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<!--[endif]ýAus dem Primondo Intranet:
Mit einem offenen Brief antwortet Vorstandsvorsitzender Dr. Karl-Gerhard Eick auf zahlreiche Briefe und E-Mails, die er von Mitarbeitern und Betriebsräten nach der Präsentation des Konsolidierungsprogramms der Arcandor AG am 20. April erhalten hatte. In dem Schreiben geht er auf wesentliche Themen ein, die die Mitarbeiter in ihren schriftlichen Reaktionen angesprochen hatten.
Da ich den Text aus dem GESCHÜTZEN PDF nicht kopieren kann, hab ich Ihn hochgeladen:
Viel Spaß beim Lesen!
LINK: <!--[endif]ýhttp://rapidshare.de/files/47073898/2009_05_07_MA_Info_Dr__Eick.pdf.html
Quelle: Primondo Intranet
Essen, den 7. Mai 2009
Sehr geehrter Herr Patzelt, sehr geehrter Herr Sindel,
liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter,
ich danke Ihnen für Ihre Schreiben zum Konsolidierungsprogramm. Ich möchte gerne die Gelegenheit nutzen, einige Aspekte aus meiner Sicht darzustellen.
Als ich am 1. März die Verantwortung als neuer Vorstandsvorsitzender der Arcandor AG bernommen habe, war mir bewusst, dass wir das Unternehmen angesichts der kritischen inanzkennziffern sowie angesichts der Wirtschafts- und Finanzkrise nur durch einen konsequenten Konsolidierungskurs sichern können. Am 18. März habe ich in meinem Brief an die Mitarbeiter des Konzerns geschrieben, ein „Weiter so!“ wie bisher sei nicht möglich. Diese Auffassung habe ich in einem ausführlichen Interview in der maz für die Mitarbeiter noch einmal inhaltlich vertieft. Da mir
sehr an einer offenen und transparenten Kommunikation gelegen ist, war das
Konsolidierungsprogamm demnach für niemanden eine Überraschung. Am Montag, den 20. April, aben wir dann zeitgleich mit der Öffentlichkeit die Mitarbeiter über das Konzept informiert. Die Vorabveröffentlichung einiger Medien auf Basis ungenannter Informanten am Wochenende uvor ist sicherlich bedauerlich, aber bei einem Projekt dieses Umfangs kaum zu verhindern. Mit einem Interview in der Bild am Sonntag haben wir den Spekulationen der Medien konkrete Aussagen entgegen setzen können. Zudem ist es im Rahmen unseres Konzeptes wichtig, die Politik
in Berlin und Düsseldorf von unserem Weg zu überzeugen.
Hier möchte ich einem Missverständnis vorbeugen. Das Konzept ist kein detaillierter Aktionsplan,
in dem bereits jetzt alle Einzelmaßnahmen bis ins letzte Detail vorgezeichnet sind. Das
Konsolidierungsprogramm gibt den Kurs, die Richtung und auch das Ziel vor, aber es lässt
genügend Raum für angepasste Lösungswege und neue Ideen auf dem Weg zum Ziel.
Wir wollen diesen Freiraum ganz bewusst, um handlungsfähig zu sein und den jeweils besten Weg
zu finden. Verbunden mit diesem Freiraum ist allerdings auch zum heutigen Zeitpunkt die
Unfähigkeit, alle Detailfragen zu beantworten. Fragen wie: Was bedeutet die Separierung von Kernund
Nicht-Kerngeschäft konkret für mich und meinen Arbeitsplatz? Was heißt
„Weiterentwicklung“? Warum sagt uns keiner, was genau passiert? Wird es Schließungen geben?
Wer kauft das KaDeWe? Und wie sehen zukünftig die Schnittstellen zwischen Category
Management und Beschaffung aus?
Ich verspreche Ihnen, diese Fragen werden beantwortet, sobald wir die Antworten erarbeitet haben.
