Ob die Zugkraft der Marke ausreichen wird, mit dem i-phone hier erfolgreich zu sein, bleibt ohne UMTS-Funktionalität sehr fraglich. UMTS wird in Zukunft noch schneller werden durch HSDPA (wow, immer diese Geheimbuchstaben), das gibt es schon und wird immer weiter ausgebaut, etwa durch Vodafone.
Ein weiterer Minuspunkt ist die Tatsache, daß das i-phone 'hart verdrahtet' ist, indem es hardwaremäßig auf seinen Provider eingestellt ist und gar keine SIM-Karte mehr enthält. Das bedeutet, daß ein Interessent es nicht freikaufen kann, um es dann mit einem selbstgewählten Betreiber via dessen SIM benutzen kann. Und ob man mit der Telekom als Zwangsprovider auf die Gewinnerseite gesetzt hat?...
Punkten kann Apple dafür mit seinem Trendimage und einem ansonsten ja sehr guten Gerät.
Das Schicksal des i-phones wird bestimmt einen wichtigen Einfluß auf den weiteren Kursverlauf der Aktie haben, die ja in letzter Zeit super performt hat. Man darf gespannt sein.
War heute auch Topthema im Cortalconsor-Newsletter:
Telekom bestätigt Vertriebspartnerschaft mit Apple
Die Deutsche Telekom wird ab November exklusiver Vertriebspartner
des US-Konzerns Apple für das iPhone-Handy in Deutschland. Damit
bestätigten die beiden beteiligten Unternehmen entsprechende Medienberichte.
Offen bleibt, wie hoch die Umsatzbeteiligung ist, die die Bonner
Apple gewähren mussten, um den Zuschlag zu erhalten.
Bereits in den vergangenen Wochen war die Deutsche Telekom als Top-
Anwärter auf den Vertrieb des Smartphones „iPhone“ von Apple gehandelt
worden. Heute rief der Telekommunikationskonzern zu einer Pressekonferenz
und bestätigte die Spekulationen: Noch vor Jahresende können Kunden in
Deutschland das begehrte Mobiltelefon bei der Mobilfunktochter T-Mobile
kaufen – inklusive einem zugehörigen Zweijahresvertrag. Der Konzern will das
Gerät in eigenen Geschäften sowie in T-Mobile-Online-Shops vertreiben.
Verkaufsstart in Deutschland ist den Angaben zufolge am 9. November. 399
Euro müssen potentielle Käufer für das 8 GB-Modell dann auf den Tisch legen.
Damit bewegt sich Apple – wie bereits bei der Markteinführung des Gerätes
in den USA – im Hochpreissegment. Allerdings hat der US-Konzern seine
anspruchsvollen Preisvorstellungen auch auf dem Heimatmarkt nicht uneingeschränkt
durchsetzen können. Zwar ist das iPhone seit Verkaufsstart bereits
mehr als eine Million Mal über den Ladentisch gegangen, Apple hatte den
ursprünglich angesetzten Preis von 599 Dollar jedoch zu Beginn des Monats
auf 399 Dollar herabgesetzt und zeitgleich die kleinere 4 GB-Version des Gerätes
aus dem Programm genommen.
Das iPhone kommt in der gleichen technischen Ausstattung wie die USVersion
auf den deutschen Markt, liegt im Preis allerdings über dem USModell.
Kritiker hatten bereits im Vorfeld bemängelt, dass das Smartphone
kein UMTS für schnelles Internetsurfen unterstützen wird und Kunden deshalb
das wesentlich langsamere EDGE-Netz von T-Mobile nutzen müssten. Apple-
Chef Steve Jobs begründete die Entscheidung damit, dass ein UMTS-Modell
die Akkulebensdauer des Telefons deutlich verkürzt hätte.
Bereits am Dienstag hatte Apple den britischen Mobilfunkanbieter O2 als offiziellen Vertriebspartner für das Gerät in
Großbritannien vorgestellt. Dort soll das iPhone 269 Pfund kosten. In Frankreich kooperiert das Unternehmen mit Orange.
Um den Zuschlag für den Exklusivvertrieb in ihren jeweiligen Ländern zu erhalten, haben die Provider offenbar deutliche
Zugeständnisse gemacht. Dem Vernehmen nach soll Apple sich eine Umsatzbeteiligung auf alle mit dem iPhone
getätigten Dienste gesichert haben. Genau dies soll der ursprünglich als Apple-Partner gehandelte Mobilfunkkonzern
Vodafone allerdings abgelehnt haben – nun kommt das Unternehmen offenbar pünktlich zum Weihnachtsgeschäft mit
einem Konkurrenzmodell für das Apple-Telefon auf den Markt.
Über die Höhe der Beteiligung gab es heute erwartungsgemäß keine offiziellen Angaben, bereits am Montag hatte die
Financial Times Deutschland ohne Angabe von Quellen berichtet, dass die Deutsche Telekom mindestens zehn Prozent
der Erlöse an den US-Konzern abtreten müsse.
Dennoch kann sich der größte deutsche Telekommunikationskonzern nach dem Zuschlag für die Vertriebspartnerschaft
neben zusätzliche Einnahmen insbesondere über einen Prestigegewinn freuen. Erst im Juli hatte das Bonner Unternehmen
mit dem Einführen seiner Zweitmarke Congstar den Fokus auf jüngere Kunden gelegt, die ebenfalls potentielle Käufer
des iPhone sein könnten. Zudem sorgt die hohe Exklusivität – das Smartphone wird in jedem Land jeweils nur von
einem Provider vertrieben – für eine längerfristige Bindung von neuen Kunden, denn wer das iPhone will, muss zwei
Jahre lang einen Mobilfunkvertrag mit T-Mobile eingehen. Über die genauen Vertragskonditionen sind bislang noch keine
Details bekannt.
Die Börsenteilnehmer zeigten sich heute wenig beeindruckt von der bekannt gegebenen Vertriebspartnerschaft zwischen
der Deutschen Telekom und Apple, da die Kooperation im Vorfeld bereits erwartet worden war. Die Aktie des im DAX
notierten Telekommunikationsunternehmens verbuchte angesichts der positiven Marktstimmung dennoch Zugewinne