Arbeitsoligkeit


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bidask:

Arbeitsoligkeit

 
06.03.03 10:11
tja, was soll man da noch sagen; der einst gerühmte Wirtschaftswunderknabe Deutschland kämpft mit
hausgemachten Problemen welche natürlich von der darnieder liegenden Weltwirtschaft extrem negativ beeinflußt werden,
aber solange die Gewerkschaften in Deutschland bei einer Inflationsrate von unter 2 % Gehaltserhöhungen von 5 % für verlangen,
--- so wie es eben bei den heute streikenden BAHN-Mitarbeitern der Fall ist --- kann sich ein Unternehmen nicht erholen.
Arbeitnehmerschutz ist sehr wichtig und ich bin voll dafür, doch mit Maß und Ziel, denn was nutzt es, wenn ein Gewerkschaftsführer
überzogene 5 % rausholt und danach kommt die nächste Kündigungswelle, welche ein paar Tausend Arbeitsplätze kostet,
da kann als Gekündigter nur sagen "DANKE, Herr Gewerkschafter, dass meine Kollegen 5 % haben und ich plötzlich NULL......

diesen kurzsichtig denkenden "Kämpfern" sollte man mal sagen, dass sich die Zeiten wesentlich geändert haben, und etwas
mehr Flexibilität gefordert ist, denn wenn es heutzutage leichter ist eine Ehe scheiden zu lassen, als ein Arbeitsverhältnis aufzukündigen,
dann hat es einen Systemfehler. Klingt vielleicht brutal, aber wenn man rein aufgrund fair angesetzter Methodik zwischen Arbeitnehmer und
Arbeitgeber vorgeht, dann werden sich beide seiten mittel- bis langfristig freuen...

aber das ist in Deutschland schon lange nicht mehr der Fall. Die Aktienkurse danken es natürlich auf dem Fuß...
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grundig:

@bidask

 
06.03.03 10:22
ich stimme dir da voll und ganz zu!
inwieweit aber auch durch die gewerkschaften noch arbeitnehmer vertreten werden, wage ich zu bezweifeln. die mannesmann affäre um zwickel zeigt doch, dass es letztendlich immer nur um die durchsetzung eigener finanzieller interessen geht.
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tosche1:

@bidask

 
06.03.03 10:30
völlig richtig. Jetzt fordern sie noch alle 5% und in einem Jahr wenn die Deutsche Bahn am Hungertuch nagt und viele Mitarbeiter entlassen muss, sind die, die du dann heute mit Schildern in den Händen streiken siehst arbeitslos. Während die Gewerkschaftsführer irgendwo in Aufsichtsräten oder sogar in der Regierung sitzen. Na Probst Mahlzeit.
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bidask:

@Grundig und tosche1

 
06.03.03 10:36
Ich finds halt einfach kurzsichtig von den Gewerkschaften - gehts "bergauf" is ja eine Erhöhung ok aber in der jetzigen Situation...
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grundig:

die frage bleibt halt:

 
06.03.03 10:47
was können die arbeitnehmer dagegen tun? ich verüble es vielen arbeitern und angestellten nicht einmal, dass sich sich den parolen ihrer gewerkschaftsführer anschliessen. schliesslich haben diese "bosse" die informationen, und man kann nicht erwarten, dass jeder einzelne die volkswirtschaftlichen zusammenhänge durchschaut.
ich persönlich trage mich mit dem gedanken, mal im ausland nach einem job zu suchen. ich bin allerdings nicht gebunden und daher wäre das für mich relativ einfach. aber eigentlich ist es auch nicht richtig, einfach das sinkende schiff zu verlassen.
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Pichel:

den arbeitnehmern is doch sowieso alles egal....

 
06.03.03 11:01
schau dir die Commerzbank an: die boten an 17-18% weniger Gehalt gegen eine 4 Tage-Woche (d.h. 20% weniger arbeiten) und die MA haben dagegen gestimmt (75% waren erforderlich). Daraufhin hat die Commerzbank weiteren Arbeitsplatzabbau angekündigt. = also lieber arbeitslos als auf Gehalt verzichten.....

Gruß Pichel Arbeitsoligkeit 962118

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grundig:

@ Pichel

 
06.03.03 11:25
die 4 tage woche war im investment banking angeboten worden. das ist ein schlag mensch, den ich nicht mit normal-sterblichen vergleichen möchte. das ist wie ein löwenkäfig und jeder ist nur an seinem bonus (mehrere 10-100 tausend euro) interessiert. freundschaft und kollegialität kannst du da vergessen. von daher würde ich nicht den kundenberater, der sich den arsch aufreisst mit diesen "verwöhnten" selbstzufriedenen investment bankern vergleichen. die kotzen nämlich schon rum, wenn sie anstatt 200 tausend euro im letzten jahr mit 50 tausend euro in diesem jahr nach hause gehen müssen. das zeigt doch, dass die etwas realitätsfremd leben. über die leute muss man sich keine sorgen machen, die haben genug auf der kante. was sollst, die verkaufen 2 häuser und leben davon wieder ein paar jährchen.
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Pichel:

gut analysiert, grundig o. T.

 
06.03.03 11:36
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