt sind, obwohl aufgrund der dort zitierten EU-Verordnung (wenn man diese liest) der Eindruck erweckt wird, dass AB eigentlich innerhalb von 7 Tagen (lt. EU-Verordnung) die gekauften eigenen Aktien veröffentlichen müsste.
Keine halbe Stunde später wurde ich telefonisch angerufen. Es gäbe hinsichtlich der EU-Verordnung ein Wahlrecht, dass AB für das neue ARP nicht gewählt habe, so dass diese Rückkäufe nicht innerhalb einer Woche veröffentlicht werden müssten. AB wird im Rahmen des Halbjahresberichts zum Kauf eigener Aktien was sagen, wie hoch die Summe war, konnte er mich daher nicht verraten.
Übrigens nochmal zum Thema der Bewertung der reifen/unreifen Plantagen:
ich bin da nicht genau im Thema, aber der IAS 41 ist so ziemlich der unbeliebteste und schwierigste IFRS-Standard den es gibt. So wie mir scheint ist es zwingend, dass im Zeitpunkt der Umwandlung von unreifem zu reifem Bambus eine Fairvaluebewertung stattfinden muss mit der Folge des Ausweises eines (laienhaft ausgedrückt) "Luftbuchungsgewinns", der sich über die Nutzungsdauer (20 Jahre Pacht) wieder abgeschmolzen wird. Ich habe folgenden interessanten Artikel (aus Österreich, aber das ist denke ich egal) dazu gefunden:
oega.boku.ac.at/fileadmin/user_upload/...__Ettenauer_et_al.pdf
mit dem Übergang von unreif zu reif wird der Bambus mit den möglichen Gewinnen der nächsten x (= 20 minus bereits abgelaufene Pachtjahre) Jahre bewertet. Abdiskontiert auf heute ... das führt natürlich zu einem Sprung in der Bewertung und zu den - bisher enormen - Gewinnausweisen.
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aus Veränderung des biologischen Vermögens als nicht real betrachtet, kann ja den Ergebnisausweis um diese bereinigen.
Allerdings ergibt sich ein schiefes Bild, wenn man nicht gleichzeitig die nicht cashwirksamen Umsatzkosten aus der Entnahme von Sprossen und Stämmen im Gegenzug zum Ergebnis addiert.
Wir müssen das Thema mit der Bilanzierung glaube ich nicht schon wieder aufmachen. Ich hatte einfach nur einen interessanten Artikel zu IFRS 41 entdeckt und habe ihn das Forum gestellt.
Ich komme z.B. aus der HGB- bzw. Steuerwelt und kann ehrlich gesagt wenig mit IFRS anfangen, weil nach meinem bilanziellen Verständnis in IFRS nunmal bestimmte Ansätze völlig anders als z.B. in der Steuerbilanz gehandhabt werden. Mit IFRS-lern zu diskutieren bringt auch nichts, da sowohl ich als auch die davon ausgehen, dass jeweils "unsere" Bilanz die Realere oder Bessere wäre...
Aus Steuerbilanzsicht würde es sich um eine (unerlaubte) "Luftbuchung" handeln. Gleichwohl - und das muss offensichtlich noch einmal explizit gesagt werden - ist diese Buchung nach IFRS nicht nur erlaubt, sondern zwingend vorgeschrieben. AB - die übrigens auch zwingend nach IFRS zu bilanzieren haben - hat insofern keine andere Wahl und ich bin daher vollkommen davon überzeugt, dass sie richtig bilanzieren.
Im übrigen - da hat Katjuscha vollkommen recht - ist hinsichtlich der Immobilienbewertung bei IFRS auch eine solche Fairvaluebewertung vorgeschrieben (bei vermieteten Immos hat man i.ü. natürlich auch Erträge) und kein Hahn schreit danach. Ich denke, dass bei jedem anderen Dax30-Unternehmen höchstwahrscheinlich extreme Unterschiede zwischen IFRS-Bilanz und HGB-Abschluss bestehen, nur dort ist halt nicht China drin und deshalb ist es uninteressant.
@zertifix: IFRS ist im Bereich der Immobilien und landwirtschaftlichen Erzeugnisse eine Fairvaluebewertung, d.h. in diesen Bereichen werden die am Markt erzielbaren Werte gezeigt, d.h. der Jahresabschluss (nach IFRS wie bei AB vorliegend) ist hinsichtlich dieser Werte schon eine Unternehmensbewertung. Das ist übrigens auch einer der Maßgaben von IFRS, die wahren Werte zu zeigen.
hatten wir jetzt ja schon ein paarmal durchgekaut. Die neue Methode der Bewertung biol. Vermögen findet ihr im GB2010 auf SS.86 fff erläutert.
de facto ist die Darstellung von ExcessCash unzutreffend. Es werden nur noch die auf den Plantagen bereits vorhandenen Sprossen und Stämme bewertet, aber nicht die, die in den 20 Jahren darauf noch wachsen werden. Die Stämme werden über einen Zeitraum von 5 Jahren geerntet, so dass der Cashflow entsprechend diskontiert wird. 5 Jahre ist also die maximale Reichweite der Aktivierung und nicht, wie hier vermutet, 20.
@Navster Deine Befürchtungen sind unzutreffend. Ein Umsatzwachstum gänzlich ohne neue Flächenpachtungen könnte durch a) Inflation b) Verbesserung des Produktmixes c) vertikale Integration weiterer Verarbeitungsstufen erreicht werden. Es ist natürlich geplant, weitere Flächen anzupachten, allerdings wird für die Folgejahre "nur" noch eine Neupachtung von 10.000 ha vorgesehen. Das wird sich unmittelbar in einem entsprechenden Umsatzwachstum niederschlagen. Allerdng wäre für eine Steigerung der Wachstumsraten auch eine entsprechende Ausweitung der Neupachtungen notwendig. Aber das ist logischerweise nicht geplant, denn dann wäre in ein paar Jahren die Welt nicht mehr genug.
im Bericht QI 2011 findest du auf S. 10 den Bestand und die Planungen der Plantagenflächen.
Bestand 54.500 ha am 31.3.2011
Planung Ende 2012 65.000 ha und Ende 2013 75.000 ha.
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