Einige Fragen werden früher, andere werden später zu beantworten sein. Bitte schauen Sie ins
Intranet und nutzen Sie die Mitarbeiter-Zeitung, um sich zu informieren. Dort werden die von Ihnen
gestellten Fragen entsprechend adressiert. Doch auch das Management und die Führungskräfte bei
Primondo und Karstadt sind in diesen Tagen vor Ort, um die Mitarbeiter persönlich über das
Konsolidierungskonzept zu informieren. Marc Sommer hat knapp 2.000 Primondo-Mitarbeiter im
Rahmen von zwei Mitarbeiter-Versammlungen informiert und Stefan Herzberg und seine
Geschäftsführung sprechen in diesen Tagen ebenfalls mit mehreren Tausend Karstadt-Mitarbeitern
über die anstehenden Veränderungen.
An dieser Stelle möchte ich noch ein paar grundsätzliche Anmerkungen zu den von Ihnen
kritisierten Teilen des Konsolidierungsprogramms machen.
Mit Atrys möchte ich beginnen. Atrys ist ausdrücklich keine separate Gesellschaft, in die
Firmenteile, Gesellschaften oder Mitarbeiter ausgegliedert werden. Alles, was wir tun, findet unter
Berücksichtigung des im Herbst 2008 vereinbarten Zukunftspaktes statt. Die Karstadt-Mitarbeiter
bleiben ebenso Karstadt-Mitarbeiter wie die Quelle-Mitarbeiter Mitarbeiter der Quelle GmbH
bleiben werden. Die operative und disziplinarische Führung verbleibt dabei in den jeweiligen
Handelssegmenten. Alle möglicherweise anstehenden Veränderungen in den Gesellschaften werden
selbstverständlich mit den Sozialpartnern besprochen und vereinbart.
Atrys wird drei Jahre arbeiten, um als Entwicklungseinheit seine Aufgabe zu vollenden. Dabei
arbeitet die neue Generalbevollmächtigte Zvezdana Seeger Hand in Hand mit den operativen
Vorständen Marc Sommer (Primondo) und Stefan Herzberg (Karstadt). Das Management im
Versandhandel und im Warenhaus kann sich mit voller Aufmerksamkeit um das Kerngeschäft im
Segment konzentrieren. Zvezdana Seeger prüft für alle Atrys-Geschäfte die jeweils optimalen
Optionen für eine Weiterentwicklung. Auch wenn Schließungen und Stellenabbau nicht unser Ziel
sind, so möchte ich hier ein weiteres Mal betonen, dass wir auch diese Maßnahmen zum heutigen
Zeitpunkt nicht vollständig ausschließen können, sollte sich keine alternative Lösung finden lassen.
Ich möchte betonen, dass die Tatsache, als Einheit von Atrys weiterentwickelt zu werden, keinen
Malus darstellt. Das KaDeWe, Profectis oder die Quelle-Kundenzentren zum Beispiel sind für sich
genommen erfolgreiche Geschäfte, allerdings entsprechen sie nicht dem Kerngeschäftsmodell in
ihrem jeweiligen Segment. Im Warenhaus konzentrieren wir uns auf die profilierte Mitte der
Gesellschaft mit Sortimenten, einer Kundenansprache und einer Betriebsgröße, die für die
verbleibenden 81 Karstadt-Filialen funktioniert. Bei Primondo fokussieren wir uns auf das reine
Versandhandelsgeschäft. Geschäfte, die im bestehenden Rahmen keinen positiven Ergebnisbeitrag
leisten, können dies vielleicht in einem anderen Unternehmensumfeld bzw. einer veränderten
Konstellation. Wir werden konsequent nach diesen Chancen suchen.
