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Kaufhof interessiert an 60 Karstadt-Häusern
vor 37 Min.
AP
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Essen/Berlin (AP) Kaufhof hat trotz Funkstille beim insolventen Arcandor-Konzern weiter Interesse an Karstadt-Warenhäusern. «Wir wollen rund 60 Karstadt-Häuser und eine größere Anzahl Mitarbeiter aus der Hauptverwaltung übernehmen», erklärte Kaufhof-Chef Lovro Mandac. Wirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) sagte am Donnerstag, die Bundesregierung mische sich nicht in unternehmerische Entscheidungen ein. Er mahnte die Koalition, den Streit über Staatshilfen aus dem Wahlkampf herauszuhalten. Diesen Artikel weiter lesen
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Nach seiner Insolvenz stellte der Mutterkonzern Arcandor die Pläne für einen Verkauf der Warenhauskette Karstadt an den Konkurrenten Metro wieder infrage. «Die Gespräche mit der Metro sind erst einmal auf Eis gelegt», sagte Arcandor-Sprecher Gerd Koslowski. Kurz zuvor hatte Metro-Chef Eckhard Cordes sein Interesse an einer Deutschen Warenhaus AG noch einmal bekräftigt und einen «fairen Kaufpreis» in Aussicht gestellt.
Die Karten seien nach der Insolvenz komplett neu gemischt worden, sagte der Arcandor-Sprecher. Der Konzern stehe nicht mehr unter dem Druck, innerhalb weniger Tage eine Lösung zu finden. Sollte es am Ende zu einem Verkauf oder einer Partnerschaft kommen, werde die Metro «einer von mehreren Gesprächspartnern» sein.
Kaufhof auch am KaDeWe interessiert
Kaufhof-Chef Mandac plädierte im Gespräch mit der «Wirtschaftswoche» für rasche Verhandlungen. Luxuswarenhäuser wie das Berliner KaDeWe und das Hamburger Alsterhaus könnten ebenfalls übernommen werden.
Auch Metro-Chef Cordes warb im ZDF noch einmal für eine Kaufhausfusion. Rund 60 der 91 Karstadt-Warenhäuser könnten so weitergeführt werden. Damit würden mehr als 20.000 Arbeitsplätze gerettet.
Unter Berufung auf gut informierte Firmenkreise berichtet die «Welt», Arcandor wolle sich zunächst nur von 51 Prozent des Karstadt-Portfolios trennen. Der Sportartikelkonzern Adidas lieferte laut «Welt» seit Wochen keine Ware mehr an Arcandor. Adidas-Chef Herbert Hainer rechne jedoch mit neuen Aufträgen von Karstadt.
Die stellvertretende Chefin der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di, Margret Mönig-Raane, forderte eine rasche Lösung, weil sonst der Prozess zerfließe und es zu stückweisen Verkäufen komme.
Steinmeier attackiert Guttenberg
Die Arcandor-Pleite sorgte auch für neuen Streit in der Bundesregierung über Staatshilfen für angeschlagene Unternehmen. Dabei unterstützte Bundeskanzlerin Angela Merkel die harte Linie von Guttenberg. Sie sagte, der mit der Insolvenz eingeschlagene Lösungsweg biete «sehr, sehr viele Chancen auch für die Beschäftigten».
SPD-Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier kritisierte in der «Bild»-Zeitung: «Es kann doch nicht sein, dass der Arbeitsminister für Arbeit kämpft und der Wirtschaftsminister für Insolvenzen.»
Großaktionärin zeigt sich betroffen
Arcandor-Großaktionärin Madeleine Schickedanz zeigte sich bestürzt über die Insolvenz des Konzerns. Sie habe sich mit ihrem gesamten Vermögen engagiert, hieß es in einer persönlichen Erklärung. Arcandor hatte am Dienstag Insolvenz anmelden müssen, nachdem die Bundesregierung Staatshilfen für den maroden Konzern abgelehnt hatte.
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