Die zentrale Beschaffung stellt eine weitere grundlegende Veränderung dar, die zwangsläufig zu
Anpassungen in den Organisationen führen wird. Wir wollen durch eine engere Verzahnung des
Einkaufs von Handelswaren und Nicht-Handelswaren bis zu fünf Prozent des gesamten
Einkaufsvolumens von über sieben Milliarden Euro im Konzern einsparen. Das geht nur, wenn wir
Prozesse und Strukturen verändern und die Bereitschaft mitbringen, über die Firmengrenzen hinweg
zusammenzuarbeiten. Das setzt auch eine veränderte Unternehmenskultur voraus, die bislang sehr
dezentral geprägt war. Arnold Mattschull hat diese Aufgabe als neuer Generalbevollmächtigter bernommen und ich erwarte, dass er dabei von allen Beteiligten nach Kräften unterstützt wird.
Bleibt die Frage, weshalb Zvezdana Seeger und Arnold Mattschull Vorstandsmitglieder werden sollen. Die Antwort ist, dass von ihrer Arbeit und dem Erreichen ihrer Zielsetzung ebenso viel abhängt wie vom Erfolg der Vorstandskollegen in den operativen Segmenten Thomas Cook, Primondo und Karstadt. Aus diesem Grunde sollen sie auch dieselbe Verantwortung tragen und die Chance erhalten, die Unternehmenspolitik im Vorstand mitzugestalten.
Lassen Sie mich zum Abschluss des Briefes noch einmal betonen, welch großen Respekt ich Ihnen und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für Ihren Beitrag zur Zukunftssicherung des Unternehmens entgegenbringe. Er ist Ausdruck höchster Loyalität, Verbundenheit und Identifikation. Das kann Ihnen nicht hoch genug angerechnet werden. Deswegen werde ich es nicht zulassen, dass bei aller konstruktiven Kritik und beim Ringen um den richtigen Weg der soziale Frieden im Unternehmen gestört wird. Meine Vorstandskollegen und ich persönlich stellen uns dem Dialog mit Ihnen. Allerdings sage ich mit ebensolcher Verbindlichkeit, dass wir als Vorstand nach allen notwendigen Gesprächen letztendlich Verantwortung tragen zu entscheiden und umzusetzen, das aus unserer Sicht für die nachhaltige Zukunft dieses Unternehmens und seiner Arbeitsplätze erforderlich ist.
In den vergangenen Wochen haben wir zahlreiche Briefe, Faxe und E-mails von besorgten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus Karstadt und Primondo zu dem Konsolidierungskonzept erhalten. Wir verstehen diese Sorgen, hoffen jedoch auf Ihr Verständnis, dass wir nicht alle schriftlichen Einlassungen individuell beantworten können. Bitte verstehen Sie diesen Brief, den wir auch im Intranet veröffentlichen, als stellvertretende Beantwortung der allermeisten dort angesprochenen Aspekte.
Ich freue mich auf den weiteren Dialog.
Mit freundlichen Grüßen
Karl-Gerhard Eick
Natürlich ist es ernst um Arcandor. Aber sollten wir uns nicht mal die Frage stellen, was bisher mit den Kursen der Unternehmen geschah die Staatshilfe beantragt haben und was würden wir tun in der Verantwortung eines Vorstandes der seine Geschäftspartner überzeugen muss.
Druck ausüben!
Woher soll bei einer Pleite von Arcandor zukünftig die Miete kommen? D.h. darüber wird Einigkeit erzielt werden. Auch die Banken werden Zugeständnisse machen. Allen vorran die CoBa, wie berichtet. Die anderen werden nachziehen zumal der Staat, mit Gewissheit, dahinter stehen wird. Das Interesse an KaDeWe etc. ist da und Lösungen für die ausgegliederten Sparten werden bei Schlagzeilen um Metro und Hertie auch noch geben. Zumal demnächst PRIMARK (zweitgrößter britische Einzelhändler) im Mai seine erste einige tausend m² große Filiale in Deutschland eröffnet. Und dann noch Wahljahr!
Technische Parameter sind auch ok, wobei bei einem Tradingwert...
Einen guten Start in die neue Woche.
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